VfL Frotheim und TuSpo Rahden weiterhin ohne Sieg

Enttäuschung bei Frotheim

Viele Zweikämpfe prägten das Kellerduell. Hier versucht Rahdens Lukas Hohmeier, sich gegen Philip Bünemann durchzusetzen.

Frotheim - Von Willi Pries. Auch wenn es nach dem 1:1 (1:0) zwischen dem VfL Frotheim und dem TuSpo Rahden am Samstagnachmittag keinen Sieger gab, konnte sich Rahdens Coach Martin Neumann mit seinem Team als moralischer Gewinner fühlen. Beim VfL Frotheim blickte man dagegen in etwas enttäuschte Gesichter.

Vor dem Spiel hatten beide Trainer von einem richtungsweisenden Duell gesprochen. Nach zwei Spielen ohne Sieg waren beide Mannschaften schon ein wenig unter Druck und begannen entsprechend nervös. Viele verbissen geführte Zweikämpfe im Mittelfeld prägten das Spiel.

Die Rahdener, bei denen Spielertrainer Martin Neumann zuletzt deutliche Kritik geübt hatte, zeigten eine kämpferisch starke Leistung, ohne jedoch Durchschlagskraft nach vorne zu entwickeln. Das lag aber auch daran, dass die Frotheimer in der Defensive stark eingestellt waren und den Rahdenern eng auf den Füßen standen. „Nach vorne war es aber auch bei uns zu wenig. Im Ansatz gut, aber dann mit zu vielen Fehlpässen in den entscheidenden Momenten“, resümierte Frotheims Coach Florian Haase nach dem Spiel.

Nur in einem Moment war sein Team auf den Punkt konzentriert. Nach einem Foulspiel im Mittelfeld schaltete Sebastian Bollmeier am schnellsten, führte den Freistoß blitzschnell aus und schickte Florian Horstmann auf die Reise. Der konnte allein auf TuSpo-Keeper Julius Buckermann zusteuern und den Ball zum 1:0 versenken, nachdem der Torhüter den ersten Versuch noch abwehren konnte (41.). Der Treffer zählte, auch wenn die Rahdener protestierten. „Der Ball hat vor dem Freistoß nicht gelegen, sondern rollte noch und wurde direkt weitergespielt“, monierte TuSpo-Betreuer Udo Blase.

Trotz der Führung gelang es den Frotheimern im zweiten Durchgang nicht, das Spiel in den Griff zu bekommen. Die Rahdener zeigten bei hochsommerlichen Temperaturen mehr Einsatz und die Gastgeber verursachten reihenweise Freistöße und Eckbälle, die für Gefahr vor dem eigenen Tor sorgten.

Nach gut einer Stunde unterlief Janes Hußmann ein Foulspiel im eigenen Strafraum gegen Rahdens Nurettin Sari. Beim Versuch, den Ball nach einer Ecke zu klären, erwischte er den Rahdener und der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. „Das war in dieser Situation völlig unnötig. Wir waren zu zweit und der Gegenspieler stand mit dem Rücken zum Tor“, monierte Trainer Haase. Rahdens Albert Gerber trat zum Strafstoß an und verwandelte sicher zum 1:1 (60.).

Dennis Kattelmann (Mitte) hatte es mit den Rahdenern schwer, sich gegen die Frotheimer Abwehr durchzusetzen. Hier wird er von den Frotheimern Marvin Straube (links) und Nils Pferner bedrängt.

Die Gäste wirkten danach weiterhin giftiger und wollten den Siegtreffer. Nach einer guten Flanke von Eugene Oedekoven konnte Nils Pferner in höchster Not vor dem einschussbereiten Sanasar Harutyunyan klären (83.). In der Nachspielzeit hatten dann die Gastgeber plötzlich sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß. Stürmer Sebastian Bollmeier tauchte völlig frei vor dem Gäste-Tor auf, scheiterte aber am herausstürmenden TuSpo-Torhüter Buckermann (90.). „Wir können mit dem Punkt gut leben“, freute sich Rahdens Spielertrainer Neumann nach dem Spiel. „Wir haben heute alles anders gemacht als noch vor einer Woche gegen Pr. Ströhen“, lobte er sein Team. Enttäuscht war dagegen Frotheims Trainerduo Florian Haase und Christoph Meyhoff. „Ein Punkt ist viel zu wenig, so ein Spiel musst du einfach gewinnen“, so Haase. „Aber es war auch ein kleiner Schritt nach vorne, die Mannschaft hat engagiert gearbeitet und viel Einsatz gezeigt“, nahm er auch etwas Positives mit.

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