Rallye Stemweder Berg leidet unter dem Wetter: Hälfte der Fahrer scheidet aus

2016 wie 2015: Fabian Kreim wieder nicht zu stoppen

Die Sieger der Rallye Stemweder Berg in Action: Fabian Kreim mit Beifahrer Christian Frank im Skoda Fabia R5 beim Sprung auf der Wertungsprüfung 11 in Hüllhorst. - Foto: Tyler Larkin

Stemwede - Der Sieger von 2015 ist auch der Sieger von 2016: Fabian Kreim im Skoda Fabia R5 hat die 46. ADAC Rallye Stemweder Berg gewonnen. Allerdings hatte er am vergangenen Wochenende genauso wie seine Kollegen, die Veranstalter und Helfer massiv mit den Witterungsbedingungen zu kämpfen. Angesichts schlammüberspülter Strecken wurde die Rallye nach elf Prüfungen am Sonnabendnachmittag aus Sicherheitsgründen abgebrochen.

„Das war echt verdammt schwierig“, sagte Fabian Kreim im strömenden Regen auf der Zielrampe in Lübbecke. „Es gab immer wieder stehendes Wasser an unerwarteten Stellen. Deshalb bin ich froh, hier zu sein, und mit dem Ergebnis echt sehr zufrieden. Der Abbruch war die richtige Entscheidung.“

Am Freitagabend um 18.31 Uhr wurden die 68 Rallye-Teams des Hauptfeldes auf die ersten drei Wertungsprüfungen geschickt, heißt es in einem Pressetext. An der Spitze des Feldes machte der Vorjahressieger Fabian Kreim klar, dass der Sieg nur über ihn gehen würde. Ihm folgte auf Platz zwei Dominik Dinkel im Skoda Fabia S2000.

Niklas Stötefalke aus Bad Oeynhausen im Opel Adam belegte Platz zwei in der Division 8 und kam insgesamt auf Platz 14. - Foto: Larkin

Nach einem Dreher und Problemen mit der Handbremse büßte der bis dahin Meisterschaftsführende Christian Riedemann im Peugeot 208T16 R5 gut eine halbe Minute ein. Als Dritter konnte Riedemann am Sonnabendmorgen sich mit zwei Bestzeiten wieder in Schlagdistanz zur Spitze bringen. „Dann waren wir in einer Kurve die berühmten fünf Kilometer zu schnell und rutschten so in eine Böschung, dass wir aus eigener Kraft nicht mehr freikamen“, berichtete der schnelle Mann aus Sulingen. Mit diesem Missgeschick war er aber nicht alleine, denn insgesamt sahen etwa die Hälfte der gestarteten Teams nicht die Zielflagge.

Im heftigen Dauerregen zog Fabian Kreim an der Spitze seine Kreise und nur ein Dreher, der ohne Folgen blieb, störte seine Siegesfahrt. Die Angriffe der beiden niederländischen Skoda-Fahrer Kristian Poulsen und Mark van Eldik brachten den Zweitplatzierten Dominik Dinkel nicht aus der Ruhe. Er fuhr sogar noch zwei Bestzeiten und freute sich im Ziel riesig über den zweiten Platz.

Dinkel: „Wir sind einfach nur zufrieden. Das ganze Team hat einen tollen Job gemacht. Es war teilweise grenzwertig mit den Wasserflüssen und dem Schlamm auf den Strecken. Diese schwierigen Bedingungen sind natürlich auch sehr lehrreich. Dadurch haben wir sehr viel Erfahrung für die weitere Saison gesammelt.“

Im Duell um Platz drei machte Kristian Poulsen erst auf der letzten Prüfung in Schnathorst die entscheidenden Sekunden gegenüber Mark van Eldik gut. „Trotz der neunjährigen Rallye-Pause hat es von Beginn an wieder perfekt gepasst“, sagte Poulsen nach dem Rennen. „Es hat auf den anspruchsvollen Prüfungen sehr viel Spaß gemacht.“

Im ADAC Rallye Masters setzte Hermann Gaßner im Mitsubishi Lancer seine Erfolgsserie fort und festigte mit dem Sieg in der Division 2 seine Gesamtführung. Der vierfache Deutsche Rallye-Meister und zweifache Sieger im ADAC Rallye Masters sagte im Ziel: „Die Prüfungen waren unter diesen Bedingungen noch viel anspruchsvoller. Mit dem vierten Divisionssieg und den damit verbundenen maximalen 100 Punkten haben wir die erste Saisonhälfte perfekt abgeschlossen. Diese Halbzeitführung ist eine gute Ausgangslage, unseren Titel erfolgreich zu verteidigen.“

Zielankunft bei der Rallye Stemweder Berg in Lübbecke: Christian Frank und Fabian Kreim (mittleres Team) gewannen vor Dominik Dinkel und Christina Kohl (links) sowie Ole Frederiksen und Kristian Poulsen. - Foto: Heermann/Collatz

Niklas Stötefalke aus Bad Oeynhausen hatte sich den Sieg in der Division 8 auf die Fahnen geschrieben. Er musste aber dem Schweden Tom Kristensson aus Extertal den Vortritt lassen. „Die Schweden haben es einfach schon im Blut, dass muss ich neidlos anerkennen“, sagte Stötefalke im Ziel. „Aber auf den schnellen Asphaltprüfungen bei der Rallye in Thüringen werden wir wieder angreifen.“

Ein breites Lächeln hatte Holger Knöbel aus Rheda-Wiedenbrück auf dem Gesicht, denn sein erster richtiger Masters-Einsatz mit dem Renault Clio endete auf Platz zwei in der Division 5. „Wir haben hier unter sehr schwierigen Bedingungen ein Top-Ergebnis herausgefahren, damit bin ich sehr zufrieden. Ich freue mich schon jetzt auf die Rallye im nächsten Jahr bei hoffentlich besseren äußeren Bedingungen.“

Mit ihrem Sieg in der Division 3 zeigten Heinz-Otto Sagel (Brakel) und Richard Lüke (Schloß Holte-Stukenbrock), dass auch mit einer „Heckschleuder“ wie dem Porsche 911 SC bei derartigen Wetterbedingungen Erfolge möglich sind.

Für 2017 hoffen die Veranstalter vor allem auf besseres Wetter. Dann hätten auch die mehr als 300 eingesetzten Sportwarte der Streckensicherung, Zeitnehmer, Rundenzähler, Rallye-Ärzte, Rettungssanitäter, Feuerwehrleute und Sicherheitskräfte bessere Arbeitsbedingungen – und es würden auch mehr Zuschauer kommen.

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