VfB Fabbenstedt peilt im Kreisliga-Oberhaus den Klassenerhalt an /

Nicht noch einmal eine Seuchensaison mit so vielen Verletzten

VfB Fabbenstedt: Trainer Rainer Mannel, Florian Bänsch, Joel Kuhn, Robin Maschmann, Jeremy Schapowalsky, Christian Vogt, Lukas Rüter, Co-Trainer Malte Grabenkamp.  - Foto: Meier

Fabbenstedt - Beim VfB Fabbenstedt hat man scheinbar einige Lehren aus der zurückliegenden Saison gezogen. „Vor einem Jahr war ich doch sehr euphorisch an den Start gegangen. Eine junge Mannschaft mit viel Potenzial“, blickte Trainer Mannel beim Trainingsauftakt am Montagabend zurück. Potenzial steckt auch weiter in der Mannschaft, dennoch hat die Saison 2015/16 gezeigt, dass nicht alles planbar ist. Trotz aller Qualität im Kader. „Es war eine echte Seuchensaison. Am Ende ging es nur noch darum, die Klasse zu halten“, erklärt Fußballobmann Bernd Maschmann.

Am Ende rettete der VfB gerade so den Verbleib in der Fußball-Kreisliga-A. Die Erleichterung war riesengroß. Gerade in Sachen Langzeitverletzte konnten die Fabbenstedter gut mitreden. Spieler wie Timon Schmidt, Simon Vullriede oder Daniel Dyck fielen fast die komplette Spielzeit aus. In der Defensive gab es große Probleme, und in der Offensive merkte man den Fabbenstedtern die Abhängigkeit von Goalgetter Felix Droste deutlich an. Auch er konnte gerade in der Rückrunde selten verletzungsfrei spielen.

In der Offensive wurde es auch dadurch besser, dass Daniel Vogt reaktiviert wurde. „In der Phase hat uns Daniel sehr geholfen. Ich freue mich, dass er auch die kommende Saison spielen möchte“, so Mannel mit einem Lächeln. Auch der im Winter gekommene Torwart Marius-Florin Mois gab seine Zusage für die kommende Saison. „Florin war ein echter Glücksgriff. Er hatte großen Anteil am Klassenerhalt“, lobt der Trainer den Rumänen.

Eine ähnliche Zittersaison wollen die Fabbenstedter Verantwortlichen nicht noch einmal erleben. „Der Kader ist gut und wir wollen uns verbessern. Aber erst einmal müssen alle Spieler zurückkehren. Wenn das der Fall ist, werden wir einen attraktiven Fußball spielen können. Wichtig ist aber erst einmal, dass der Kader in der Breite größer geworden ist und dadurch endlich ein Konkurrenzkampf entsteht“, so Mannel.

Gleich sechs Neuzugänge konnten er und Malte Grabenkamp zum Trainingsauftakt begrüßen. Aber lediglich ein Spieler war dabei, der noch keinen VfB-Stallgeruch hat: Florian Bänsch vom SSV Pr. Ströhen. „Der Kontakt kam eher zufällig zustande. Wir waren auf Stürmersuche, und deswegen sind wir froh, dass sich Florian für einen Wechsel zum VfB entschieden hat“, erklärt Co-Trainer Grabenkamp. Mit Jeremy Schapowalsky und Christian Vogt kehrten zwei Spieler zu ihrem Heimatverein zurück. Vogt spielte zuletzt beim SC Isenstedt und wird mit seiner Schnelligkeit und Routine der jungen Fabbenstedter Mannschaft enorm weiterhelfen. Der junge Stürmer Schapowalsky konnte sich beim Bezirksligisten TuS Bruchmühlen nie so wirklich durchsetzen. Das lag zuletzt aber auch daran, dass er sich einen Kreuzbandriss zuzog und schon lange Zeit außer Gefecht ist. „Wir wissen alle, was Jeremy kann. Aber er muss erst einmal wieder richtig fit werden, und das wird noch dauern“, so Grabenkamp. Zudem verstärken Joel Kuhn, Robin Maschmann und Leon Vullriede aus der eigenen A-Jugend den Kader der ersten Mannschaft. Alle kamen bereits in der vergangenen Saison zu ihren Einsätzen.

Besonders die Stabilität der Viererkette dürfte ein Punkt in der Vorbereitung sein. „Wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert. Das lag aber sicherlich auch daran, dass wir in der Defensive immer wieder umstellen mussten. Ich hoffe, wir finden jetzt unsere Stammformation“, so Rainer Mannel. Natürlich möchte sich der Tabellendreizehnte der letzten Saison verbessern, doch mit großen Zielen hält man sich zurück. „Nicht noch einmal eine Serie mit so vielen Verletzten und möglichst schnell viele Punkte holen“, lautet Mannels Wunsch. - mm

Kader

Neuzugänge: Florian Bänsch (SSV Pr. Ströhen), Jeremy Schapowalsky (TuS Bruchmühlen), Christian Vogt (SC Isenstedt), Joel Kuhn, Robin Maschmann, Leon Vullriede (alle eigene A-Jugend)

Abgänge: kein

Trainer: Rainer Mannel

Saisonziel: Klassenerhalt (bessere Platzierung als in der letzten Saison)

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