TuS Dielingen gewinnt Stemweder-Berg-Pokal

„Man sollte ihn streichen“

Der TuS Dielingen freut sich über den dritten Stemweder-Berg-Pokal in Folge – und Torwart Thorben Klöcker geht baden. - Fotos: Hanke

Levern - Von Maik Hanke. Betreuer Heinfried Beneker klatschte einmal in die Hände: „Ja, Jungs, das war eine schöne Trainingseinheit.“ Der TuS Dielingen hatte soeben das Finale des Stemweder-Berg-Pokals auf der Sportanlage in Levern gewonnen. Der knappe Jubel der Dielinger passte zur mageren Kulisse. Früher seien Hunderte Zuschauer gekommen, berichtet Beneker. Am Sonntag waren es nicht einmal hundert. „Man sollte ihn streichen meiner Meinung nach“, sagte Beneker über den Traditions-Pokal.

Eigentlich sei der TuS Dielingen im kommenden Jahr an der Reihe, das Turnier auszurichten, sagte Fußballfachwart Beneker. Aber er kündigte bereits jetzt an, die Abschaffung des Pokals bei den anderen teilnehmenden Vereinen anzuregen. „Die Rivalität ist weg“, erklärte er. Schon die Kinder aller Ortschaften kennen sich mittlerweile alle aus der Schule. Wie soll so noch eine spannende Rivalität entstehen?

Dass das Turnier seine Bedeutung verloren hat, belegte die Tatsache, dass die Junioren-Runden um den Stemweder-Berg-Pokal komplett ausfielen. Daher plante der TuS Levern kurzfristig um, entschied, Halbfinale und Finale des Senioren-Turniers direkt hintereinander auszutragen und nur jeweils 45 statt 90 Minuten spielen zu lassen.

Abkühlung für die Neuzugänge: Tristan Groß (hinten) und Dirk Schomäker entspannen nach dem Sieg mit dem TuS Dielingen.

Eine weise Entscheidung: Bei rund 30 Grad und nur einer kurzen Pause nach den Halbfinals schleppten sich die Spieler aus Dielingen und von Finalgegner SV Friesen Lembruch weitgehend über den Platz. Die Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld, Torchancen entstanden kaum. Das Tor des Tages fiel nach einer Standardsituation: Nach einem Freistoß von Neuzugäng Dirk Schomäker sprang der Ball im Gewühl an die Latte und von dort zu Ephraim Pieper, der zum 1:0 einschoss (18.). Lembruch hatte zehn Minuten vor Schluss noch die gute Chance zum Ausgleich, traf sogar ins Tor, aber Schiedsrichter Eike Schäffer entschied zu Recht auf Abseits.

Mit einem zusammengeschusterten Team ohne 14 Spieler aus der ersten Mannschaft, die gerade zur Mannschaftsfahrt auf Mallorca sind, traten die Dielinger am Sonntag an. Trotzdem reichte es für den neuen Bezirksligisten zum Turniersieg – dem dritten in Folge. Bereits 2014 und 2015 hatte Dielingen den Wanderpokal mit nach Hause genommen.

Dritter wurde am Sonntag der TSV Brockum, der nach vielen Jahren endlich einmal wieder den TuS Lemförde schlug. Die Tore beim 3:1 erzielten für Brockum Jannec Reinartz, Giorgi Avalishvili und Niklas Lübker. Für Lemförde traf Lino Dentice.

In den Halbfinals hatte sich der TuS Dielingen mit 1:0 gegen den TSV Brockum durchgesetzt, und der SV Friesen Lembruch hatte mit 5:4 nach Elfmeterschießen gegen den TuS Lemförde gewonnen.

Bereits unter der Woche ausgeschieden waren der TuS Levern, der TuS Stemwede, der FC Oppenwehe und der TuS Oppendorf.

TuS Dielingen

Thorben Klöcker, Samet Uslu, Philipp Wings, Dirk Schomäker, Sebastian Horstmann, Tristan Groß, Daniel Kamolz, Maximilian Borchardt, Ephraim Pieper, Karsten Wehrmann, Adrien Pieper, Bajram Krasniqi, Emran Gören

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