Pr. Ströhen spielt gegen TuS Stemwede 2:2

Rassiges Spitzenspiel

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Pechvögel unter sich: Christopher Bänsch, der in der ersten Halbzeit einen Elfmeter vergeben hatte, tröste Björn Rohlfing, der kurz vor Schluss die mögliche Pr. Ströher Führung vertändelte.  

Pr. Ströhen - Von Willi Pries. Noch lange nach dem Schlusspfiff stand Pr. Ströhens Torjäger Pascal Kropp wie versteinert im Strafraum. Fast so, als würde er immer noch auf den Querpass seines Mitspielers warten, um diesen zum Siegtreffer ins leere Stemweder Tor zu schieben. Beim 2:2 (1:1) des SSV Pr. Ströhen gegen den TuS Stemwede vergaben die Gastgeber mit der letzten Aktion des Spiels den möglichen Sieg und drei Punkte.

Torchancen auf beiden Seiten, vier Tore, ein verschossener Elfmeter, verbissene Zweikämpfe und eine rote Karte in der Schlussphase. Die Zuschauer am Pr. Ströher Sportplatz bekamen in Kreisliga-A-Partie einiges geboten. Gerade die Schlussminuten hatten es in sich. Nachdem die Stemweder einen langen Ball nicht klären konnten, sprang dieser dem eingewechselten SSV-Stürmer Björn Rohlfing vor die Füße und er konnte alleine auf das Gäste-Tor zugehen. Das Tor und den Siegtreffer vor Augen entschied er sich, das Leder ins kurze Eck zu schieben, statt den Querpass zum mitgelaufenen Pascal Kropp zu spielen. Stemwedes Torhüter Noel Hartmann hatte den Braten jedoch gerochen und begrub das Leder unter sich.

Kropp blieb zunächst fassungslos zurück und Rohlfing konnte es ebenfalls kaum glauben. „Die Ecke war total offen“, so der Pechvogel nach dem Abpfiff zu seinem Mitspieler Christopher Bänsch, der ihm als einer der ersten Trost spendete. Bänsch hatte diesen in der ersten Halbzeit selbst auch benötigt. er scheiterte mit einem Foulelfmeter kurz vor dem Seitenwechsel.

„Das war ein echtes Spitzenspiel mit allem, was dazu gehört“, lachte SSV-Spielertrainer Andre Krause nach dem Abpfiff des rassigen Derbys, das mit dem 2:2 einen gerechten Ausgang fand. Die Stemweder erwischten einen Traumstart. Nach zwei Minuten zog Kapitän Joel Rybak aus der Distanz ab, und der Ball schlug flach zum 0:1 ein (2.). Danach versäumten es die Gäste aber, nachzulegen. Einen Heber von Henrik Teske über SSV-Torhüter Wiegmann konnten die Pr. Ströher noch von der Linie schlagen (18.), zuvor war Teske mit einem Schuss aus etwa acht Metern an Wiegmann gescheitert (12.).

Die Pr. Ströher versuchten es mit langen Bällen und kamen etwas überraschend zum Erfolg. Sven Kolwey traf nach einer Hereingabe zum 1:1-Ausgleich (24.). Die Gäste spielten zunächst unbeirrt weiter und hatten noch einige gute Gelegenheiten. „Diese müssen wir aber auch nutzen. Da fehlt uns leider noch zu oft der Killerinstinkt“, monierte Spielertrainer Sven Kassen später.

Auf der anderen Seite zeigte Gäste-Torhüter Hartmann kurz vor der Pause leichte Unsicherheiten, die zunächst ohne Folgen blieben. Als er dann bei einem Schuss den Ball nicht festhalten konnte und im Nachfassen den Pr. Ströher Jan Kampe abräumte, zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Beim fälligen Strafstoß von Christopher Bänsch machte er seinen Fehler wieder gut und lenkte den platziert geschossenen Ball um den Pfosten (45.).

Die Stemweder erwischten auch nach dem Wechsel den besseren Start. Mit einem tollen Kopfball versenkte Tobias Nobbe eine Flanke von Engelbrecht zum 1:2 (60.). Wieder ließen die Gäste im Anschluss einige gute Situationen liegen und hatten etwas Glück, dass Dominik Heyn nach einer rüden Grätsche gegen Krause mit der gelben Karte davon kam (63.).

Der SSV drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich und wurde belohnt. Nach feinem Doppelpass mit Florian Kröger markierte Pascal Kropp das 2:2 (85.). In dieser Situation hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite. Der Schiedsrichter wertete ein vorausgegangenes Handspiel des Torschützen nicht als entscheidend und gab den Treffer.

Nach dem folgenden Anstoß gerieten Stemwedes Joel Rybak und Florian Kröger aneinander. Kröger sah für einen Schubser die rote Karte (86.). „Aus meiner Sicht hätte es die gelbe Karte für beide auch getan“, beurteilte sein Trainer diese Szene. In Unterzahl spielten die Gastgeber voll auf Sieg, belohnten sich aber dann doch nicht. „Das Ergebnis geht schon in Ordnung wenn man das gesamte Spiel betrachtet“, meinte Stemwedes Trainer Sven Kassen nach dem Spiel, trauerte aber auch den vielen ungenutzten guten Gelegenheiten hinterher.

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