Topspiel in der Fußball-Kreisliga A: SSV verliert mit 1:4 gegen TuS Dielingen

Pr. Ströhen am Abgrund

Im umkämpften Spiel Erster gegen Vorletzter setzte sich der TuS Dielingen standesgemäß gegen den SSV Pr. Ströhen durch. - Foto: Pollex

Pr. Ströhen - Von Timon Ewald. Trotz einer engagierten Leistung wurde es nichts für den abstiegsgefährdeten SSV Pr. Ströhen in der Fußball-Kreisliga A gegen den bereits als Meister feststehenden Gast aus Dielingen. Nachdem es vor der Halbzeit lediglich 0:1 gestanden hatte, kamen die Gastgeber im zweiten Durchgang durch drei schnelle Dielinger Treffer mit 1:4 unter die Räder. Damit steht Pr. Ströhen kurz vor dem Abstieg.

Nach einer Niederlage sah es zunächst jedoch gar nicht aus. Bereits in der sechsten Minute musste TuS-Keeper Thorben Klöcker den Ball aus seinem Netz holen. Das Tor des SSV wurde jedoch von Schiedsrichter Lennart Franzrahe wegen Abseits aberkannt, da der Schuss regelwidrig abgefälscht wurde.

Die Gastgeber ließen sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen und erspielten sich in der Folge weitere hochkarätige Möglichkeiten. Etwa durch Sven Kolwey: Seinen Schuss konnte Klöcker per Fußabwehr entschärfen.

Dielingens Trainer Wolfgang Hagedorn fand deutliche Worte zur anfänglichen Leistung seiner Mannschaft: „Das Spiel hätte durchaus auch anders ausgehen können, da wir gerade in der Anfangsphase viele Abspielfehler produziert haben, was Ströhen in die Karten spielte. Bei einigen Situationen haben wir Glück gehabt.“

Die vergebenen Chancen sollten dem Abstiegskandidaten teuer zu stehen kommen, denn ab der 30. Minute fand auch Dielingen ins Spiel und wurde immer stärker. Eine Doppelchance von Stefan Lekon und Ricardo Carvalho da Costa konnte die Pr. Ströher Hintermannschaft im letzten Moment entschärfen.

Zehn Minuten später machten es Andre Sporleder und Vedat Akti besser und sorgten für die Führung der Gäste. Sporleders Distanzschuss konnte Christoph Vatthauer im Tor der Heimmannschaft noch parieren, doch Aktis Nachschuss fand den Weg ins Netz.

Kurz vor der Halbzeit hätte Christian Wüppenhorst fast das „Tor des Monats“ zum 2:0 für den TuS erzielt. Ein Befreiungsschlag des Pr. Ströher Schlussmanns landete in Höhe der Mittellinie vor den Füßen des Dielinger Außenverteidigers, der sich per Volley ein Herz nahm und abzog. Sein ambitionierter Versuch strich jedoch Zentimeter über die Querlatte.

Auch in Hälfte zwei war es ein Spiel auf beide Tore. Besonders Pr. Ströhens schnellem Stürmer Florian Kröger gelang es immer wieder, hinter die Dielinger Abwehr zu kommen und gefährliche Torabschlüsse zu produzieren. Kurz nach der Halbzeit hatte er so zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. Beim ersten Abschluss hatte er Klöcker im Dielinger Tor bereits überwunden, doch seinen Beinschuss konnte der Schlussmann im Nachfassen festhalten. Wenig später parierte Klöcker mit dem Fuß.

Wie bereits in der ersten Hälfte nutzte der Favorit die Fahrlässigkeit des Gastgebers gnadenlos aus. Während Andre Sporleder in der 61. Minute mit einem Freistoß aus spitzem Winkel noch die Latte traf, machte es sein Teamkollege Ephraim Pieper drei Minuten später besser und schob im Nachschuss zum zweiten Dielinger Tor ein. In der 66. Spielminute markierte David Schmidt das 3:0. Direkt im Anschluss besiegelte Christian Wüppenhorst mit einem Lupfer über den Torwart die Niederlage.

In der 69. Minute hätte Sporleder mit einem Freistoß noch das 5:0 folgen lassen können, doch wieder war der Querbalken im Weg. So gelang dem Underdog immerhin noch der Ehrentreffer, als der eingewechselte Christian Spreen-Ledebur freistehend einschieben konnte.

Pr. Ströhens Spielertrainer Marcell Katt gab nach der Partie nicht die Hoffnung auf den Ligaverbleib auf: „Wir sind trotz der Niederlage immer noch nicht abgestiegen. Man hat heute bereits gesehen, was wir im letzten Spiel gegen Schnathorst imstande sein werden zu leisten. Und außerdem muss unser direkter Konkurrent Börninghausen gegen Tengern spielen, wobei auch nicht feststeht, dass sie dort Punkte holen.“

Bei einem Sieg des SSV gegen Schnathorst und einer Niederlage Börninghausens müsste ein Entscheidungsspiel über Ligaverbleib und Abstieg bestimmen.

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