Fußball-Bezirksliga: SC Vlotho ist nach dominanter Vorstellung neuer Tabellenführer

1:7 – Espelkamper Katastrophe im Topspiel

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Nicht nur in diesem Kopfballduell gegen Cristian Nasui waren die Vlothoer obenauf: Der neue Spitzenreiter zeigte den Adlerträgern aus Espelkamp die Grenzen auf.

Vlotho - „Die Niederlage ist auch in dieser Höhe verdient. Wir sind aufgetreten wie eine Schülermannschaft.“ Uwe Korejtek, Trainer des FC Preußen Espelkamp, fand nach der herben 1:7 (0:2)-Niederlage beim SC Vlotho im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga deutliche Worte für den erschreckend schwachen Auftritt seiner Mannschaft, die vor dem Anpfiff selbst Tabellenführer gewesen war.

Zwar liegen die Espelkamper jetzt nur einen Zähler hinter dem neuen Spitzenreiter SC Vlotho, doch von der Meisterschaft sollten die Adlerträger lieber nicht mehr träumen – zu schwach war ihre Darbietung von der ersten Minute an.

„Ich bin stolz auf mein Team, das den Matchplan super umgesetzt hat. Nun wollen wir den ersten Platz auch nicht mehr abgeben“, freute sich Vlothos erleichtert wirkender Trainer Olaf Sieweke, dem Uwe Korejtek schon kurz vor dem Abpfiff gratuliert hatte. „Wir hatten keinerlei Körpersprache, sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben nach vorne keine Torgefahr entwickelt. Bis auf Dennis Schmidt hat kein einziger Spieler seine Normalform erreicht“, konnte Uwe Korejtek nur mit dem Kopf schütteln.

Die Partie war schon zur Pause entschieden, weil die Vlothoer in der 13. Minute durch Torjäger Sascha Schmikal zum 1:0 und in der 32. Minute durch eine Lorenz-Flanke zum 2:0 in Führung lagen. Beide Male hatte Ahmet Tsingour mit unnötigen Ballverlusten Pate gestanden.

Eine Minute nach dem 2:0 ließen die Vlothoer eine Großchance durch Schmikal und Linnenbrügger liegen.

Wer nach der Pause mit dem großen Aufbäumen der Espelkamper gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Zunächst sah Benjamin Rossel auf dem Weg zu seiner geplanten Auswechslung die Gelb-Rote Karte (59.), weil er die Vlothoer Bank beleidigte – dümmer kann eine Aktion nicht sein. In Unterzahl flackerte wenig später so etwas wie Espelkamper Wut auf, als Cristian Nasui eine Harutjunjan-Vorarbeit zum 1:2 (62.) vollendete.

Doch die Freude war nur von sehr kurzer Dauer, denn in der 64. Minute markierte Sascha Schmikal nach einem Sololauf das 3:1. Zwei Zeigerumdrehungen später wehrte Espelkamps Schlussmann Dorian Beil einen von Jannik Schling getretenen Foulelfmeter (Alexander Borchard hatte Jan Linnenbrügger festgehalten) ab, doch die Vlothoer spielten sich anschließend in einen wahren Rausch. Zunächst traf der kurz zuvor eingewechselte Leon Sobottka zum 4:1 (70.) und 5:1 (83.), ehe Hannes Stegen mit einem Schlenzer in den Winkel das 6:1 folgen ließ. In der letzten Minute war erneut Sobottka per Kopf zum 7:1 zur Stelle, nachdem zuvor Jan Linnenbrügger mit einem Distanzschuss die Latte getroffen hatte.

„Diese Leistung kann man nur als Kollektiv-Ausfall bezeichnen. Wir haben überhaupt keine Sicherheit in unsere Aktionen bekommen. Für etwas Zählbares sind wir nicht in Frage gekommen. Ich bin natürlich total enttäuscht, denn so tritt man nicht in einem Spitzenspiel auf“, fasste Uwe Korejtek seine Beobachtungen zusammen.

DK

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