Fast-Absteiger jetzt Tabellenführer der Kreisliga A

Dank Leader Andre Krause: SSV Pr. Ströhen im Höhenflug

Ein dickes Ausrufezeichen setzte der SSV Pr. Ströhen am zweiten Spieltag mit einem 4:0 beim Stadtrivalen TuSpo Rahden. - Foto: Pries

Pr. Ströhen - Von Maik Hanke. In der vergangenen Saison fast abgestiegen, zu Beginn der neuen Serie plötzlich das Maß der Liga. Nach drei Spieltagen steht der SSV Pr. Ströhen überraschend an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A. Entscheidenden Anteil daran hat Andre Krause, der neue Trainer, der nicht nur von der Seitenlinie aus coacht, sondern als Ex-Landesliga-Spieler das Spiel vom Feld aus lenkt.

Andre Krause ist für den Aufschwung beim SSV Pr. Ströhen verantwortlich. 

„Die Mannschaft war auch in der letzten Saison nicht so schlecht wie sie dastand“, sagt Krause. „Das ist reine Kopfsache.“ Genauso wie man bei Niederlagen in eine Negativspirale geraten kann, wächst das Selbstvertrauen nach einem starken Saisonstart. „Nach jedem Sieg wirst du lockerer.“

Optimale neun Punkte hat der SSV Pr. Ströhen aus den bisherigen drei Spielen mitgenommen. Zunächst ein unerwarteter 2:1-Sieg beim vor der Saison als Meisterfavorit gehandelten TuS Tengern II, danach ein beeindruckendes 4:0 gegen den TuSpo Rahden. Zuletzt gab es ein 3:2 gegen den BSC Blasheim, bei dem die Krause-Elf einen Rückstand drehte.

„In der vergangenen Saison sind nach einem Rückstand die Köpfe runtergegangen. Jetzt glauben sie wieder an sich“, freut sich Krause, der laut eigener Aussage gar nicht so viel anders macht als die Trainer in der Vorsaison. Anders ist auf jeden Fall aber eines: Krause ist Spielertrainer und zieht selbst im zentralen Mittelfeld die Fäden.

„Du kannst natürlich von außen mehr sehen“, erklärt er, „aber auf dem Feld schneller reagieren.“ Krause weiß, dass ihm seine Landesliga-Zeit beim TSV Wetschen zugute kommt. Nicht nur seine eigene Qualität hilft der Mannschaft – die Mitspieler respektieren ihn als jemanden, der vergangene Saison noch zwei Klassen höher spielte, auch in besonderem Maße. „Vielleicht können sich die anderen an mir hochziehen“, überlegt Krause. Seine Präsenz auf dem Spielfeld scheint jedenfalls Wirkung zu zeigen. Die Spieler hören ihm zu und ziehen mit.

Auch die Statistiken sprechen für Krauses Handschrift: Neun Tore in drei Spielen erzielt – keine Mannschaft hat mehr geschafft. Dazu nur drei Gegentore kassiert – einzig der TuS Stemwede hat eines weniger. Auch beim schweren Spiel Mittwochabend auswärts beim SC BW Vehlage (19.30 Uhr) will Krause mit seiner Mannschaft auf Sieg spielen – selbst wenn wohl jeder in Pr. Ströhen gut mit einem Unentschieden leben könnte.

Denn Krause zählt Vehlage zum Favoritenkreis in der Kreisliga und erlebte erst vor wenigen Wochen im Kreispokal die Stärke der Blau-Weißen. Am 7. August gab es zu Hause eine 2:4-Niederlage gegen die Mannschaft von Trainer Heinrich Dyck.

Auch wenn es zurzeit beim SSV läuft und Vehlage erst fünf Punkte auf dem Konto hat – Pr. Ströhen ist gewarnt. „Wenn Vehlage alle an Bord hat, ist es schwer, die zu schlagen“, sagt Krause, aber glaubt: „Es wird ein ausgeglichenes Spiel.“

Ob die Pr. Ströher ihrerseits alle Mann dabei haben, ist noch unklar. „Es sind mehrere Spieler angeschlagen“, sagt Krause, will aber keine Namen nennen. „Soll sich Vehlage überraschen lassen.“

Krause ist übrigens ganz froh, dass wegen des Blasheimer Markts die meisten Kreisliga-Spiele vorgezogen werden: Er feiert Sonnabendnacht mit seiner Mannschaft in seinen 30. Geburtstag rein.

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