Fußballerinnen des TuS Stemwede wollen mit Gemeinschaft in der Bezirksliga bestehen

Henke: „Das ist schon eine andere Liga“

Gemeinschaft und Kampfgeist hat die Frauenmannschaft des TuS Stemwede nach oben gebracht. - Fotos: Quebe

Stemwede - Von Melanie Russ. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer Erfolgsgeschichte, die so vor vier Jahren niemand erwartet hätte. Die Frauen-Mannschaft des TuS Stemwede hat den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga perfekt gemacht – und das nur vier Jahre nach ihrer Gründung. Leicht war der Weg dahin nicht, auch wenn die überragende Bilanz von 19 Siegen und zwei Unentschieden einen Durchmarsch vermuten lassen könnte. RW Maaslingen – vor dem morgigen letzten Spieltag sechs Punkte zurück – lieferte den Stemwedern einen harten Kampf.

„Die liefen immer vor uns her, aber wir sind dran geblieben“, blickt Trainer Eike Henke auf die Meistersaison zurück. Sein Kampfgeist und seine Gemeinschaft haben den TuS Stemwede dahin gebracht, wo er jetzt steht, und sie werden in der kommenden Saison auch die wichtigsten Bausteine zum Klassenerhalt sein, sind sich Henke und seine Kapitänin Serena Fernandes Ferreira einig.

„Klar kann man über die Fitness die anderen Mannschaften vielleicht etwas ärgern, aber der Sprung ist schon enorm“, weiß Henke. Das hat ihm der kürzliche Besuch eines Bezirksligaspiels deutlich vor Augen geführt. „Das ist schon eine andere Liga.“ Einige zweite Mannschaften seien dort vertreten, die sich zur Not Verstärkung aus ihrer ersten holen könnten. Der TuS Stemwede hat diese Möglichkeit nicht und muss mit dem vorhandenen Kader zurechtkommen. Ein, zwei Spielerinnen könnten laut Henke vielleicht dazu kommen, entschieden ist aber noch nichts.

Serena Fernandes Ferreira sieht die Mannschaft, die in den vergangenen vier Jahren eng zusammen gewachsen ist („Wir sind wie eine Familie“), trotzdem gut aufgestellt. Außerdem: „Ich finde es wichtig, dass wir in der Bezirksliga auch mit den Leuten spielen, die den Aufstieg geschafft haben.“ Trotz der großen Herausforderung strahlt die Kapitänin Zuversicht aus. „Weil wir so spielen werden wie bisher, werden wir den Klassenerhalt schaffen. Wir werden auf jeden Fall alles geben.“

Von Siegen am Fließband wird sich der TuS Stemwede erst einmal verabschieden müssen. Die vor allem auch mentale Herausforderung, vier, fünf oder sechs Niederlagen am Stück wegstecken zu müssen, fürchtet die Kapitänin nicht. „Wir wissen noch genau, wie wir damals mit acht oder neun Leuten auf dem Platz gestanden haben“, erinnert Serena Fernandes Ferreira an die Anfänge, als die Mannschaft mit minimalem und unerfahrenem Kader in der Kreisliga startete.

„Die erste Saison war schon schwierig“, pflichtet Trainer Eike Henke ihr bei. Im zweiten Jahr bekam der TuS Stemwede Verstärkung durch eine Spielerin des FC Oppenwehe. Henke: „Das hat uns mehr Qualität gebracht.“ Inzwischen zählt der Kader 17 Spielerinnen, von denen neun von Anfang an dabei und einige aus der Jugend nachgerückt sind. „Da kommt gut was nach“, freut sich Henke.

Mit zunehmender Erfahrung ging die Erfolgskurve steil nach oben. Nach Platz vier in der Vorsaison war den Stemwederinnen klar, dass sie dieses Mal ganz oben mitspielen würden. „Mit dem Aufstieg haben wir aber nicht gerechnet“, gibt Serena Fernandes Ferreira zu.

Zum Abschluss der Meistersaison gibt es morgen (Anstoß 11 Uhr) noch ein Sahnestückchen, wenn der SC RW Maaslingen als Tabellenzweiter zum Spitzenspiel auf dem Wehdemer Sportplatz anreist.

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