VfL Frotheim will in neuer Kreisliga-Saison konstanter spielen

„Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft alles rausholt“

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Die Frotheimer Trainer Christoph Meyhoff (links) und Florian Haase (rechts) können in der am Sonntag beginnenden Saison auf die Verstärkung von (v.l.) Nils Pferner, Kevin Spilker und Cerryg Forward zählen.  

Frotheim - Es war eigentlich ein Kapitel aus einem schönen Sportmärchen, was im vergangenen Sommer in Frotheim begann. Zwei 26-Jährige, zudem noch Kumpels, übernehmen das Traineramt beim VfL Frotheim, der zuvor gerade so den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga-A geschafft hat. Mit Christoph Meyhoff kehrte zudem der Mann zurück, der maßgeblich am Aufstieg der Frotheimer von der Kreisliga B in die Bezirksliga beteiligt gewesen war. In Frotheim herrschte wahre Aufbruchstimmung, der VfL kassierte in der Hinrunde lediglich zwei Niederlagen und überwinterte auf dem dritten Tabellenplatz. Das zweite Kapitel glich dann eher einem Albtraum. Ganze zehn Punkte holte der VfL in der Rückrunde. Für die am Sonntag beginnende Saison haben sich die beiden Trainer Christoph Meyhoff und Florian Haase vorgenommen, das Feuer der Hinrunde wieder zu entfachen.

„Wir sind beide eigentlich Typen, die nicht so sehr auf die Tabelle schauen, eher darauf, wie sich eine Mannschaft entwickelt. Dennoch war es natürlich schön zu sehen, wenn man in der oberen Hälfte steht. Aber auch damals haben wir uns davon nicht blenden lassen“, blickt Haase zurück. „Der Genickbruch waren die vielen Spiele mit den englischen Wochen in der Rückrunde. Da sind wir klar an unsere Grenzen gestoßen. Auch wegen der vielen Verletzungen. Es war nicht mehr möglich, die Mannschaft vernünftig auf jeden Gegner einzustellen. Dennoch haben trotz der nicht so tollen Situation alle zur Stange gehalten“, ergänzt Meyhoff.

Selbst hat das junge Trainerduo aus der ersten Saison viel mitgenommen und gibt klar zu, „wir hätten vieles viel besser machen können“. Zur neuen Saison soll nun das Feuer in der Mannschaft wieder brennen. „Unsere Aufgabe ist es jetzt, diese Gier wieder zu wecken“, so Meyhoff weiter. Die Vorbereitung verlief durchwachsen. „Im Schnitt war die Trainingsbeteiligung gut. Aber individuell stehen die meisten Spieler erst bei 60 bis 65 Prozent. Das ist eigentlich zu wenig. Wir werden unsere Zeit brauchen und glauben auch, dass der Start etwas holprig wird. Dennoch müssen wir auch in dieser Zeit Punkte sammeln“, erklärt Haase.

Dass der VfL Frotheim noch lange nicht bei 100 Prozent ist, wurde auch bei der 0:6-Niederlage im Kreispokal gegen den FC Lübbecke deutlich. „Wir schleppen immer noch den Rucksack der letzten Rückrunde mit uns rum. Dann kommt das erste Pflichtspiel und wir verlieren 0:6. Für den Kopf ist das natürlich nicht gut“, weiß Meyhoff. Dennoch sei die Mannschaft mit viel Spaß bei der Arbeit und heiß auf das Training. Und das ist dem Duo wichtiger als eine Niederlage. „Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft Sonntag für Sonntag wieder alles aus sich rausholt. Dann kommen wir wieder dahin, wo wir hin wollen“, ergänzt Haase.

Zur neuen Saison haben sich die Frotheimer punktuell verstärkt. Zudem gab es mit Christian Meier, der seine Laufbahn in der ersten Mannschaft beendet hat, lediglich einen Abgang. „Es war groß, dass Christian letzte Saison noch einmal zur Verfügung stand. Er war ein sehr wichtiger Ansprechpartner für uns“, loben Meyhoff und Haase den Routinier. Endgültig den Platz zwischen den Pfosten einnehmen wird Kevin Spilker, der bereits in der vergangenen Saison vor seiner Verletzung zeigte, dass er eine Verstärkung ist. „Nächste Saison sollen nicht noch einmal acht verschiedene Torhüter zum Einsatz kommen“, flachst Haase.

Vom SuS Holzhausen kommt zudem Cerryg Forward und vom SV Kutenhausen/Todtenhausen Nils Pferner. Beides Spieler für die Defensivabteilung. „Beide Spieler bringen Erfahrung aus einer höheren Spielklasse mit und werden uns weiterhelfen“, ist sich Christoph Meyhoff sicher. Wann er selbst wieder auf dem Platz stehen wird, ist noch unklar. Kurz vor Serienende hatte er sich einen Anriss des Syndesmosebands zugezogen. Meyhoff ist nicht der einzige Verletzte beim VfL. Christopher Kellweries bleibt der Pechvogel im Team. In der Vorbereitung zog er sich einen Bänderriss im Sprunggelenk zu und fällt damit länger aus. Auch Goalgetter Sebastian Bollmeier plagt sich mit einer Zerrung.

Auf die kommende Saison freuen sich die Frotheimer Trainer. „Die Liga wird enorm stark. Mannschaften wie der TuS Stemwede, Union Varl oder SuS Holzhausen sind eine totale Bereicherung für die Liga. Dennoch wird es wohl einen Zweikampf um die Meisterschaft geben, aber danach ist alles ausgeglichen. Jeder ist gut beraten, erst einmal die nötigen Punkte zu sammeln, um nicht unten reinzurutschen. Bei der Ausgeglichenheit der Liga findet sich vielleicht eine Mannschaft im Abstiegskampf wieder, die heute noch gar nicht damit rechnet“, so Florian Haase. 

mm

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