Noch-Bezirksligist Union Varl plant für die neue Saison in der Fußball-Kreisliga

Knappmeyer: „Abstieg? Darauf waren wir vorbereitet“

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Varls Allrounder Dominik Wehbrink lässt den Kopf beim 0:9 gegen den VfL Holsen hängen.

Varl - Von Maik Hanke. Die Köpfe und Schultern hingen. Ansonsten wirkten die Spieler von Union Varl sehr gefasst. „Darauf waren wir vorbereitet“, sagte Philipp Knappmeyer, Trainer des Fußball-Bezirksligisten, dessen Abstieg in die Kreisliga A nach der Niederlage gegen den VfL Holsen feststeht. Damit, dass sich die Varler aber mit 0:9 völlig abschießen ließen, rechnete keiner.

„Je höher die Niederlage, desto schlimmer“, sagte Knappmeyer nach dem Spiel, in dem zu Beginn nichts auf den fußballerischen Offenbarungseid seiner Elf hindeutete, der es noch werden sollte. Ungefähr eine halbe Stunde konnten die Varler recht gut mit dem Tabellensechsten aus Holsen mithalten. „Eigentlich dachte ich, das Positive überwiegt“, sagte Knappmeyer. Aber dann: Rumms, rumms, rumms, rumms. Viermal schlug Holsen noch vor der Pause zu.

Völlig konsterniert habe sein Team zur Halbzeit in der Kabine gesessen. Wie konnte das Spiel in so kurzer Zeit so eklatant aus dem Ruder laufen? Ärger herrschte bei manchen auch über die haarsträubende Art, wie das 0:1, der Beginn des Übels, fiel.

Pascal Meier und Torhüter Marcel Redeker konnten sich in der 32. Minute nicht schnell genug entscheiden, wer sich um einen Kullerball am eigenen Sechzehner kümmert. Holsens Fabio Serrone nahm ihnen die Entscheidung ab, stahl den Ball und schob ein.

Knappmeyer hatte Meier überraschend als Innenverteidiger aufgeboten. Er sollte für einen stabilen Spielaufbau von hinten heraus sorgen und überhaupt für mehr Ballbesitz. Dass es in der neuen Rolle zu Abstimmungsproblemen kommen konnte, war klar. „Wenn es in die Buxe geht, geht es auf mich“, sagte sich Knappmeyer vor dem Spiel. Jetzt geht es auf ihn. Knappmeyer stellte sich außerdem selber auf, ließ den angeschlagenen Benjamin Drumann zunächst auf der Bank. Und Knappmeyer war es selbst, der mitverantwortlich für das 0:2 nur eine Minute später war: Der Spielertrainer rutschte auf dem nassen Rasen aus und verschaffte Fabio Serrone unfreiwillig die Zeit, den Ball mit Übersicht auf Marc Schendzielorz zu spielen. Der schoss sehenswert aus 18 Metern in den Winkel. Wenige Minuten später nutzte Holsen den Schock der Hausherren zum 0:3 und 0:4.

In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft „nicht mehr so den Aufwand“ betrieben, untertrieb Knappmeyer. Holsen traf noch satte fünfmal – die Varler hatten sich ihrem Schicksal ergeben und ließen sich abschießen.

Den Kampf um den Klassenerhalt habe seine Mannschaft aber nicht gegen Holsen verloren, sagte der Trainer. Der härteste Schlag ins Kontor sei das 2:2 beim TuS Lohe gewesen, als die Varler in der Nachspielzeit den Ausgleich kassierten. Auch in der Folgewoche langte es nur zu einem 2:2 gegen den SV Kutenhausen/Todtenhausen. Danach war der Klassenerhalt nur noch grauste Theorie.

Für den Rest der Saison erwartet Knappmeyer, dass seine Mannschaft Charakter zeigt und sich anständig aus der Liga verabschiedet. Jetzt geht es aber vor allem um den Übergang zur neuen Saison.

Personell hat sich mit Blick auf die neue Serie noch nichts getan. Noch gibt es keine Zugänge, sagte Knappmeyer, aber trotz des Abstiegs auch noch keine Abgänge. Es ist damit zu rechnen, dass die Mannschaft zusammenbleibt. Jetzt aber schon vom direkten Wiederaufstieg zu sprechen, sei anmaßend, findet Knappmeyer. „Die Ziele definiere ich mit der Mannschaft zusammen“, sagte er. „Das muss ein Prozess sein.“

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