Regionalauswahl trifft am Wochenende auf Atlético Nacional, FC Fulham und Genua

Stemweder Pfingstturnier: „Mühlis“ gegen die Welt

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Haktan Kelkit (blaues Trikot) ist für die „Mühlis“ unter Coach Florian Haase zum zweiten Mal dabei.

Stemwede - Internationaler wird’s nicht: Beim 39. U19-Pfingstturnier des TuS Stemwede, dem Volksbank-Cup 2016, am kommenden Wochenende vom 13. bis 15. Mai bekommen es die heimischen Mühlenkreis-Kicker in ihrer Vorrunden-Gruppe mit dem FC Fulham aus England, Sampdoria Genua aus Italien und Atlético Nacional aus Kolumbien zu tun. Das sind die Teams im Überblick.

Mühlenkreisauswahl
Die Lokalmatadore. Die „Mühlis“ sind wie in jedem Jahr der Außenseiter im Teilnehmerfeld. Immerhin kann sich die A-Junioren-Elite aus den Fußballkreisen Lübbecke und Minden sicher sein, das Publikum im Rücken zu haben. Im zweiten Jahr Cheftrainer der Auswahl ist Florian Haase. Er möchte beim Cup für die ein oder andere Überraschung sorgen.

„Die Jungs sind technisch und vor allem taktisch lehrbuchmäßig ausgebildet“, freut sich Haase über die gute Arbeit in den Vereinen. Jetzt geht es ihm darum, zu sehen, wie seine taktischen Vorgaben umgesetzt werden. Er hofft, dass die Jungs möglichst lange das hohe Spieltempo der professionell ausgebildeten Konkurrenz mitgehen können. Den Auswahlspielern selbst geht es vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln – und den Profinachwuchs aus der ganzen Welt zu ärgern.

Der FC Fulham ist der englische Vertreter dieses Jahr. Die dortige Jugendarbeit wird hoch gelobt.

Club Atlético Nacional
Die Wundertüte. Mit dem Club Atlético Nacional feiert das Pfingstturnier Premiere in doppelter Hinsicht. Mit den Südamerikanern kommt nicht nur ein Turnierneuling nach Stemwede, sondern auch zum ersten Mal ein kolumbianisches Team. Atlético Nacional kommt aus Medellín, der zweitgrößten Stadt des Landes. Zuletzt konnte sich der kolumbianische Rekordmeister dreimal in Folge die Meisterschaft sichern.

Berühmte Spieler des Vereins sind unter anderem der schillernde kolumbianische Ex-Nationalkeeper René Higuita sowie Andrés Escobar, der traurige Berühmtheit erlangte, nachdem er wenige Tage nach dem Ausscheiden Kolumbiens bei der WM 1994 erschossen wurde.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass es uns gelungen ist, Atlético Nacional zu verpflichten“, sagt Christian Bäcker von der Turnierleitung. „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, wenn immer möglich auch Vereine und Nationen in Stemwede zu präsentieren, die noch nie am Pfingstturnier teilgenommen haben.“

Der kolumbianische Rekordmeister ist in der 39-jährigen Turnierhistorie das insgesamt 148. Team und vertritt die 40. Nation auf der Turnier-Weltkarte. Der Verein spielt am Wochenende nach Pfingsten noch ein U19-Turnier in den Niederlanden.

FC Fulham
Die Traditionalisten. Der englische Starter dieses Jahr kommt aus London: der Fulham Football Club. Es ist der älteste heute noch aktive Proficlub aus der Hauptstadt. Der Kontakt der Veranstalter nach Fulham bestand schon lange, jetzt konnte die Teilnahme endlich festgezurrt werden.

Atlético Nacional aus Kolumbien kommt erstmals nach Stemwede.

Zwar spielen die Profis aus Fulham aktuell nur in der zweiten englischen Liga und nicht in der Premier League, doch der Nachwuchs gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Vereinen in den höchsten Juniorenligen. In den vergangenen Jahren konnte sich der FFC gleich mehrmals die Meisterschaft in den U19-relevanten englischen Spielklassen der U18 beziehungsweise U21 holen.

Der FC Fulham spielt pro Jahr etwa 35 Turniere. Für die jungen Spieler geht es dabei darum, auch international Erfahrungen zu sammeln und zu lernen, sich im Wettkampf-Modus gegen mehrere Teams durchzusetzen.

„Englische Fußballer haben traditionell mit viel Herz gespielt, hatten dafür aber Nachholbedarf in Sachen Spielverständnis“, sagt Fulhams Akademieleiter Huw Jennings. „Das hat sich inzwischen dahingehend geändert, dass die jungen Spieler nicht nur am Ball überzeugen, sondern auch als Entscheidungsträger im Team.“

Sampdoria Genua
Der Springer. Nachdem Werder Bremen seine Teilnahme kurzfristig wegen der Endrunde um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft absagen musste, haben die Veranstalter Sampdoria Genua aus dem Hut gezaubert. Die haben bis Anfang Mai um die Playoffs der italienischen Liga gekämpft, aber knapp verpasst.

„So bitter diese Tatsache für Sampdoria ist, so schön ist sie für uns“, sagt Orgsanisator Christian Bäcker. Genua ist das erste italienische Team seit mehr als 20 Jahren beim Pfingstturnier. Letztmals war der AC Turin 1994 dabei. Bäcker: „Italiener sind immer was Besonderes, das macht unseren Mix noch bunter.“ - han/jpe

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