David Schmidt führt TuS Dielingen zum Sieg

Der Feldherr in der Wasserschlacht

David Schmidt (r.) lenkte beim TuS Dielingen das Spiel gegen Union Minden im zentralen Mittelfeld. Sein Trainer attestiert ihm „ein überragendes Spiel“. - Fotos: Hanke

Dielingen - Von Maik Hanke. Nach 90 Minuten sah das Spielfeld aus wie ein Schlachtfeld. Der gesamte Sportplatz des TuS Dielingen war tief zerfurcht durch Grätschen, Zweikämpfe und Schüsse. Inmitten des Feldes stand David Schmidt und klatschte mit seinen Mitspielern ab. Das Trikot mit der Nummer 10 war auf der Rückseite von oben bis unten gesprenkelt von Matsch. Kapitän Schmidt hatte am Sonntag den TuS Dielingen zum 2:1-Sieg über Union Minden in der Bezirksliga geführt. Er war der Feldherr in dieser Schlacht.

„Er hat definitiv ein überragendes Spiel gemacht“, lobte Dielingens Spielertrainer Wolfgang Hagedorn nach dem Spiel seinen zentralen Mittelfeldmann. Er sei Dreh- und Angelpunkt gewesen, habe mit viel Übersicht gespielt. Viele der Dielinger Angriffe liefen über Schmidt, der in Abwesenheit von Dirk Schomäker die Kapitänsbinde trug.

Die Dielinger, die eine starke Mannschaftsleistung zeigten, bejubelten den 2:1-Siegtreffer durch Ephraim Pieper (2.v.l.).

Als das Spiel in der ersten Halbzeit in einer Wasserschlacht zu versinken drohte, hatte Wolfgang Hagedorn schon die Befürchtung, dass es vielleicht nicht das Spiel von David Schmidt werde, der sonst bei guten Wetterbedingungen zu Höchstform auflaufe und jetzt auch noch die Bürde der Binde mit sich trug. „Er hadert oft mit sich selbst“, erklärt Hagedorn. „Dabei hat er so viel Klasse.“

Hagedorns Befürchtung war unbegründet. Schmidt navigierte seine Mannschaft durch die Pfützenlandschaft der ersten Halbzeit und wurde bei beginnendem Sonnenschein in der zweiten Halbzeit noch ganze eine Ecke stärker. Klasse sein Pass, der Stürmer Daniel Kamolz völlig frei vor dem Tor in Szene setzte – auch wenn Kamolz mit seinem Schuss am Mindener Torwart scheiterte.

Die Dielinger, die eine starke Mannschaftsleistung zeigten, bejubelten den 2:1-Siegtreffer durch Ephraim Pieper (2.v.l.).

Das 2:1 gegen Minden bedeutete den achten Punkt am vierten Spieltag für den noch ungeschlagenen Bezirksliga-Aufsteiger, der jetzt auf Rang sechs der Tabelle steht. Aber perfekt war längst nicht alles im Dielinger Spiel. Da wären zum einen die vergebenen Torchancen, die den Dielingern gegen einen stärkeren Gegner teuer hätten zu stehen kommen können.

Außerdem beklagte Wolfgang Hagedorn zu viele Ballverluste in der ersten Halbzeit. „Wir haben alles ein bisschen zu locker genommen“, meinte der Spielertrainer. Auch nach Beginn der zweiten Hälfte hätte seine Mannschaft zielstrebiger sein können. „Manche Abläufe dauern noch zu lange.“

Eine wichtige Erkenntnis dürfte für Hagedorn aber gewesen sein, dass seine Mannschaft auch Ausfälle wegstecken kann. Neben dem etatmäßigen Kapitän Dirk Schomäker fehlte auch Innenverteidiger Ali Döpke, den Stefan Lekon auf ungewohnter Position vertrat.

Für Trainer Hagedorn waren die Ausfälle kein Problem. Sein Kader sei groß genug, dass man sogar noch immer mehrere Spieler zur zweiten Mannschaft abgeben könne, und die Ersatzspieler hätten auch die nötige Klasse. „Da könnten noch Vier ausfallen“, sagte Hagedorn.

Am kommenden Sonntag gastieren die Dielinger beim noch punktlosen TSV Schötmar. Auch dort sind Punkte realistisch. „Wenn wir sechs Punkte holen würden, wäre das überragend“, sagte Hagedorn mit Blick auf die beiden Spiele gegen Minden und Schötmar. Hagedorn wich aber nicht von seiner Grundhaltung: Der TuS müsse weiterhin eher nach unten als nach oben gucken.

Noch mehr Selbstbewusstsein will sich die Hagedorn-Elf am Dienstagabend abholen. Ab 19 Uhr steigt beim SV Schnathorst aus der Kreisliga A das Viertelfinale im Kreispokal.

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