Spiel des Tages: SSV Pr. Ströhen zeigt starke Mannschaftsleistung

„Total peinlich“: TuSpo-Trainer nach 0:4 im Derby bedient

Torschütze Christopher Bänsch (links) und Sven Kolwey im Zweikampf mit Rahdens Eugene Oedekoven.  - Fotos: Pries

Rahden - Von Willi Pries. Während die Spieler des SSV Pr. Ströhen ausgelassen ihren Sieg feierten, hockten die Spieler des TuSpo Rahden frustriert auf dem Boden. Mit 0:4 (0:2) unterlag der TuSpo im Rahdener Derby gegen den Nachbarn in der Fußball-Kreisliga-A.

„Mir fehlen die Worte nach dem, was wir hier abgeliefert haben und was sich hier einige leisten. Das ist total peinlich“, zeigte sich Rahdens Spielertrainer Martin Neumann völlig genervt. Sein Team musste von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen und fand nie richtig ins Spiel. Bereits nach zwei Minuten brachte Pr. Ströhens Christoph Rahe den Ball zu seinem Mitspieler Florian Kröger, der zum 0:1 abschloss. Die Gäste ließen danach die Zügel etwas schleifen, die Rahdener konnten daraus jedoch kein Kapital schlagen und brachten keinen Ball auf das Gäste-Tor.

Nach knapp einer halben Stunde schlug der SSV erneut zu. Wiederum war Rahe der Vorbereiter, als er den Ball auf Christopher Bänsch durchsteckte. Mit einem sehenswerten Heber aus etwa 25 Metern bugsierte „Bomber“ den Ball spektakulär zum 0:2 in die Maschen (29.). Danach verwalteten die Gäste ihren Vorsprung sehr geschickt und mit viel Engagement.

„Uns fehlte es an allem. Da waren keine Laufbereitschaft und kein Zweikampfverhalten. Pr. Ströhen hat uns vorgemacht, wie es geht“, echauffierte sich Rahdens Spielertrainer nach dem Abpfiff. Stefan Windhorst vom SSV hatte zur Pause noch etwas Bedenken und erinnerte an die Niederlage im Stadtpokal, als sein Team einen 2:0-Vorsprung noch herschenkte.

Diesmal zeigten sich die Pr. Ströher jedoch hochkonzentriert und verpassten den Rahdenern kurz nach dem Seitenwechsel die nächste kalte Dusche. Nach einem Freistoß von Bänsch stand SSV-Spielertrainer Andre Krause im Strafraum völlig frei und bedankte sich mit einem platzierten Kopfball zum 0:3 (47.). Es war der endgültige Knockout für die Gastgeber. „Der Zeitpunkt war genau passend, danach war das Spiel gelaufen“, freute sich Krause. Seine Mannschaft hätte den Sieg durchaus noch höher gestalten können, ging aber am Ende nicht immer mit der letzten Konsequenz zum Ball. So reichte es dann „nur“ noch zum 0:4 durch Florian Kröger in der 57. Minute.

„Ich hatte etwas Bedenken, dass die Mannschaft nach dem Sieg gegen Tengern vielleicht nicht ganz so engagiert in das vermeintlich leichte Spiel gegen Rahden geht. Das war aber nicht der Fall, es war eine starke, geschlossene Mannschaftsleistung“, lobte Spielertrainer Krause seine Jungs. Ganz anders war verständlicherweise die Gemütslage bei seinem Gegenüber. „Nach diesem Spiel sollte sich jeder hier mal an den Kopf packen und drüber nachdenken, was er anders machen kann. So geht es jedenfalls nicht weiter“, ärgerte er sich. Ohne Punkte und mit schon acht Gegentreffern stehen die Rahdener am Tabellenende hinter dem VfL Frotheim, der am kommenden Samstag der Gegner der Auestädter ist. „Ich will es nicht als Endspiel bezeichnen, aber das wird schon ein richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften“, ordnet Martin Neumann die Bedeutung der Partie ein.

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