0:3 gegen SV Schnathorst: TuSpo Rahden verliert auch nach Neumann-Rücktritt

Die Köpfe sind blockiert

Rahdens Eugene Oedekoven (l.), Lukas Hohmeier (r.) und Co. bekamen die Offensive des SVS zu oft nicht in den Griff. - Fotos: Pries

Rahden - Von Willi Pries. Beim TuSpo Rahden ist weiterhin Krisenstimmung angesagt. Nach dem Rücktritt von Trainer Martin Neumann verloren die Rahdener am Sonntag in der Fußball-Kreisliga A gegen den SV Schnathorst mit 0:3 (0:1) und stehen weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz. Der SVS ist jetzt Zehnter.

„Die Köpfe der Spieler sind im Moment einfach nicht frei“, sagte TuSpo-Betreuer Udo Blase, der die Rahdener beim Spiel gegen Schnathorst zusammen mit Kapitän Jan Streich an der Seitenlinie coachte. „Unter der Woche werde ich zunächst wieder das Training leiten. Es wäre aber schön, wenn der Verein eine kurzfristige Lösung finden könnte“, so Streich nach dem Spiel, bei dem er verletzungsbedingt nur eine Halbzeit mitwirken konnte.

Die Rahdener taten sich schwer, zeigten sich verunsichert und ohne Führungsspieler auf dem Platz. „Uns fehlte der unbedingte Wille“, so Jan Streich. Seine Mannschaft kam im ersten Durchgang zu einer Chance durch Sanasar Harutyunyan, der aber an SVS-Keeper Thorsten Korejtek scheiterte. Nach etwa einer halben Stunde gingen die Schnathorster in Führung. Raphael Kirschbaum stand nach einem Abpraller richtig und konnte per Kopf zum 1:0 abstauben (33.).

„Wir haben hoch gestanden und hätten unsere Chancen noch besser nutzen müssen, um das Spiel schon vorher zu entscheiden“, war SVS-Trainer Uwe Korejtek nicht ganz zufrieden mit dem ersten Durchgang. Nach der Pause suchten die Gäste die Entscheidung. Nach einer Flanke von Lukas Gött-Zink war Maurice Korff zur Stelle, traf mit seinem Kopfball aber nur den stark reagierenden Yannick Wegehöft im Rahdener Tor (53.).

Marius Schillak (unten) vom TuSpo Rahden geht gegen SVS-Spielertrainer Uwe Korejtek robust zu Werke.

Wenig später war Rahdens Keeper machtlos. Nach einer schönen Kombination tauchte Raphael Kirschbaum frei vor ihm auf und schob das Leder zum 2:0 ins Tor der Gastgeber (56.). Das Spiel schien gelaufen und die Rahdener ließen mit zunehmender Spieldauer die Köpfe hängen, auch wenn Udo Blase von der Seitenlinie immer wieder versuchte, seine Jungs aufzurichten. „Wir haben noch genug Zeit, lasst euch nicht hängen“, feuerte er sein Team an. Und fast wären die Rahdener noch einmal zurückgekommen. Nach einem einfachen Ballverlust der Gäste setzte sich Harutyunyan gegen mehrere Gegenspieler durch und legte den Ball auf Dennis Kattelmann ab. Dieser scheiterte zunächst am Schnathorster Torhüter, den Abpraller schob der aufgerückte Lukas Hohmeier nur um Zentimeter am leeren Gehäuse vorbei (65.).

Auch ein Freistoß von Albert Gerber verfehlte später das Schnathorster Tor nur knapp (73.). Danach bauten die Rahdener immer weiter ab, die Schnathorster konnten das jedoch zunächst nicht nutzen. Oft fehlte der letzte Pass und die Abgeklärtheit, um die konfus wirkenden Rahdener entscheidend zu überwinden.

Tabelle der Kreisliga A

„Gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich haben wir uns immer schwer getan. Aber am Ende haben wir das Spiel heute verdient gewonnen“, fand SVS-Spielertrainer Korejtek, der selbst über die gesamte Spielzeit mitwirkte. In der Schlussminute konnte er sich noch über den dritten Treffer seines Teams freuen. Fabian Peitzmeier musste den Ball zum 3:0 nur noch über die Linie drücken, als ihm ein Abpraller vor die Füße fiel. Der starke TuSpo-Keeper Wegehöft hatte zuvor noch toll gegen Kirschbaum retten können, war dann aber chancenlos.

„Die Mannschaft hat alles versucht, das stimmt mich zuversichtlich“, wollte Udo Blase das Positive aus dem Spiel mitnehmen. „Die Jungs haben noch die Trainergeschichte im Hinterkopf, das ist wenig hilfreich“, so Blase.

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