Landesligist schaltet Regionalliga-Neuling Lupo Martini Wolfsburg aus

TuS Sulingen feiert 3:0-Pokal-Coup

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Erkämpfte sich mehrere Bälle und war viel in Bewegung: Sulingens Stürmer Mehmet Koc (M.), der sich in dieser Szene gegen die Wolfsburger Jan-Christian Meier (l.) und David Chamorro behauptete. Er erzielte beim 3:0 das Führungstor. 

Sulingen - Von Matthias Borchardt. Coup nach einer Klasse-Leistung geglückt: Dank eines 3:0 (1:0)-Erfolges über Regionalliga-Neuling Lupo Martini Wolfsburg erreichte gestern vor 245 Zuschauern Fußball-Landesligist TuS Sulingen das Achtelfinale im Niedersachsenpokal.

„Wir haben viel getan, um das Spiel in die richtige Richtung zu lenken. Wir sind früh in die Zweikämpfe gekommen und hatten sicherlich in der einen oder anderen Situation das nötige Quäntchen Glück“, analysierte Sulingens Trainer Maarten Schops. Der Belgier richtete sofort den Blick nach vorn: „Dieser Sieg gibt uns Aufwind für die nächsten Aufgaben. Wir dürfen uns aber darauf nicht ausruhen.“ In der nächsten Runde treffen die Sulinger auf den Gewinner der Begegnung zwischen dem MTV Gifhorn und dem Regionalligisten TSV Havelse (Mittwoch, 27. Juli, 19.30 Uhr).

Mannschaftskapitän Dennis Neumann ließ sich zusammen mit Sören Sandmann das Pils schmecken: „Das ist heute ein schöner Tag. Wir waren topfit und gut eingestellt. Wir haben das Spiel auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Die Sulestädter waren von der ersten Minute an hellwach, attackierten früh und zwangen den Aufsteiger zu Fehlern. Bereits nach 66 Sekunden lenkte Wolfsburgs Steffen Dieck einen von Rajan Leymann geschossenen Ball auf Kosten einer Ecke ins Aus. Die Hausherren hatten in der Folgezeit mehr Ballbesitz. Die Wolfsburger Offensivkräfte Andrea Rizzo und Petrus Amin setzten sich gegen die Innenverteidiger Manuel Meyer und Dennis Neumann nicht durch. Amin zielte mit einem Distanzschuss neben den Kasten (17.). Das erste Tor fiel auf der anderen Seite: Nach einem Meyer-Zuspiel behauptete sich Mehmet Koc gegen zwei Wolfsburger. Der 34-Jährige erzielte mit einem von Harry Pufal abgefälschten Flachschuss das 1:0 (22.). „Wir müssen mehr laufen“, forderte Wolfsburgs Keeper Marius Sauss seine Mitspieler auf. Doch sie taten ihm bei hochsommerlichen Temperaturen den Gefallen nicht, leisteten sich zu viele Stockfehler im Spielaufbau. Aufregung gab es dann, als Schiedsrichter Benjamin Buth (Nikolausberger SC) dem Wolfsburger Jan-Christian Meier die Rote Karte (27.) zeigte. Er hatte Spielmacher Taiki Hirooka umgerissen, war letzter Mann. Den fälligen Freistoß setzte Manuel Meyer in die Mauer. In Unterzahl tauchten die Gäste nur einmal gefährlich vor dem Sulinger Kasten auf, aber Keeper David Schröder wehrte den Schuss von David Chamorro ab (32.). Kurz vor der Pause besaß Koc noch nach weitem Einwurf von Richard Sikut eine Chance, scheiterte aber mit einem Lupfer an Sauss (39.).

Gleich nach dem Wechsel hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen, aber Jona Hardt setzte die „Pille“ nach einer Hirooka-Vorlage an die Unterkante der Latte (49.). Fünf Minuten später holte der trickreiche Japaner einen Elfmeter heraus (Foul von Elvir Zverotic), den Meyer eiskalt zum 2:0 (54.) verwandelte. Es kam noch besser für den heimischen Bezirkspokalsieger: Jonas Wangler „vernaschte“ an der rechten Seite einen Wolfsburger, scheiterte zwar aus spitzem Winkel an Sauss, doch Leymann jagte den Abpraller ins Tor – 3:0 (56.). Vom amtierenden Oberliga-Meister kam danach nichts mehr. Die Gastgeber brachten den Vorsprung sicher ins Ziel. In der Endphase prüfte Nachwuchsstürmer Chris Brüggemann Sauss noch mit einem Kopfball (82.).

„Es hat alles gepasst. Wir standen gut in der Defensive und haben völlig verdient gewonnen“, strahlte Koc nach dem Abpfiff. Er feierte danach mit seinen Mitspielern den Pokal-Triumph.

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