Fußball-Bezirksligist TuS Dielingen: Vier Erkenntnisse

Meckern auf hohem Niveau

Zufriedenheit beim TuS Dielingen: Nach dem Sieg gegen Union Minden folgte der klare Erfolg gegen den TSV Schötmar. - Foto: Hanke

Dielingen - Von Maik Hanke. Beim TuS Dielingen läuft es gut zu Saisonbeginn. Der Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga ist nach fünf Spieltagen eine von nur drei Mannschaften, die noch keine Niederlage auf dem Konto hat. Drei Siege, zwei Unentschieden und elf Punkte können sich sehen lassen. Nach dem 4:0 am Sonntag gegen den TSV Schötmar war Trainer Wolfgang Hagedorn aber nicht nur zufrieden. Zumindest vier Erkenntnisse durfte er aus dem Spiel mitnehmen.

1. Erste Motivationsprobleme

Das Pokalspiel gegen den A-Ligisten SV Schnathorst hatte der TuS Dielingen hauchdünn im Elfmeterschießen gewonnen. Der Bezirksligist hätte aber längst vorher das Spiel entscheiden müssen. Dass die Mannschaft bereits jetzt vermeintlich schwächere Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen droht, zeigte sich auch gegen Schötmar. Bereits nach dem 1:0 nach einer guten Viertelstunde schalteten die Dielinger einen Gang zurück. Trainer Wolfgang Hagedorn war damit nicht zufrieden, wurde das erste Mal in seiner Halbzeitansprache laut.

Solange die Dielinger das Spiel kontrollieren und die Ergebnisse einfahren, ist das sicher Meckern auf hohem Niveau. Nur Übermut, davor hatte bereits Dielingens Fußballfachwart Heinfried Beneker gewarnt, sollte sich bloß nicht einschleichen.

Wolfgang Hagedorn ist sich sicher, gegen Bad Salzuflen am kommenden Sonntag wird die Motivation stimmen. Immerhin ist der aktuelle Tabellendritte ein Kandidat für die Meisterschaft. Am Sonntag gibt es in Dielingen also einen echten Härtetest.

2. Gang hochschalten klappt

Mit dem Spiel seiner Mannschaft zwischen der 46. und 60. Minute gegen Schötmar war Wolfgang Hagedorn hochzufrieden. Die Dielinger spielten Vollgas nach vorne, kombinierten sich teilweise mit Direktpassspiel durch die Abwehr. Tristan Groß und zweimal Dirk Schomäker machten mit ihren Treffern gegen Schötmar alles klar. Hagedorns Mannschaft hatte die Halbzeitansprache verstanden und legte los wie die Feuerwehr. Wenn sie wollen und müssen, dann können die Dielinger also einen Gang hochschalten.

3. Abschlussschwäche bleibt

Gegen Minden und Schnathorst hakte es bereits vor dem Tor, gegen Schötmar setzte sich das fort. Viermal trafen die Dielinger zwar ins Netz, aber Hagedorn sagte: „Eigentlich hätten wir hier sechs oder acht Dinger machen müssen.“ Gegen stärkere Gegner könnte sich diese Chancenverwertung rächen.

Insgesamt ist Dielingen unter den aktuell besten sechs Mannschaften der Liga die einzige, die nur eine einstellige Zahl an Toren auf dem Konto hat: neun. Das ist ein Mittelfeldwert, zumal die Dielinger mit Lohe, Minden und Schötmar drei der vier aktuellen Tabellenletzten als Gegner hatten.

4. Konkurrenzsituation verschärft sich

Den Dielingern fehlt zwar im Moment der Knipser, der seine Chancen eiskalt verwertet, dafür zeigten sie, dass jeder treffen kann. Mit Tristan Groß, Daniel Kamolz, Dirk Schomäker, Wolfgang Hagedorn und Ephraim Pieper trafen in den vergangenen zwei Spielen fünf verschiedene Spieler ins Tor.

Und gerade im Angriff wird sich die Konkurrenzsituation weiter verschärfen. Und zwar wahrscheinlich nicht mehr durch den erhofften externen Neuzugang, sondern durchVerstärkung aus den eigenen Reihen. Vedat Akti ist zurück, spielte gegen Schötmar eine halbe Stunde. Auch Artur Seibel wird zurückerwartet.

Seibel spielte zuletzt bei der zweiten Mannschaft in der B-Liga und empfahl sich mit zwei Toren, darunter auch am Sonntag gegen den TuS Levern. Hagedorn legt viel Wert darauf, dass alle Spieler in seinem großen Kader Spielpraxis sammeln und nicht mit Pech nur bei der Bezirksliga-Mannschaft auf der Bank sitzen.

Bereits letztens hatte Hagedorn trotz der Verletzungen der Stammspieler Dirk Schomäker und Ali Döpke Spieler in die zweite Mannschaft abgeben können. Und am Sonntag konnte Hagedorn noch einmal auf Verteidiger Döpke verzichten. Neuzugang Yannik Bisanz spielte durch, auch Marcus Wessel wurde eingewechselt. Beide zeigten grundsolide Leistungen.

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