Vergangene Saison noch Torjäger in Mulmshorn, jetzt für Heeslingen am Ball

Ahizi startet durch: Aus der 3. Kreisklasse in die Oberliga

Schnell und durchsetzungsstark ist Arouna Ahizi bereits – jetzt gilt es für ihn, die technischen Fähigkeiten zu verbessern, um sich im Heeslinger Oberliga-Team durchzusetzen. - Foto: Krause

Heeslingen/Mulmshorn - Von Manfred Krause. Mit 32 Toren schoss Arouna Joel Ahizi den TuS Mulmshorn vergangene Saison fast im Alleingang zur Meisterschaft. Doch nach dem Aufstieg in die 2. Kreisklasse Süd suchte der Torjäger, der vor knapp drei Jahren aus der Elfenbeinküste flüchtete, eine weitere Herausforderung. Der Heeslinger SC wurde in der Oberliga zur neuen Heimat.

Dass gerade Jörg Carstens vom TuS Mulmshorn den Wechsel einfädelte, ist im ersten Moment eher unverständlich. Doch für den Meistertrainer war es ein Herzenswunsch, dem 19-jährigen Stürmer eine berufliche Zukunft aufzuzeigen. „Meinen Spielern war es schwer zu erklären, warum ich für Arouna einen anderen Verein suchte. Ich wollte ihm aber die Zukunft nicht verbauen und fuhr mit ihm unter anderem zur U 19 des SV Werder Bremen“, berichtet Carstens.

Dann verständigte sich der Nartumer mit Heeslingens Coach Hansi Bargfrede darauf, dass Ahizi beim Oberlisten mittrainieren durfte. „Ich bin im Februar mit ihm zum Training gefahren und habe gesehen, dass er sich dort gut schlägt“, so Carstens. Der Junge sei ihm ans Herz gewachsen und er sehe sich in der Verantwortung, etwas für seinen Schützling zu tun. „Arouna ist sehr sympathisch, wissbegierig und möchte schnell Deutsch lernen – nach Möglichkeit natürlich auch arbeiten“, erzählt Carstens, der mit dem Afrikaner viel unternahm. „Wir sind zu den Spielen des Hamburger SV und den Hamburger Freezers oder zum Hamburger Dom gefahren. Aber Fußball hat er immer im Kopf. Daher glaube ich, dass der Heeslinger SC eine gute Adresse ist“, findet auch Jörg Carstens.

In den Testspielen stand der Angreifer wiederholt in der Startelf. Das hat sich im harten Liga-Alltag geändert. Im Niedersachsenpokal spielte er noch 90 Minuten gegen den VfL Oldenburg, in den Punktspielen gab es bisher aber nur wenige Kurzeinsätze – zuletzt beim 5:0 gegen BW Bornreihe, als er nach einer guten Stunde für Marco Sobolewski kam. Carstens freut sich vor allem über eine Sache sehr: „Ich habe das Gefühl, dass Arouna längst voll von seinen Mitspielern akzeptiert wird.“

Dass er sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken braucht, hat Ahizi gerade in den Testspieleinsätzen gezeigt. Und Tore fehlten auch nicht. Doch jetzt ist erst einmal Geduld angesagt. Die Verantwortlichen wissen, dass der Youngster den Durchbruch schaffen kann.

„Arouna hat ein gutes Durchsetzungsvermögen, ist schnell, muss aber unter anderem seine technischen Fertigkeiten verbessern“, sagt Hansi Bargfrede. „Die Konkurrenz ist noch einen Tick weiter. Daher war es so, dass er bisher nicht den Vorzug erhielt. Doch er wird weiter seine Einsatzzeiten bekommen“, verspricht der erfahrene Coach.

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