Schwimmen: Gute Ergebnisse für die Stemwederinnen bei Internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin

Neue Bestzeiten und mehrere Top-Ten-Platzierungen

Johanna Heidemann (l.) und Annika Lekon (r.) gingen in Berlin für BSG Espelkamp an den Start.

Stemwede - Internationale Deutsche Meisterschaften (IDM) im Schwimmen im Bereich des DBS in Berlin – das bedeutete in der vorigen Woche 37 teilnehmende Nationen, rund 500 Athleten, darunter Paralympics-Sieger und Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften, ein stetig wachsendes mediales Interesse an einer paralympischen Spitzensportveranstaltung, Qualifikationswettkampf für die Paralympics in Rio – und mitten drin zwei für den BSG Espelkamp startende Stemwederinnen, Johanna Heidemann und Annika Lekon.

Motiviert von den anwesenden Spitzensportlern schwammen auch die beiden heimischen Schwimm-Asse zu hervorragenden Ergebnissen. Zwar schrammten beide mehrmals im Laufe der vier Wettkampftage am Medaillengewinn knapp vorbei, auf der Habenseite aber standen tolle Zeiten und Platzierungen, berichtet Horst Beneker, Trainer und Jugendwart beim Espelkamper Verein.

Johanna Heidemann hatte sich in der Jugend A auf fünf Strecken qualifiziert. Über 50 Meter Freistil erzielte sie in 0.39,09 Minuten ebenso eine neue Bestzeit wie über die doppelte Distanz, die sie in 1.27,72 Minuten absolvierte. Auf beiden Strecken holte sie damit eine Top-Ten-Platzierung in ihrer Startklasse. Ihre Stärken spielte sie auf den Bruststrecken aus. In 3.52,52 Minuten über 200 Meter überzeugte sie ebenso wie auf den kürzeren Distanzen. Dabei gelang ihr das Kunststück, sich sowohl über 50 Meter als auch über 100 Meter Brust für ein Finale zu qualifizieren.

Nach 0.49,63 Minuten im Vorlauf – was Platz vier in ihrer Startklasse bedeutete – steigerte sie sich im Jugend-B-Finale über 50 Meter Brust auf 0.48,73 Minuten und belegte am Ende Rang zehn. Über 100 Meter Brust erzielte sie im Vorlauf 1.52,66 Minuten – und schrammte als Vierte in ihrer Startklasse wieder knapp an einer Medaille vorbei –, im C-Finale steigerte sie sich in der Nachmittagsveranstaltung dann auf starke 1.49,69 Minuten und den achten Rang.

Annika Lekon nutzte die Veranstaltung in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark zu einem vielversprechenden Comeback. Nach fast sieben Monaten Trainings- und Wettkampfpause startete sie erst Ende April wieder mit leichtem Training, das sie allmählich steigerte, ohne bereits wieder den vollen Umfang erreicht zu haben. Testwettkämpfe vor Berlin aber ließen auf eine erfolgreiche IDM-Teilnahme hoffen – und die wurde es auch.

Leistungen wecken weitere Erwartungen

Aufgrund ihres Trainingsrückstandes hatte Trainer Horst Beneker in Absprache mit dem Landestrainer Lukas Niedenzu Annika Lekon nicht auf allen Strecken gemeldet, auf denen sie die Quailifikationsnormen erfüllt hatte – so ging sie nur auf neun Strecken an den Start. Auf den Rückenstrecken schwamm sie mit 0.52,35 Minuten beziehungsweise 1.52,05 Minuten bereits wieder nah an ihre Bestzeiten heran und holte sich jeweils Top-Ten-Platzierungen in der Jugend C. Über 200 Meter Rücken hielt sie sich in 3.53,11 Minuten in der offenen Wertung gut.

Über 50 Meter (0.41,78 Minuten) und 100 Meter Freistil (1.31,57 Minuten) verbesserte Annika Lekon sogar ihre Bestzeiten – was wiederum mit Top-Ten-Platzierungen belohnt wurde. Ihre Stärken aber spielte sie auf den längeren Strecken aus: Platz sechs in der Jugend C über 200 Meter Freistil in 3.21,29 Minuten mit der Qualifikation für das C-Finale und Platz acht in 7.01,18 Minuten über 400 Meter Freistil mit einer erneuten Final-Qualifikation. Das Jugend-B-Finale beendete sie in 7.05,91 Minuten ebenfalls als Achte, und Platz fünf gab es über 200 Meter Lagen mit der Qualifikation für das Jugend-B-Finale. Auch ohne erneute Bestzeiten konnte Annika Lekon überzeugen.

Nur um knapp eine Sekunde schrammte sie mit der Staffel 4x100 Meter Lagen an Bronze vorbei: Gemeinsam mit Isabel Goglin, Pia Huppertz und Jacqueline Herweg musste sie sich mit der NRW-Landesstaffel nur den Nationalteams aus Japan, Polen und der Vereinsmannschaft aus Potsdam geschlagen geben. Dass ihre Leistungen bereits wieder anerkannt werden, zeigt die Einladung zu einem Sichtungslehrgang des DBS Anfang Juli mit Wettkampf in Neumünster.

Die Leistungen von Johanna Heidemann und Annika Lekon bestätigen die Trainer Horst Beneker und Till Gurran (TV01 Bohmte – für den Verein starten die beiden im Bereich des DSV) in ihrer Arbeit, aber sie wecken auch Erwartungen weiterer Leistungssteigerungen bei den kommenden Wettkämpfen.

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