Hackentor entscheidet Bezirkspokal-Auftritt in Sudweyhe

Die verflixte, gewitzte 7: Bauer-Nasui Wetschens Held

Ordnende Hand im defensiven Mittelfeld: Wetschens Lars Schulze, den die Sudweyher Maik Behrens, Christian Heusmann und Jonas Lüdeke (von links) hier nicht stören können. Schulze holte viele Bälle und leitete mehrere Angriffe für den Landesligisten ein. - Foto: Krüger

Sudweyhe - Von Cord Krüger. Der Mann mit der Rückennummer 7 brauchte nicht lange für seine große Szene, mit der er Dienstagabend für den TSV Wetschen das Zweitrunden-Spiel im Bezirkspokal beim TuS Sudweyhe entschied.

Umso mehr strahlte Cristian Bauer-Nasui nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg des Landesligisten beim Bezirksligisten: „Schön, das war mein erstes offizielles Tor für Wetschen, und darüber freue ich mich sehr. Wir mussten ziemlich arbeiten – vor allem in der zweiten Halbzeit. Und ein bisschen Glück war auch dabei“, urteilte der Joker. Sudweyhes Mittelfeldspieler Christian Heusmann hingegen führte die Niederlage nicht allein auf Pech oder Glück zurück: „Wetschen war einfach cleverer – und schien irgendwie wacher. Die waren meist einen Tick eher am Ball.“

Der mit einem Rumpfteam angereiste Favorit konnte sich auf Familie Heyer verlassen: Lukas, älterer Sohn von Trainer Frank Heyer, ackerte in der Doppelsechs neben Lars Schulze, der aus der A-Jugend gekommene Marcel als jüngerer der Gebrüder Heyer nahm die Linksverteidiger-Position ein, und ihr Onkel Andre Heyer gab die Spitze im Wetscher 4-2-3-1-System mit Erdal Ölge als Zehner. Futter für ihre Kollegen in der Mitte lieferten Linksaußen Nils Unger und Philipp Nüßmann auf der rechten Seite. Trotzdem blieben die ersten 20 Minuten auf beiden Seiten ereignisarm. „Über außen lief das in der ersten Halbzeit noch ganz gut, aber irgendwie kamen wir trotzdem nicht häufig genug zum Abschuss“, haderte Trainer Heyer: „Wir haben zu oft zu lange gespielt.“

Hinten hingegen stand sein Team sicher. Im Abwehrzentrum ließen zunächst Dino Maieli und Dominic Becker, später statt Becker der vorherige Rechtsverteidiger Marwin Meyer, nichts anbrennen. Und falls doch mal ein Sudweyher Angriff durchkam, war Torwart Jan Rösler zur Stelle – etwa bei einem Konter über Stephen Bohl, der präzise auf Maik Behrens flankte – doch bei dessen Schuss tauchte Rösler ebenso rechtzeitig ab (14.) wie bei Jan-Ove Bäkers Versuch nach Behrens-Vorarbeit (22.). Zwischendurch hätte Lukas Heyer treffen müssen, als er nach starker Stafette über Meyer und Ölge frei vor TuS-Keeper Jannik Theiß stand, allerdings vorbei zielte (20.). Vier Minuten vor der Pause setzte Bäker einen Distanzschuss zu hoch an. Das war es an Hochkarätern während der ersten Hälfte.

Zur Pause musste Heyer reagieren und für den angeschlagenen Ölge Cristian Bauer-Nasui bringen. Der allerdings knackte den Sudweyher Riegel! Schon in seiner zweiten Aktion schlug der Rumäne zu: Lukas Heyer hatte zuvor schön den Ball erobert, nach links zu Nüßmann herausgespielt – und dessen Flanke bugsierte Nasui mit der Hacke zum 1:0 über die Linie (50.). Nun verstärkten die Sudweyher den Druck. Malte Pirngruber hatte mit einem weiten Freistoß von rechts Pech (an Freund, Feind und langem Pfosten vorbei/61.), auch bei weiteren Versuchen fehlte die Präzision.

TuS-Trainer Uwe Behrens warf nun alles nach vorn, stellte zunächst auf ein 4-4-2 um und brachte dann noch in Romario Klausmann einen dritten Stürmer – doch es sollte nicht sein. Der größten Möglichkeit auf den Ausgleich durch einen Gewaltschuss von Bäker hing der Querbalken im Weg (86.). „Am Ende war der Sieg verdient, denn wir hatten die deutlich größeren Spielanteile“, urteilte Heyer, der nun in der dritten Runde zu Bezirksligist TuS Drakenburg reisen muss.

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

Nikolausmarkt rund um die Kirche in Dörverden

BVB schlägt Gladbach 4:1 - Hertha dreht Duell mit Wolfsburg

BVB schlägt Gladbach 4:1 - Hertha dreht Duell mit Wolfsburg

Bartels hält Werder am Leben

Bartels hält Werder am Leben

40 Jahre „Break Out“ - Party in Asendorf

40 Jahre „Break Out“ - Party in Asendorf

Meistgelesene Artikel

Die Demut der Krieger

Die Demut der Krieger

Grandios: TuS Sulingen gewinnt in Unterzahl gegen Bavenstedt

Grandios: TuS Sulingen gewinnt in Unterzahl gegen Bavenstedt

Acht Tore in 30 Minuten viel zu wenig zum Sieg

Acht Tore in 30 Minuten viel zu wenig zum Sieg

HSG Phoenix versagt in Wilhelmshaven

HSG Phoenix versagt in Wilhelmshaven

Kommentare