Schwierige Kaderplanung bei den Rollstuhl-Basketballern

Puzzle-Arbeit für die Baskets 96 Rahden

Beim Probetraining mit der regulären Mannschaft der Baskets 96 Rahden spielten mehrere Spieler aus dem europäischen Ausland mit. - Foto: Pollex

Rahden - Von Maik Hanke. Die Baskets 96 Rahden stehen vor einem Puzzle. Wie soll der Kader für die kommende Saison in der zweiten Rollstuhl-Basketball-Bundesliga aussehen? Einige Leistungsträger brechen weg, Ersatz ist rar. Aber jetzt zeichnen sich Lösungen ab: Fünf Spieler aus Schweden, Frankreich und den Niederlanden waren bei einem Probetraining zu Gast. Einige werden wohl nach Rahden wechseln.

„Das Tryout ist sehr gut gelaufen“, sagt Stephan Rehling, Vorsitzender der Baskets. Noch gebe es zwar nichts Handfestes, sehr wahrscheinlich sei aber, dass zumindest zwei Schwedinnen die Mannschaft der Rahdener verstärken werden. „Die beiden haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen“, sagt Rehling. „Sie spielen sehr diszipliniert.“

Die Chance, dass die zwei Frauen nach Rahden wechseln, liege laut Rehling bei 80 Prozent – „eher höher“. Die Schwedinnen würden extra für den Sport nach Rahden ziehen. „Sie sind sehr interessiert, in Deutschland zu spielen. Sie wollen dazulernen und auch ihre Nationalmannschaft voranbringen.“

Sollten sich die Spielerinnen für den Wechsel entscheiden – sie haben eine Woche Bedenkzeit –, will der Verein ihnen eine Wohnung besorgen. Wie es mit einer Arbeitsstelle aussieht, ist noch unklar. Die beiden Schwedinnen sprechen kaum Deutsch.

Unklar ist auch, wie es mit den anderen Spielern vom Probetraining aussieht. Ein Franzose und eine Französin – ein Pärchen, das nur im Doppelpack kommen würde – boten einen vielversprechenden ersten Eindruck. Der Mann ist allerdings nicht behindert, und es dürfen nur zwei nicht-behinderte Spieler in einem Team stehen. Mit Martin Steinhart und Mark Beissert haben die Rahdener allerdings ihr Kontingent schon erschöpft. Das macht ein Engagement der Franzosen unwahrscheinlich.

Ein Fragezeichen steht auch noch hinter einem niederländischen Spieler. Noch ist unklar, wie der Mann nach Rahden pendeln würde und ob sich der Verein das leisten kann. Eigentlich wollte der Spieler mit einem anderen Niederländer zusammen kommen, doch der wechselt nun nach Osnabrück. „Wenn es mit den Holländern nichts wird, müssten wir uns noch mit den Franzosen einig werden“, sagt Rehling.

Die Rahdener stehen bei ihrer Kaderplanung derzeit stark unter Zugzwang. Erstens weil der der Verein mit einem vergrößerten Kader von zehn Spielern in die neue Saison gehen will. Zweitens weil die interessanten Spieler auch von vielen anderen Teams umworben werden. Und drittens weil bei den Rahdenern ein Umbruch in der Mannschaft ansteht.

Leistungsträger Jens Wibbelt hört aus zeitlichen Gründen in Rahden auf. Auch Jörg Heichel, der mit Wibbelt eine Fahrgemeinschaft gebildet hatte, hat sich entschieden, kürzer zu treten. Er wird zurück in seine Heimatregion nach Warendorf wechseln. Auch die Zukunft von Bert Freriks, der auf die 50 zugeht, sei noch unklar, berichtet Rehling.

Obwohl die Rahdener händeringend nach Spielern suchen, ist klar: Sie nehmen nicht jeden. „Wir wollen Leute haben, die bereit sind, zu lernen und mit der Mannschaft zu spielen.“ Es ist bekannt, dass das ein Grund ist, warum Len van Dort den Verein wieder verlassen muss.

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