TuS Sulingen verarbeitet das Pokal-Aus und blickt Richtung Burgdorf

Ein Trostküsschen für den Papa

Sulingens Stürmer und Torschütze Mehmet Koc wurde nach der knappen 3:4-Niederlage gegen Regionalligist TSV Havelse von Söhnchen Can getröstet. - Foto: Flügge

Sulingen - Von Arne Flügge. Es ist mittlerweile ein Ritual: Sobald Mehmet Koc den Platz verlässt, läuft ihm Söhnchen Can in die Arme, um mit dem Papa zu knuddeln – und ihm meistens zu einem Sieg zu gratulieren. Doch am Mittwochabend musste der Kleine seinen Paps trösten.

Der hatte zwar ein Tor erzielt, dennoch verlor Fußball-Landesligist TuS Sulingen nach großem Kampf im Achtelfinale des NFV-Pokals gegen Regionalliga-Spitzenreiter TSV Havelse mit 3:4 (1:2). Und es bleibt nicht viel Zeit, dieses unglückliche Ausscheiden aus den Kleidern zu schütteln: Bereits am Sonntag (15.00) starten die Sulinger in die neue Landesliga-Saison. Gegner zum Auftakt im Sportpark ist der TSV Burgdorf.

Befürchtungen, die Sulinger könnten nun mental angeschlagen ins Spiel gegen Burgdorf gehen, zerstreute Kapitän Dennis Neumann bereits kurz nach dem Abpfiff. „Ich glaube nicht, dass uns das bittere Ausscheiden einen Knacks geben wird. Dafür sind wir gefestigt und auch stark genug.“ Außerdem habe die Mannschaft in Maarten Schops einen Trainer, „der uns gleich wieder in die richtige Richtung lenken wird. Von daher mache ich mir darüber keine Sorgen“, erklärte der Innenverteidiger.

Auch Schops glaubt fest daran, dass seine Mannschaft den Hebel am Sonntag gleich wieder umlegen kann. „Wir müssen das Positive mitnehmen“, erklärte der Belgier: „Die Jungs haben eine unglaubliche Moral gezeigt. Sie haben 90 Minuten dagegengehalten und sind immer wieder zurückgekommen. Dafür kann man ihnen nur ein Kompliment machen.“ Und Neumann erinnerte daran: „Wir haben vieles richtig gut gemacht. Jetzt geht es in der Liga richtig los, und dort wollen wir diese positiven Dinge auch gleich wieder umsetzen.“

Auf der anderen Seite wird der TuS Sulingen aber auch seine Lehren aus der Niederlage ziehen und ziehen müssen. Die da sind: Ein frühes Gegentor vermeiden, um nicht gleich einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen; bei Standards des Gegners aufmerksamer sein; über 90 Munuten in der Defensive auf der Hut sein, kompakt in der Ordnung zu stehen. „Wir haben gegen Havelse zwar nicht extrem viel zugelassen, doch manchmal haben wir ihnen Räume gelassen, die wir dann nicht mehr schnell genug schließen konnten. Und das bestraft ein Regionalligist sofort“, resümierte Trainer Schops.

Fakt sei aber auch, gegen eine so starke Mannschaft drei Tore geschossen zu haben. Eine wichtige Erkenntnis im Hinblick auf die Partie gegen Burgdorf. Denn der Gegner sei insgesamt eine schwer zu bespielende Mannschaft, wie Schops sagt: „Sie verteidigen gut geordnet und sind gefährlich bei Standards. Es ist eine Mannschaft, die nicht allzuviel zulässt.“

Die Sulinger Hoffnungen ruhen also wieder auf der Effekivität der Offensive. Mehmet Koc im Sturmzentrum jedenfalls ist nach seinem Tor gegen Havelse gerüstet. Und wenn ihm nach dem Abpfiff Söhnchen Can wieder in die Arme springt, soll es diesmal kein Trost-, sondern ein Siegerküsschen geben.

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