TuRa-Trainer wünscht sich Weiterentwicklung

Mehr Konstanz und weniger Spektakel

TuRa Espelkamps Trainer Willi Rogalsky die Kader-Verbreiterung durch die Neuzugänge (hinten v.l.) Manuel Riesen, Florian Schmidt, (hockend v.l.) Heinrich Ewert und Arthur Zoj.  - Foto: Meier

Espelkamp - Damit hatte wohl auch Willi Rogalsky nicht gerechnet. Gleich in seinem ersten Trainerjahr wurden die Nerven des 34-Jährigen einige Male gehörig auf die Probe gestellt. TuRa Espelkamp in der Saison 2015/16 – das war in vielen Fällen beste Fußball-Unterhaltung für die Zuschauer. Auch wenn man mit Platz acht in der Endabrechnung der Kreisliga A bei den „Kleeblättern“ nur bedingt zufrieden war. Dennoch waren die Alt-Espelkamper wie der TuS Gehlenbeck beteiligt, wenn es um Spiele geht, die die Zuschauer mitrissen. „Ein paar graue Haare habe ich letzte Saison schon mehr bekommen“, scherzt Rogalsky.

Auch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen kann sich der Trainer nicht erklären. Die Turaner waren das viertbeste Auswärtsteam der Liga, aber gleichzeitig waren nur der SSV Pr. Ströhen und Türk Gücü Espelkamp auf eigenem Geläuf noch schlechter. „Wir haben das in der Mannschaft auch besprochen. Keiner weiß, woran das gelegen hat. Vielleicht sollten wir den Antrag stellen, nur noch auswärts spielen zu dürfen“, so Rogalsky.

Mit der bisherigen Vorbereitung ist der 34-Jährige zufrieden. „Es ziehen alle gut mit, und die Ergebnisse passen auch. Dennoch sind es nur Testspiele“, hält Rogalsky den Ball flach. Zur Spielzeit 2016/17 wurde der Kader breiter aufgestellt – eine Erkenntnis aus der letzten Serie, als Rogalsky ein paar Mal mehr als ihm lieb war selbst die Fußballschuhe schnüren musste. „Wir brauchen einen größeren Kader, und ganz wichtig ist, dass auch die Spieler zur Stange halten, die an einem Sonntag vielleicht mal nicht spielen.“

Abgänge hat es bei der TuRa nicht gegeben. Lediglich Friedrich Lechner wird zunächst in der zweiten Mannschaft spielen. Mit Tolga Hortum (FC Oppenwehe) und Manuel Riesen (Eintracht Tonnenheide) darf sich Rogalsky über zwei externe Neuzugänge freuen, die auch schon eine gewisse Erfahrung mitbringen. Gerade von Stürmer Riesen verspricht sich der Trainer mehr Torgefahr und Flexibilität in der Offensive. Aus der eigenen zweiten Mannschaft rücken Florian Schmidt, Heinrich Ewert und Arthur Zoj in die Erste hoch.

Auch an der Seitenlinie bekommt Willi Rogalsky mehr Unterstützung. Valentin Dück fungiert als Co-Trainer. „Er kennt die Jungs und passt gut rein hier“, erklärt Rogalsky. Wie er war auch Valentin Dück zuletzt für den Stadtnachbarn Preußen Espelkamp aktiv. Nach zahlreichen Verletzungen wird Dück aber wohl nicht als Spieler zurückkehren.

In vielen Spielen deutete TuRa Espelkamp in der vergangenen Saison an, dass sie zu den Mannschaften gehört, die an einem guten Tag gegen jeden Gegner gewinnen kann. „Ich kann mir das auch nicht immer erklären. Wir müssen jetzt einfach mehr Konstanz in die Leistungen bekommen“, fordert Rogalsky. Das Saisonziel des Trainers ist relativ einfach zu verstehen. „Ich möchte, dass sich die Mannschaft spielerisch weiterentwickelt, und wenn es dann am Ende nur einen Platz in der Tabelle ausmacht, wäre es auch in Ordnung.“ Zumal auch der 34-Jährige Respekt vor den anderen Mannschaften hat. „Die Kreisliga A wird enorm ausgeglichen sein und verspricht enorm spannend zu werden“.

Spannend dürfte auch die Frage sein, wer bei den Alt-Espelkampern im Tor steht. Der erfahrende Daniel Löwen oder der junge, in der vergangenen Saison stark spielende Yannik Thie. „Da habe ich mich noch nicht entschieden. Beide befinden sich leistungsmäßig auf Augenhöhe. Vielleicht wechseln wir ja von Sonntag zu Sonntag“, scherzt der Coach.

Insgesamt freut sich Rogalsky auf seine zweite Saison als Trainer bei TuRa Espelkamp. „Man hat in der ersten Saison vieles aufgenommen. Es waren viele neue Erkenntnisse dabei. Auch die, dass man in der Kabine mal laut werden muss. Aber insgesamt macht es wirklich Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten. Etwas mehr Konstanz und dafür weniger spektakuläre Ergebnisse wären wünschenswert.“

Weiter in der Kreisliga B vertreten sein wird die zweite Mannschaft der TuRa. Hier gibt es keinen echten Trainer, wohl aber einen Teammanager: Werner Schlottmann. „Es hat sich leider niemand gefunden, der unsere zweite Mannschaft betreuen wollte“, so das TuRa-Urgestein. So wird Schlottmann das Bindeglied zwischen zweiter und dritter Mannschaft – dieses Team trainiert Schlottmann eigentlich – sein. In der Reservemannschaft, die erneut den Klassenerhalt anpeilt, sind mit Markus Berg (Preußen Espelkamp II) und Ron Petkau (SC Isenstedt II) sowie den Eigengewächsen Marcus Dück, Jonas Dridger und Tobias Wendland fünf neue Spieler im Kader. J mm

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