27:26 – Landesliga-Handballer zittern sich zum verdienten Sieg

Auswärts-Auftakt gelungen: TuS Wehe bezwingt HSG Euro

Ein Lob vom Trainer gab es für Wehes Matthias Clemens (l.), der gegen die HSG Euro ein starkes Spiel machte. - Archivfoto: Pollex

Wehe - Von Maik Hanke. Was nach 45 Minuten schon wie ein souveräner Sieg aussah, wurde in den letzten Minuten noch eine ganz schöne Zitterpartie: Mit 27:26 haben die Landesliga-Handballer des TuS Wehe am Freitagabend ihr erstes Saisonspiel auswärts bei der HSG Euro in Hille gewonnen. „Insgesamt war es ein verdienter Sieg“, sagt Wehes Trainer Marcel Ihlenfeld, „wenn auch am Ende ein bisschen glücklich.“

Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte leichte Vorteile gebenüber den Wehern. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich die HSG Euro nach gut zehn Minuten mit drei Toren ab. In den kommenden zehn Minuten liefen die Weher zwar einem Rückstand hinterher, konnten die Lücke aber wieder schließen. 10:10 hieß es nach rund 20 Minuten.

Für den Rest der ersten Hälfte blieb es knapp, wobei die Hausherren immer die Tore vorlagen und die Weher reagierten. Mit einem Freiwurf über den Block glich Pascal Wegner nur Sekunden vor Ende der ersten Hälfte zum 15:15-Pausenstand aus. „In der ersten Hälfte haben wir noch mit angezogener Handbremse im Angriff gespielt“, berichtet Ihlenfeld.

Direkt nach der Pause gingen die Weher durch einen weiteren Treffer von Pascal Wegner erstmals im Spiel in Führung – und sollten sie nicht mehr hergeben. Hinten hielt die 6:0-Abwehr, gegen die Euro keine Mittel fand, und vorne bauten die Weher Tor für Tor die Führung aus.

Fünf Minuten nach Wiederanpfiff stand es 18:16 für die Gäste, wiederum fünf Minuten später war die Führung schon auf sechs Tore angewachsen – 22:16. Gerade Steffen Lohmeier und Matthias Clemens, denen Marcel Ihlenfeld ein Sonderlob ausstellt, gingen mit klugen Angriffen voran. Nach 45 Minuten lagen die Weher kurzzeitig sogar mit sieben Toren Abstand vorne.

Doch dann gab es einen Bruch im Spiel. Jochen Clemens musste angeschlagen ausgewechselt werden – und die Weher verloren ein wenig ihre Linie und ihren Kopf. Das lag auch daran, dass die Gastgeber Steffen Lohmeier und Jonas Bruhn in Manndeckung nahmen.

„Wir haben uns dann viele dumme Zwei-Minuten-Strafen geholt“, berichtet Ihlenfeld. Sechs Spieler mussten in der Schlussviertelstunde vom Feld, sodass die Weher praktisch die gesamte Schlussphase in Unterzahl bestritten. Der souveräne Vorsprung schmolz, Euro kämpfte sich heran, lag eine Minute vor Schluss nur noch ein Tor hinter Wehe.

Wenige Sekunden vor dem Ende kam noch einmal Unruhe ins Spiel. Nach einer Unterbrechung hatte Euro noch fünf Sekunden, um vom eigenen Tor zum Abschluss aufs Gästetor zu kommen – der Zeitnehmer versäumte es allerdings, die Uhr wieder zu starten. Die Weher protestierten lautstark. „Das waren sehr emotionale Szenen“, sagt Ihlenfeld. Ein Freiwurf auf die letzte Sekunde brachte Euro aber nichts mehr.

„Wäre das Spiel nach 45 Minuten zu Ende gewesen, hätte ich die Mannschaft ganz groß gelobt“, sagt Ihlenfeld. „Über die letzte Viertelstunde werden wir reden müssen.“ Insgesamt freut sich der Trainer aber über einen hart erarbeiteten und verdienten Sieg. „Der Kampfeswille war enorm. Die Jungs wollten auf keinen Fall verlieren. Das haben sie gezeigt.“

Am kommenden Sonntag geht es mit neuem Selbstbewusstsein ins erste Heimspiel gegen den HSV Minden-Nord. Marcel Ihlenfeld: „Ich glaube, dass wir gegen Minden-Nord ein gutes Spiel sehen werden.“

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