Torwart überragt bei Sieg des TuS N-Lübbecke gegen VfL Bad Schwartau – 21:16

Titan Tatai

In einer Abwehrschlacht setzten sich Lukasz Gierak (r.) und der TuS N-Lübbecke gegen den VfL Bad Schwartau um Rickard Akermann durch. Gierak selbst erzielte fünf Tore – und war damit gemeinsam mit Pontus Zetterman bester Werfer des Spiels. - Fotos: Pollex

Lübbecke - Von Maik Hanke. Gäste-Trainer Torge Greve brachte es bei der Pressekonferenz nach dem Spiel auf den Punkt: „Es war kein Spiel für Handball-Ästheten“, sagte der Coach des VfL Bad Schwartau. Der 21:16 (10:10)-Sieg des TuS N-Lübbecke gegen Bad Schwartau war in der Tat eine Abwehrschlacht mit wenigen offensiven Glanzmomenten, aber gut aufgelegten Torhütern. Garant des Erfolgs war TuS-Torwart Peter Tatai, der in der gesamten zweiten Hälfte nur sechs Gegentore zuließ. Der TuS N-Lübbecke ist jetzt Tabellenzweiter in der zweiten Handball-Bundesliga.

Bereits in den ersten Spielminuten zeichnete sich die Marschrichtung des Spiels ab: Viel Kampf, wenige Tore. Nach sechs Minuten waren erst drei Treffer gefallen. 2:1 stand es für den TuS, dessen 6:0-Abwehr relativ sicher stand. Das Offensivspiel blieb zäh. Auf beiden Seiten gab es eine Reihe an Fehlwürfen. Für den Rest der ersten Hälfte sollten die Teams eng beieinander bleiben.

Lübbeckes Torwart Peter Tatai hielt in der zweiten Hälfte fast alles, was auf seinen Kasten kam, und ließ nur sechs Gegentore zu.

Nach 19 Minuten spielten sich die Lübbecker durch einen Treffer von Kenji Hövels erstmals eine Zwei-Tore-Führung zum 8:6 heraus. Die hielt allerdings nicht lange: Bad Schwartaus Rickard Akermann glich zunächst zum 8:8 aus und erhöhte, nach einem geblockten Versuch von Pontus Zetterman, auf 9:8. Bis zur Pause fiel dem TuS nach vorne nicht mehr viel ein, ging durch einen Siebenmeter von Pontus Zetterman in der Schlusssekunde immerhin mit einem 10:10-Unentschieden in die Pause.

„In der ersten Hälfte haben wir uns zu wenig bewegt“, sagte TuS-Trainer Aaron Ziercke nach dem Spiel. „Wir haben es nicht geschafft, den Ball gut laufen zu lassen und haben uns in zu viele Zweikämpfe verstrickt. So ist es zu einem Kampf geworden.“

Nach dem Seitenwechsel starteten beide Teams mit mehr Tempo. Attraktiver wurde das Spiel aber nicht wirklich. Die Fehlwurfquote blieb auf beiden Seiten relativ hoch. Mitte der zweiten Hälfte wurde der TuS allerdings allmählich stärker. Kenji Hövels und Jo Gerrit Genz erzielten die Tore 14 und 15 für den TuS und brachten ihrem Verein die erste Führung seit dem 8:7 (43.).

Und dann begann die große Show von Torwart Peter Tatai, der nach der Halbzeit Nikola Blazicko im Tor ablöste. Fast alle Bälle, die auf sein Tor kamen, hielt er. Zwischen der 41. und 55. ließ der Ungar gar keinen Ball ins Netz, musste in der gesamten Hälfte nur sechsmal hinter sich greifen und hielt sogar einen Siebenmeter von Christoph Wischniewski (51.).

Der TuS konnte sich so sogar leisten, vorne weiter viele Chancen liegen zu lassen, und baute trotzdem die Führung aus. Lukasz Gierak brachte sein Team erstmals mit drei Toren Abstand (17:14, 48.) nach vorn, Hövels und Genz bauten den Vorsprung aus.

„Die Abwehr hat heute gut funktioniert“, sagte ein zufriedener TuS-Trainer Aaron Ziercke nach dem Spiel. „Und Peter hat sehr gut gehalten.“ Es war nur ein knappes Lob. Aber Ziercke und sein Team werden wissen, dass sie diesen Sieg vor allem Peter Tatai zu verdanken haben.

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