Mühlenkreisauswahl wird Siebter

Starke „Mühlis“ belohnen sich mit Sieg gegen Nürnberg

Riesengroßer Jubel bei der Mühlenkreisauswahl nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen den Vorjahresfinalisten 1. FC Nürnberg. Mit ein bisschen mehr Glück wäre für die Mühlis sogar noch mehr drin gewesen als das Spiel um Platz sieben. - Foto: Hanke

Stemwede - Von Maik Hanke. Der FC Fulham spiele im Jahr viele Turniere, sagte U19-Coach Steve Wigley, und trete auch gegen viele regionale Auswahl-Teams an, aber so gut wie die Mühlenkreisauswahl habe sich ihm noch nie ein lokales Team präsentiert.

Die „Mühlis“ wurden beim 39. Internationalen Pfingstturnier des TuS Stemwede mit Lob überhäuft. Und sich selbst belohnte das Team mit einem Sieg in einem dramatischen Spiel um Platz sieben gegen den 1. FC Nürnberg, das sich die Drehbuchschreiber aus Hollywood nicht hätten besser ausdenken können.

„Wir wollten unbedingt den siebten Platz erreichen“, sagte „Mühli“-Trainer Florian Haase nach dem letzten Spiel seiner Mannschaft. „Alles andere wäre wirklich bitter gewesen.“ Zu gut hatte sich seine Mannschaft präsentiert, um das Turnier mit dem letzten Platz abzuschließen – und all das nach der schlechten Turniervorbereitung mit wenigen Trainingseinheiten und dem Trubel um den Rücktritt vom zweiten Trainer Tahsin Celik.

In der Gruppenphase verlor die Auswahl zunächst zwei Spiele unglücklich mit 0:1 gegen Fulham und Sampdoria Genua, holte im dritten Spiel gegen Atlético Nacional immerhin einen Punkt. „Ich will nicht vermessen klingen, aber wir können mit vier Punkten mehr aus der Vorrunde gehen“, sagte Haase. Damit hätte die Mühlenkreisauswahl das Halbfinale erreicht. „Aber wir sind jetzt wunschlos glücklich.“

Denn im letzten Spiel des Turniers für die „Mühlis“ belohnte sich Haases Team doch noch mit einem Sieg – dem ersten „Mühlis“-Sieg seit 2012. Gegen den Vorjahresfinalisten 1. FC Nürnberg entwickelte sich ein echter Krimi. In der ersten Halbzeit gefiel Haase nicht, was er sah. Nürnberg war klar überlegen, die „Mühlis“ hielten hinten aber die Null.

Die siegreiche Mühlenkreisauswahl begräbt Torhüter Yannik Bednar unter sich. - Foto: Hanke

In der zweiten Halbzeit zeigte sich Haase und seinem Co-Trainer Felix Droste ein deutlich besseres Bild. Die „Mühlis“ hielten nicht nur mit, sondern setzten auch Akzente nach vorne und hätten in Führung gehen können. Maximilian Borchardt scheiterte nach einer guten halben Stunde mit einem Schuss an Torwart Leon Krapf. Nur Minuten später tauchte auch Ferhat Yagci frei vor dem FCN-Tor auf, ließ sich aber den Ball vom Fuß nehmen.

Dann brach die dramatische Schlussphase an. Als Nürnberg aus aussichtsreicher Position einen Freistoß in die Mauer schoss, muss ein „Mühli“ mit der Hand am Ball gewesen sein. Acht Minuten vor Spielende entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Eigentlich ein Todesurteil. Doch Yannik Bednar im Tor der Mühlenkreisauswahl parierte den Elfer glänzend.

Und nur eine Minute später lief der Konter der „Mühlis“: Ersan Keser war auf und davon, stand frei vorm Nürnberger Tor – und schoss knapp daneben. Es blieb beim 0:0. Ein Elfmeterschießen musste her.

„Ich habe vorher im Kreis gesagt, es ist völlig egal, wie es ausgeht. Wir haben ein tolles Turnier gespielt“, berichtete Trainer Haase. Aber es sollte noch besser werden: Die ersten fünf „Mühlis“ und die ersten fünf Nürnberger trafen. Dann kam erneut der große Auftritt von Torhüter Yannik Bednar.

Mit einer Flugeinlage parierte er erst den sechsten Nürnberger Versuch – und verwandelte danach mit einem kraftvollen Schuss selber für die „Mühlis“ zur um jubelten Entscheidung. „Spannender geht es nicht“, sagte Co-Trainer Felix Droste nach dem Spiel.

Feuer bei Party in Oakland - bis zu 40 Tote befürchtet

Feuer bei Party in Oakland - bis zu 40 Tote befürchtet

RB Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha BSC

RB Leipzig bleibt Erster vor Bayern und Hertha BSC

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Bartels hält Werder am Leben

Bartels hält Werder am Leben

Kommentare