Senioren-Arbeitstag des Fußballkreises

Ehrenamt rückt in den Fokus

Fußballkreis-Vorsitzender Karl-Heinz Eikenhorst (rechts) und Wilfried Müller (links) überreichten Heinfried Beneker vom TC Dielingen die Urkunde für die Meisterschaft in der abgelaufenen Saison.  - Foto: Russ

Drohne - Von Melanie Russ. Ohne Ehrenamtliche läuft nichts in Sportvereinen. Doch die engagierten Menschen sind immer rarer gesät. Warum das so ist und wie sich der Trend umkehren lässt, veranschaulicht ein Film des DFB, mit dem Karl-Heinz Eikenhorst, Vorsitzender des Fußballkreises, am Dienstag die Senioren-Arbeitstagung in der Drohner Immenklause eröffnete. Die wesentliche Botschaft: Die Vereine müssen die Menschen persönlich ansprechen. Es reiche nicht aus, Zettel zu verteilen, so Eikenhorst.

Der Vorsitzende rückte damit gleich zu Beginn ein Thema in den Fokus, dass nach dem Wunsch des Kreisvorstandes künftig eine höhere Wertschätzung erfahren soll. Eikenhorst appellierte in diesem Zusammenhang an die Vereine des Fußballkreises, die abgesehen von Türk Gücü Espelkamp allesamt vertreten waren, ihre Ehrenamtlichen für den DFB-Ehrenamtspreis zu melden. Außerdem erinnerte er an den für den 17. September geplanten Ehrenamtstag (wir berichteten).

Auch der Fair-Play-Gedanke soll in der kommenden Spielzeit unter anderem im Rahmen von Fair-Play-Spielen weiter in den Fokus gerückt werden. Neue Impulse soll auch ein runder Tisch mit Verantwortlichen aller Vereine zum Thema fairer Umgang miteinander geben.

Die Arbeitstagung dient aber nicht allein dazu, in die Zukunft zu schauen, sie ist auch Anlass, die abgelaufene Saison Revue passieren zu lassen. Besonders in Erinnerung bleiben ohne Zweifel die Spielausfälle. „Die Saison sucht ihresgleichen“, so Eikenhorst. Die Zahlen dazu lieferte Wilfried Müller, Vorsitzender des Fußball-Ausschusses. Im Kreisliga-Oberhaus mussten 99 Begegnungen verlegt werden, in der B-Liga 103, in der C2-Liga gar 55 Prozent. Gegen die Witterung könne man nichts machen, so Eikenhorst, wohl aber hier und da vorbeugen. Das hat der Vorstand getan, indem er dieses Mal von Anfang Dezember bis Ende Februar keine Spiele angesetzt hat.

Bei den Verwarnungen verzeichnete Müller in der A-Liga bei den roten (17) und gelb-roten (35) Karten einen leichten Rückgang im Vier-Jahres-Vergleich. Eine Zunahme gab es bei den gelben (910) Karten.

Eikenhorst erneuerte in seinem Rückblick seine Kritik an der Bezirksliga-Staffeleinteilung. Die Zusage der einheitlichen 16er-Staffeln mit einer gleichen Zahl an Absteigern sei nicht umgesetzt worden. „Das werden wir noch ein paar Mal ansprechen“, schickte er in Richtung FLVW.

Zu wenig Schiedsrichter

Jörg Uphoff, Vorsitzender des Schiedsrichter-Ausschusses, legte einige Zahlen vor, die zum Teil wenig erfreulich sind. Bei aktuell 104 aktiven Schiedsrichter fehlen dem Fußballkreis 22 Unparteiische. Ihr Soll übererfüllt haben Union Varl, VfB Fabbenstedt, BW Oberbauerschaft, SV Schnathorst und TuS Nettelstedt. 18 Vereine haben ihr Soll dagegen nicht erfüllt. Dennoch liegt Uphoff für den im September beginnenden Anwärterlehrgang noch keine einzige Anmeldung vor. Als sehr bedenklich bezeichnete er, dass aus dem Fußballkreis im 16. Jahr in Folge kein Schiedsrichter in den Bezirk aufgestiegen ist.

Dietmar Meier, Vorsitzender der Kreisspruchkammer, erinnerte an die 22 Verfahren der vergangenen Saison, in denen die Kammer Sperrstrafen von 167 Wochen und 1.950 Euro (Vorjahr: 210 Euro) an Strafgeldern aussprach. Der enorme Anstieg resultiert unter anderem aus der Ahndung einer Passfälschung (600 Euro) und des Einsatzes einer nicht spielberechtigten Spielerin (400 Euro). Eine Premiere in Meiers neunjähriger Amtszeit war die Verhängung einer lebenslangen Sperre gegen einen Spieler von Türk Gücü Espelkamp III. Außerdem stellte Meier die geplante Reform der Rechts- und Verfahrensordnung vor, deren Ziel es ist, Verfahren zügiger und kostengünstiger für die Vereine abzuschließen.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Stefan Sander die Teilnehmer in Vertretung des erkrankten Wilhelm Beneker im Namen des Gastgebers TuS Dielingen begrüßt und die Hoffnung geäußert, nicht so bald wieder Ausrichter des Staffeltages zu sein. Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass die Dielinger schlechte Gastgeber wären. Aber sie sind ehrgeizig. „Wir wollen uns in der Bezirksliga festsetzen und den Fußballkreis würdig vertreten“, so Sander.

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