Dennoch im Pokal nach 0:2 gegen Titelverteidiger BSV ausgeschieden

Weyhe wirft alles in die Waagschale

Kapitän Marvin Nienstermann (vorn) ging gestern nur sehr selten zu Boden und war beim 0:2 gegen den Bremer SV der überragende Weyher Abwehrspieler. - Foto: Töbelmann

Weyhe - Von Gerd Töbelmann. Dass sich die gegnerischen Spieler untereinander mal leicht anmachen würden – damit konnte im Vorfeld der Partie nicht gerechnet werden. Zu groß schien die Überlegenheit des Titelverteidigers Bremer SV in der ersten Runde beim SC Weyhe aus der Bezirksliga zu sein. Doch der Underdog zeigte im Defensivverhalten vor 100 Zuschauern eine tolle Leistung und verlor nur mit 0:2 (0:1).

Weyhes Coach Julian Kreienhoop hatte für seine Spieler nach 90 Minuten unter brütender Hitze von fast 40 Grad in der Sonne nur Lob übrig: „Wir haben hinten toll gestanden und aus dem Spiel heraus kein Tor kassiert. Meine Jungs haben heute wirklich alles aus sich herausgeholt. Mich freut auch, dass wir nach dem 0:1 nicht auseinandergebrochen sind. Einige Konter hätten wir noch besser spielen können. Insgesamt ist der Bremer Sieg aber natürlich verdient.“ Kollege Klaus Gelsdorf, mit seinem Team am Freitagabend im Ristedter Finale um den „Württemberg-Cup“ noch 3:2-Sieger gegen Stuhr, war ebenfalls nicht unzufrieden: „Ich kann den Jungs in Sachen Spielaufbau oder Beweglichkeit keine großen Vorwürfe machen. Wir hätten vielleicht ab und an mal besser abschließen können. Das müssen wir in den Punktspielen noch besser machen.“

Gestützt auf die starke Innenverteidigung mit Marvin Nienstermann und Tim Eichhorn stand Weyhe zwar unter Druck, aber Torchancen am Fließband konnte sich der BSV nicht erspielen. Bremens Philipp Rockahr brach einige Male auf der rechten Seite durch, fand aber keine Anspielstation in der Mitte. So dauerte es bis zur 42. Minute, ehe der haushohe Favorit mit 1:0 in Führung gehen konnte. Nach einem Freistoß von Maciej Kwiatkowski passte bei Weyhe die Zuteilung nicht, so das Fritjof Rathjen recht unbedrängt zur Führung einnicken konnte.

Nach dem Wechsel vermuteten vielleicht einige der Zuschauer, dass Weyhe kräftemäßig einbrechen würde. War aber nicht so. An der Feldüberlegenheit des DFB-Pokal-Teilnehmers änderte sich zwar (natürlich) nichts, aber Weyhe schöpfte alle Defensivmittel fast optimal aus und wehrte sich nach Kräften. Und in der Offensive? Da ging natürlich nicht so viel, auch wenn sich Sturm-Alleinunterhalter Kevin Nienstermann mal vehement über die fehlende Unterstützung im Angriff beklagte. Aber das war wohl nur der Frust, dass der sonstige Weyher Topstürmer nicht viele Bälle in den Fuß bekam.

Die Musik spielte 40 Meter weiter hinten, wo sich seine Teamkollegen bis zum Schluss aufopferten, um eine Klatsche zu verhindern. Dass ihnen das auch gelang, war gestern mehr als verdient. Die halbe Mannschaft war zwei Tage zuvor Augenzeuge in Ristedt und zog wohl die richtigen Lehren aus dem Finale mit BSV-Beteiligung.

Rockahrs Bemühungen wurden fünf Minuten vor dem Ende aber doch noch belohnt, denn nach einer zu kurz abgewehrten Ecke knallte der Stürmer das Spielgerät zum 2:0 in die Maschen. Groß gestört hat das die Weyher aber nicht mehr.

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