TuS Sudweyhe geht die Saison Schritt für Schritt an

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

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Sudweyhes Trainer Uwe Behrens freut sich auf Rückkehrer (von links) Julian Heusmann sowie die beiden Neuzugänge Ben-Noah Neubert und Calvin Helms. Es fehlen Lars Hasselbring und Patrick Weniger, die sich dem TuS Sudweyhe nach einem Auslandsjahr wieder angeschlossen haben und ab August dabei sind. 

Sudweyhe - Von Arne Flügge. Vor zwei Jahren Platz vier, in der vergangenen Saison Rang drei – nach dem Gesetz der Serie müsste Fußball-Bezirksligist TuS Sudweyhe in der kommenden Spielzeit eigentlich Vizemeister werden. „Stopp“, sagt Trainer Uwe Behrens und hebt mahnend den Finger, „wir haben gerade im letzten Jahr gesehen, wie schnell die Fahrtrichtung nach unten gehen kann. Der FC Sulingen ist uns da ein warnendes Beispiel. Und wir werden nicht müde, die Spieler immer wieder darauf hinzuweisen.“

Der FC Sulingen hatte jahrelang in der Bezirksliga oben mitgespielt und auch in der abgelaufenen Spielzeit fußballerisch die Qualität gehabt, vorn dabei zu sein. Doch plötzlich ist die Mannschaft in eine Negativspirale geraten, aus der sie nicht mehr herausgekommen ist. Am Ende stand dann sogar der Abstieg. Und daher gibt TuS-Coach Behrens, der seit Beginn der Vorbereitung in Christian Mach einen gleichberechtigten Trainer an seiner Seite hat (siehe Extra-Text), die Sudweyher Ziele für die neue Saison Step by Step aus. Der erste Schritt ist, einen guten Saisonstart hinzulegen. „Das ist sehr wichtig. Im letzten Jahr haben wir den Auftakt völlig verpennt. Wer weiß, wo wir am Ende gelandet wären, hätten wir diese Punkte auch noch geholt“, so Behrens. Der zweite Schritt ist, so schnell wie möglich genügend Punkte zu holen „um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“. Erst dann könne man sich anderen Zielen widmen. Denn die Qualität im Kader ist zweifellos groß. Zwar hat in Nico Zumbruch (19 Treffer) der Toptorjäger den Verein in Richtung Bremen-Ligist TSV Melchiorshausen verlassen. „Doch ich bin sicher, dass wir das kompensieren können. Wir haben insgesamt eine sehr starke Offensive“, erklärt Behrens. Daher haben die Sudweyher auch im Sturm nicht nachgerüstet. „Wenn alle fit sind, haben wir fünf, sechs starke Offensivleute. Da müssen wir uns keine Sorgen machen.“

Kopfzerbrechen hat dem TuS Sudwehe in der vergangenen Saison vielmehr das unglaubliche Verletzungspech gemacht. „Ich hoffe, dass wir nun endlich mal von dieser Seuche verschont bleiben. Die vielen Ausfälle haben uns ziemliche Probleme bereitet“, erinnert sich der 52-Jährige. Daher haben die Sudweyher ihren Kader auch ein wenig aufgestockt. Julian Heusmann und Hannes Lüdeke waren bereits zu Jahresbeginn zurückgekehrt. Nun haben sich der in der Defensive sehr flexible Calvin Helms (TSV Schwarme) und Mittelfeldspieler Ben-Noah Neubert (TSV Weyhe-Lahausen) dem Club angeschlossen. Zudem werden Anfang August noch Außenverteidiger Lars Hasselbring und Innenverteidiger Patrick Weniger zurückerwartet. Beide hatten zuletzt ein Auslandsjahr absolviert. „Somit sind wir in der Breite noch besser aufgestellt, was natürlich auch den Konkurrenzkampf auf den einzelnen Positionen aufs Neue anheizt“, freut sich Behrens. Denn Stammplätze werden auch in diesem Jahr nicht nach den Eindrücken der abgelaufenen Saison verteilt. „Keiner darf glauben, dass es so weitergeht. Das machen wir der Mannschaft auch immer wieder klar“, sagt der Sudweyher Übungsleiter: „Unterm Strich entscheiden Leistung und Trainingsbegeisterung.“

Behrens ist sich aber sicher, dass er am Ende zusammen mit Christian Mach die Qual der Wahl haben wird. Denn die Mannschaft zieht voll mit. „Wir haben viele gut ausgebildete Spieler und eine noch sehr junge und lernwillige Truppe. Die Jungs kennen sich schon lange. Wenn wir zusammenbleiben, können wir hier in den nächsten zwei, drei Jahren etwas aufbauen, um dann auch Höheres zu erreichen“, macht Behrens deutlich, dass die Bezirksliga perspektivisch noch nicht das Ende der Fahnenstange ist: „Langfristig gesehen könnte der Aufstieg durchaus ein Thema sein.“

Doch das ist Zukunftsmusik, jetzt muss erst mal der richtige Ton für die neue Saison gefunden werden. „Wir arbeiten derzeit viel an der Fitness“, erklärt der Sudweyher Trainer. Dann sollen die Abstimmung intensiviert und das Passspiel verbessert werden. „Da können wir noch nachlegen“, sagt Behrens. Denn er weiß: „Die Liga ist in diesem Jahr wieder stark. Das wird kein Zuckerschlecken.“

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