Knappmeyer: „Froh, wenn die Saison vorbei ist“

Völlige Varler Verunsicherung

Varls Trainer Philipp Knappmeyer hat die schwierige Aufgabe, seine Spieler fürs Saisonfinale zu rüsten. - Foto: Pollex

Varl - Immer wieder hatte Philipp Knappmeyer gepredigt: Wir müssen relevant bleiben, wir müssen kämpfen, wir müssen uns anständig verabschieden. Das aber misslingt seiner Spvgg Union Varl im Saison-Endspurt der Fußball-Bezirksliga völlig. Neuerlicher unrühmlicher Höhepunkt war das 1:9 gegen die Mittelklasse-Mannschaft vom TuS Bruchmühlen am vergangenen Sonntag.

26 Gegentore hat Absteiger Union Varl in den vergangenen vier Spielen kassiert: neun gegen Holsen, drei gegen Espelkamp, fünf gegen Quernheim und jetzt nochmal neun gegen Bruchmühlen. Das macht im Schnitt sechseinhalb Gegentore pro Spiel. Ein Muster zeichnet sich dabei ab: Die Varler beginnen solide, halten mit, haben sogar eigene Chancen, aber zur Halbzeit sitzen sie dann immer mit hohem Rückstand in der Kabine und keiner weiß so recht, wie es dazu kommen konnte.

So auch gegen Bruchmühlen: Das erste Gegentor fiel nach einem zweifelhaften Elfmeter, das zweite durch einen Sonntagsschuss. „Ok, beim dritten haben wir im Umschaltspiel gepennt“, gibt Spielertrainer Knappmeyer zu. In der zweiten Halbzeit aber hörten die Varler völlig mit dem Fußballspielen auf, warteten nur noch darauf, dass das Spiel vorbeigeht. Wie lang 45 Minuten aber sein können, führten die Bruchmühler den Varlern vor Augen. Die drei Tore 5:0 bis 7:0 fielen innerhalb von nur vier Minuten – und danach waren immer noch fast 20 Minuten auf der Uhr.

„Es wurde immer deutlicher, dass wir ohne Mut und Selbstvertrauen spielen“, sagte Knappmeyer. „Es ist eine hohe Verunsicherung zu spüren.“ Sein Team machte so ziemlich alles falsch, was man in der Bezirksliga falsch machen kann.

„Ich glaube, dass alle froh sind, wenn die Saison vorbei ist“, sagt Knappmeyer. Danach könne man sich neu sortieren. Ein Spiel steht allerdings am kommenden Wochenende noch an, und das ausgerechnet gegen den Meisterschaftsanwärter SC Bad Salzuflen. Wenn Varl spielt wie gegen Bruchmühlen, wird es zweistellig.

Für die Trainingswoche kündigt Knappmeyer daher kein Straftraining oder etwas in der Richtung an, sondern Spaß. „Jetzt noch draufzuhauen, ist nicht die richtige Lösung“, sagt er. „Wir müssen uns wieder auf die Freude am Spiel konzentrieren.“ Es dürfe nämlich nicht sein, dass Fußballer Angst vor dem Ball bekommen.

han

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