Handball-Landesliga: TuS Wehe unterliegt HCE Bad Oeynhausen mit 32:33

Spektakuläre Schlussphase reicht nicht zum Punkt

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Ein eher seltenes Bild: Der Weher Matthias Clemens (l.) setzt sich gegen Jasmin Gojacic vom HCE Bad Oeynhausen durch. Am Ende kam Clemens auf drei Tore, Gojacic auf sechs.

Rahden - Von Maik Hanke. Am Ende war es nur ein Spektakel und kein Wunder: Trotz furioser Schlussphase mit sieben Toren am Stück haben die Handballer des TuS Wehe gestern zum Start der Rückrunde gegen den HCE Bad Oeynhausen mit 32:33 (14:17) verloren. Wehe bleibt mit 7:21 Punkten Drittletzter der Landesliga – aber Trainer Marcel Ihlenfeld blickt optimistisch nach vorn.

Die Uhr steht bei Minute 53:24. Es sind keine sieben Minuten mehr zu spielen, als Christian Engel beim aussichtslos scheinenden Zwischenstand von 25:33 den Anschlusstreffer für die Weher wirft. Es ist der Auftakt zu einer Schlussphase, die die Stadtsporthalle Rahden in einen Hexenkessel verwandelt.

Die Zuschauer peitschen die Mannschaft von Marcel Ihlenfeld nach vorne. Wie im Rausch fallen noch sechs Tore – und keines mehr für die Bad Oeynhausener, die stattdessen mit Jasmin Gojacic (Rote Karte) Torhüter Bastian Knop (Zwei-Minuten-Strafe) zwei Spieler verlieren. Zwei Sekunden vor dem Ende hat Wehe sogar noch einen Freiwurf. Pass nach außen zum Kempa-Trick – zu hoch. Bad Oeynhausen jubelt.

„Immerhin haben wir hier eine gute Show geliefert“, scherzt Marcel Ihlenfeld nach dem Abpfiff. Aber ihm ist klar: Wer sieben Treffer am Stück erzielt und trotzdem verliert, hat vorher ganz offensichtlich einiges falsch gemacht. „Wir hatten keine klare Struktur“, sagt Ihlenfeld. Nach vorne kam „kein fließender Handball“ zustanden. „Und in der Defensive fehlten ein paar Körner“, sagt der Trainer und meint die zu schwache Deckung. Insgesamt sei es über weite Strecken „Harakiri“ gewesen.

Dabei hatte Wehe ganz gut begonnen. Die Hausherren lagen mit 4:1 und 6:3 vorne. Dann fand der Tabellenvierte aus Bad Oeynhausen allmählich ins Spiel, traf sechsmal in Folge und ließ Wehe danach nicht mehr in Führung kommen.

In der ersten Hälfte konnten die Schwarz-Weißen noch mithalten. Das Spiel war ausgeglichen; mit 14:17 ging es in die Pause. Zwischen der 35. und 45. Minute brach Wehe dann völlig zusammen, verlor mehrfach leichtfertig den Ball, ließ sich in den Gegenstößen übertölpeln, vergab vorne eine Reihe von Chancen und kam hinten nicht energisch genug in die Zweikämpfe. Bad Oeynhausen zog zeitweise mit neun Toren Abstand davon.

Aber dann brach die Schlussphase an. „Bad Oeynhausen hatte das Spiel im Kopf schon gewonnen“, sagt Ihlenfeld. Seine taktische Umstellung auf ein 3-2-1-System griff, und es ging nochmal mit Tempo und Mut nach vorne. Zum Punktgewinn sollte es nicht mehr reichen.

„Ein Unentschieden wäre schon sehr schmeichelhaft gewesen“, gibt Ihlenfeld zu. Trotz der Niederlage nimmt der Coach Mut für die nächsten Spiele mit. „Eigentlich gehe ich jetzt mit einem guten Gefühl nach Hause. Die letzten zehn Minuten geben mir sehr viel Hoffnung. Die Mannschaft lebt.“ Nächsten Sonnabend geht es für den TuS Wehe zum Tabellenzehnten HT SF Senne (Anwurf: 19 Uhr).

TuS Wehe: Rüter, Hartlage - Engel (3), Hesse, Melcher (1), Tinnemeier (4/4), Sprado (2), M. Clemens (3), Hodde (4), Hensel (6), J. Bruhn (5), A. Ihlenfeld (2), F. Bruhn (2).

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