Seckenhausens Trainer Dirk Hofmann freut sich aber über „Neue“

Wunschlos glücklich in die neue Liga

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Ron König (vorn links), Philip Kleingärtner (vorn rechts) und Finn-Erik Höft (kl. Bild) wollen sich bei Seckenhausens Trainer Dirk Hofmann einen Stammplatz erkämpfen. 

Seckenhausen - Von Cord Krüger. Normalerweise haben Trainer immer einen Wunschzettel – und mag der Saisonstart noch so kurz bevor stehen. Dirk Hofmann zählt nicht zu jenen Übungsleitern, die vehement Verstärkungen einfordern und auf allen Positionen doppelt besetzt sein wollen. „Ich freue mich über jeden einzelnen Neuzugang – aber ich wäre auch ohne Verstärkungen ganz beruhigt in die neue Serie gegangen“, stellt der Coach der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst klar. Das klingt beneidenswert – vor allem für einen Aufsteiger in die Bezirksliga.

So blieb es bei bisher drei frischen Fußballern für den ansonsten so zusammen gebliebenen Kader des Kreisliga-Vizemeisters. Das ohnehin schon niedrige Durchschnittsalter sinkt durch Ron König nun nochmals – und Hofmann freut sich über das Eigengewächs aus der U 19 der JSG Stuhr/Seckenhausen. „Ron ist ein kleiner, wuseliger Spieler und ungemein trickreich“, sagt der 47-Jährige über den Jungen, der „eigentlich überall einsetzbar wäre – nur nicht als Torwart oder Innenverteidiger“, urteilt der Ex-Profi. Beim A-Jugend-Bezirksligisten wirbelte der 18-Jährige meist auf der rechten Mittelfeldseite. „Ron könnte noch bei den A-Junioren spielen, aber ich bin guter Dinge, dass wir ihn bei uns im Herrenbereich integrieren können – wenn er so in der Spur bleibt wie bisher“, sagt Hofmann.

Der zweite Neuzugang aus der Region heißt Philip Kleingärtner. „Das ist ein typischer Sechser, der aber auch als Zehner infrage käme“, meint Hofmann über den Mittelfeldmann vom Bremer Bezirksligisten SC Weyhe: „Philip hat einen starken rechten Fuß, er bringt aber noch körperliche Defizite mit. Da muss schon noch einiges von ihm kommen“, fordert der TSG-Coach.

Von etwas weiter her kommt Finn-Erik Höft. Torhüter Malte Wolpmann hatte ihm einen Wechsel vom SC Hohenaspe aus Schleswig-Holstein schmackhaft gemacht. „Er hat eine gute Vorbereitung gezeigt“, lobt Hofmann den Mittelfeld-Arbeiter, der als Sechser, aber auch als Rechts- und Linksaußen in Betracht käme: „Finn ist ein sehr williger Spieler und überaus ehrgeizig.“

Hoffentlich nicht zu ehrgeizig, denn eins stellt der Aufstiegstrainer klar: „Grätschen ist bei uns verboten – auch im Training. Das kostet im Kreisspiel eine Doppel-Runde!“ Nicht umsonst ist die TSG das fairste Team im Landkreis Diepholz geworden – und mit nur 16 Gelben Karten in 30 Kreisliga-Partien wahrscheinlich sogar das vorbildlichste in Niedersachsen. In der vorvergangenen Saison sprang landesweit der zweite Platz heraus, für die abgelaufene Serie liegt die Endabrechnung noch nicht vor.

„Wir versuchen, den Spielern eben andere Werkzeuge an die Hand zu geben, als durch ein Foul bestimmte Situationen zu lösen“, schildert Hofmann, zu aktiven Zeiten als Mittelfeld-Abräumer bei Bundesligist Borussia Dortmund, beim damaligen Zweitligisten VfL Osnabrück und der Spielvereinung Unterhaching für eine eher rustikale Gangart bekannt. Seckenhausens Herangehensweise gefällt dem A-Lizenz-Inhaber deutlich besser: „Dadurch mussten wir niemanden durch Sperren ersetzen.“

Die personellen Lücken durch Verletzungen hatten ohnehin schon gereicht. Allerdings imponierte ihm, wie sein Kollektiv die längere Zwangspause von Defensiv-Routinier Torben Budelmann in der Hinserie und Mittelfeldspieler Hergen Corßen-Katenkamp in der Rückrunde kompensierte. „In der Abwehr haben Jan Dahlheuser und Eikeclaas Müller Torben hervorragend ersetzt“, nennt Hofmann als Beispiel. So blieb die für ihre Sicherheit bekannte Seckenhauser Viererkette stabil. Und vorn fand sich in Gestalt von Nico Kiesewetter endlich jemand, der die Chancen nutzte: „Nico war zuvor im defensiven Mittelfeld, aber der Angriff ist das Richtige für ihn“, stellt Hofmann klar: „Er erkennt die Situationen richtig und hat einen sehr guten Abschluss.“

Die Viererkette und das Sturmzentrum scheinen also gesetzt. Nur vom bisherigen 4-1-4-1-System weicht der TSG-Coach vorsichtshalber zugunsten der defensiveren 4-2-3-1-Variante mit zwei Sechsern vor der Abwehr ab. „Vielleicht sollten wir es nun nicht so offensiv angehen, sondern zusehen, dass wir im Zentrum erstmal sicher stehen. Es ist ja immerhin eine neue Liga“, erinnert Hofmann. Doch er geht sie äußerlich ziemlich entspannt an.

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