TuS N-Lübbecke will bevorstehenden Bundesliga-Abstieg noch nicht hinnehmen

Die Sturköpfe

Am Ende feierten wieder die anderen: Tim Remer und der TuS N-Lübbecke steht vor dem Gang in die zweite Liga. - Foto: Pollex

Lübbecke - Von Maik Hanke. Goran Perkovac redet immer noch im Konjunktiv. Abstieg? Möglich. Abstieg besiegelt? Dazu verliert er kein klares Wort. Perkovac, Noch-Trainer des Noch-Handball-Bundesligisten TuS N-Lübbecke, gibt sich für den Rest der Saison kämpferisch. Vielleicht ist es auch eine Art sportliche Sturheit, sich nicht abzuschreiben, bevor nicht der letzte Punkt vergeben ist.

Das Erste, was Perkovac am Tag nach der im Abstiegskampf wohl entscheidenden 26:27-Niederlage gegen den Bergischen HC bei einer Pressekonferenz sagte, war ein Lob. „Für mich als Trainer ist es schön zu sehen, dass die Spieler noch kämpfen.“

Im Spiel gegen den Bergischen HC, einem Konkurrenten im Abstiegskampf, hatten die Lübbecker gegen Ende der Partie nochmal alles in die Waagschale geworfen. Sechs Minuten vor Schluss lagen sie noch mit vier Toren hinten, schafften es aber, auf ein Tor zu verkürzen, und beinahe hätten sie noch den Ausgleich erzielt.

„Ich bin sehr enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben, gegen Eisenach und den Bergischen HC Punkte zu holen, aber sehr stolz, dass die Mannschaft noch richtig Gas gibt“, sagte Perkovac. So sehr seine Mannschaft aber mit dem Herzen gespielt habe, so wenig wiederum mit dem Kopf. „Uns fehlt wirklich ein Chef auf der Platte. Eine Mannschaft fühlt sich sicherer, wenn ein Chef auf dem Platz steht“, sagte Perkovac. So einen Führungsspieler hatte wiederum der BHC mit Viktor Szilagyi, der auch gegen Lübbecke eine zentrale Figur auf dem Feld war.

Auch TuS-Linksaußen Jens Bechtloff beklagt die fehlende Erfahrung seines Teams: „Wenn wir mal in Führung gehen und alles für uns läuft, schaffen wir es einfach nicht, auch mal mit zwei, drei Toren in Führung zu gehen.“

Wie Perkovac weigert aber auch er sich, den so gut wie besiegelten Abstieg schon vier Spiele vor Schluss hinzunehmen. Er sagt Sätze wie „Im Training sind noch alle mit vollem Engagement dabei“ und „Eine theoretische Chance ist noch da“.

Trainer Perkovac fordert jetzt: Bloß nicht die Köpfe hängen lassen. Das sei das Schlimmste, was man machen kann. „Wenn wir am Ende absteigen müssen, wollen wir uns gut verkaufen und zeigen, dass wir guten Handball spielen können.“

Es sind Durchhalteparolen. „Wir wussten im Winter, dass es eine so gut wie unmögliche Mission wird“, sagte Perkovac. Ihm ist daher sehr wohl klar, wie realistisch der Klassenerhalt jetzt noch ist.

Vom direkten Wiederaufstieg will man derzeit in Lübbecke nicht sprechen. „Den kann man nicht 100-prozentig einplanen“, sagte Jens Bechtloff, der mit Lübbecke in die zweite Liga gehen wird. Er findet, ein Neuaufbau brauche Zeit, und man sollte ihn gemeinsam mit den Fans anpacken.

Und dann spricht auch Perkovac von der zweiten Liga. Den direkten Wiederaufstieg solle man „nicht um jeden Preis“ forcieren. Zuerst müsse man sich konsolidieren, sagte er.

Noch spielt der TuS aber in der ersten Liga, und er muss am Sonntag wieder ran. Gegner beim Auswärtsspiel (17.15 Uhr) ist der TBV Lemgo, der eine Rückrunde spielt, die noch schlechter ist als die der Lübbecker. Wenn sich der TuS also vernünftig aus Liga eins verabschieden will, wäre das die wohl letzte Gelegenheit für einen Erfolg.

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