Kreisliga A: Frust beim TuSpo Rahden

Feiern statt Vorbereitung: Neumann kritisiert Spieler

Rahdens Martin Neumann (l.) hatte am Sonntag gegen den SSV Pr. Ströhen und Florian Kröger (am Ball) das Nachsehen. - Foto: Pries

Wehdem - Von Willi Pries. Eigentlich ist es nach zwei Spieltagen in der Fußball-Kreisliga A zu früh, schon über Sieger und Verlierer des Saisonauftakts zu sprechen. Trotzdem gibt es sie: TuRa Espelkamp, Aufsteiger TuS Stemwede und Vorjahres-Fast-Absteiger SSV Pr. Ströhen sind stark gestartet, beim TuSpo Rahden macht sich derweil schon erster Frust breit.

Dass es eigentlich noch zu früh für ein Urteil ist, das sieht auch TuRa Espelkamps Trainer Willi Rogalsky so, dessen Mannschaft mit zwei Siegen gegen Rahden und Blasheim optimal aus dem Startblock gekommen ist. „Wir haben zwei Spiele gewonnen. Das ist schön und wir freuen uns darüber. Und damit ist dann auch erst mal gut“, so Rogalsky nach dem Spiel am Sonntag. Dass die bislang optimale Punkteausbeute seiner Mannschaft ordentlich Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben bringt, nimmt er natürlich gerne mit.

Auch beim SSV Pr. Ströhen ist man mit zwei Siegen zum Auftakt absolut zufrieden. „Ich hatte nach dem überraschenden Sieg gegen Tengern II etwas Bedenken, dass die Mannschaft für das vermeintlich leichtere Spiel in Rahden nicht die richtige Einstellung findet. Aber es passte alles“, freute sich SSV-Spielertrainer Andre Krause nach dem deutlichen 4:0-Auswärtssieg.

Sein Team zeigte sich in allen Belangen überlegen und machte dem TuSpo vor, wie es geht. Zurück blieb ein frustrierter und ratloser TuSpo-Trainer Martin Neumann. „Es war einfach nur peinlich, was wir abgeliefert haben. Mir fehlen nach dieser Leistung die Worte“, sagte Neumann. „Was sich hier einige leisten, geht gar nicht. Da sollte sich jetzt jeder hinterfragen“, so der TuSpo-Coach, der nach dem Spiel sichtbar angefressen war.

Besonders enttäuschte ihn, dass sich am Sonntagvormittag gleich drei Spieler abgemeldet hatten und nicht zum Spiel erschienen waren. „Es scheint wichtiger zu sein, am Samstagabend feiern zu gehen, als am Sonntag auf dem Platz für den Verein zu spielen“, mutmaßte er. Ohne Punkte rangiert der TuSpo nun auf dem letzten Tabellenplatz, direkt hinter dem VfL Frotheim.

„Wir haben in der Rückrunde schon gespielt wie ein Absteiger und das setzt sich im Moment noch fort. Die Köpfe wohl sind noch nicht wieder frei“, sucht Trainer Florian Haase nach einer Erklärung. Er will den glücklosen Start aber auch nicht überbewerten. In Auftaktspielen gegen Isenstedt und Tengern Selbstvertrauen zu tanken, schien von vornherein unmöglich. „Für uns geht die Saison eigentlich erst mit dem Spiel am Samstag gegen Rahden los“, so Haase, der aber auch zugibt, nicht gerade tiefenentspannt zu sein.

Varl auf „solidem Kreisliga-Niveau“

Etwas entspannter ist man nach den hektischen letzten Wochen nun wieder bei der Spvgg Union Varl. Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Philipp Knappmeyer vor dem Saisonstart coachte der neue Übungsleiter Stefan Hartmann gegen den FC Lübbecke erstmals an der Varler Seitenlinie. Und er konnte nach dem gelungenen Auftakt entspannt lachen. „Mit dem Einstand bin ich zufrieden. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie gewinnen will und hat sich mit dem Sieg für eine gute Leistung belohnt“, so Hartmann.

Auch wenn nicht alles klappte, gelang es den Varlern, über die gesamte Spielzeit das Tempo hoch zu halten und den Gegner unter Druck zu setzen. „Wir dürfen uns aber auch nichts vormachen. Das war solide Arbeit auf Kreisliga-Niveau und mehr nicht. Aber genau das brauchen wir jetzt, um uns in der Klasse zurecht zu finden“, so Hartmann.

Der TuS Stemwede scheint sich als Aufsteiger in der neuen Spielklasse sehr schnell zu akklimatisieren. Erst gelang ein Sieg gegen den SV Schnathorst, am Sonntag folgte dann ein 3:1 bei BW Oberbauerschaft. „Wir haben mal wieder den Rückstand gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, monierte Spielertrainer Sven Kassen zwar, war aber insgesamt mit dem Auftritt seiner Jungs zufrieden.

Nach dem Gegentreffer zeigte sich Kassens Team zielstrebiger und drehte das Spiel durch zwei Treffer von Tim Varenkamp. „Die Punkte haben wir erst mal und können nun etwas entspannter in das Spiel beim SC Isenstedt gehen. Wir sollten uns aber auch nicht blenden lassen. Unser Ziel ist nach wie vor der Klassenerhalt“, sagte Sven Kassen.

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