Abstieg von Union Varl aus der Fußball-Bezirksliga steht kurz bevor

Nach drei Klassenerhalten droht Varler Abschied

Am Boden: Lars Meier und Union Varl werden im kommenden Jahr wieder in der Kreisliga A antreten müssen. Einzig ein Riesen-Fußball-Wunder könnte den Abstieg verhindern. - Foto: Pollex

Varl - Von Maik Hanke. Dreimal hintereinander war die Spvgg Union Varl dem Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga von der Schippe gesprungen. Das wird in diesem Jahr nicht gelingen. Nach dem 0:4 gegen die FT Dützen und Siegen der Konkurrenz bräuchten die Varler ein Fußball-Wunder, so groß, dass es sich eigentlich verbietet, daran noch zu glauben.

Schon während des Spiels am Sonntag lagen bei den Varlern die Nerven blank. Immer wieder in der zweiten Halbzeit, als das Spiel bereits entschieden war und die Dützener den Hausherren weiter davonliefen, holten einige Varler zur Grätsche aus – ohne Chance auf den Ball. Marco Hodde und Lars Meier können von Glück sprechen, ihre Gegner nicht getroffen zu haben, sonst hätte es sicher die Gelbe oder sogar Rote Karte gegeben. Aber nicht einmal das gelang den designierten Absteigern: Selbst in diesen Momenten waren die Varler schlicht einen Schritt zu langsam. Die Geschichte eines Spiels.

Das ging bereits früh so los. In der neunten Minute drang Jan-Hendrik Giessmann in den Varler Strafraum ein, legte den Ball an Benjamin Drumann vorbei, und der ließ das Bein zu lange stehen – Elfmeter. Joshua Wlotzka verwandelte.

Die Varler rieben sich danach lange auf. Wieder einmal. Und wieder gab es trotzdem eine deutliche Niederlage. Wie bereits in den vergangenen Wochen konnte Leidenschaft alleine die spielerische Klasse der Gegner nicht ausgleichen. Nach dem 0:2 in der 61. Minute war das Spiel dann für die Varler durch, die Moral gebrochen. Dützen traf noch zweimal.

Kurz vor Schluss brannten dann auch dem Varler Jens Meier die Sicherungen durch. Er soll einem Dützener den Ball an den Kopf geworfen haben. Danach herrschte große Aufregung, Dützens Coach Torben Brandt rutschte ein Schimpfwort raus und wurde vom Schiedsrichter mit Rot des Feldes verwiesen. Auch zwischen den Spielerreihen flogen verärgerte Worte quer über das Spielfeld und bis ins Publikum. Szenen eines frustrierenden Spiels.

Union Varl ist jetzt seit seit sieben Spielen sieglos. Der Abstieg ist auch rechnerisch quasi nicht mehr zu verhindern. 15 Punkte sind noch zu vergeben, 13 Punkte beträgt der Abstand zum rettenden Ufer. Wegen des schlechten Torverhältnisses müssten die Varler die restlichen fünf Spiele allesamt gewinnen, darunter auch gegen Top-Teams wie Preußen Espelkamp und Bad Salzuflen.

Außerdem dürfte die Konkurrenz nicht mehr punkten. Dass alleine das unwahrscheinlich ist, zeigte der Sonntag auch: Mit Union Minden (4:2 gegen Schötmar) und dem TuS Lohe (3:2 in Quernheim) gewannen gleich zwei direkte Konkurrenten.

„Für mich als Trainer ändert sich gar nichts“, sagte Varls Coach Philipp Knappmeyer, der seine Elf auch für die letzten Aufgaben neu motivieren will. „Aufgeben oder nur mit halber Kraft was wegzuschenken, steht außer Frage.“ Die Varler werden absteigen – als Kämpfer.

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