Gebeutelter TSV Wetschen empfängt OSV Hannover

Die Suche nach Mut und Leidenschaft

Der Einsatz von Wetschens Kapitän Nils Unger (rechts) morgen gegen den OSV Hannover ist fraglich. - Foto: Flügge

Wetschen - Von Arne Flügge. Sie wollten mutig in die neue Saison gehen, die Euphorie vom Last-Minute-Klassenerhalt mit hinüber retten und vor allem diesmal verletzungsfrei bleiben. Doch wieder einmal haben zum Saisonauftakt die personellen Probleme beim Fußball-Landesligisten TSV Wetschen erbarmungslos zugeschlagen. Die Konsequenz: Tabellenletzter, nach acht Spielen nur zwei Punkte – sieglos also noch – und ein Torverhältnis von 9:26.

„Das Verletzungspech verfolgt uns seit dem ersten Spiel. Das ist unser großes Problem“, sagt Wetschens Trainer Frank Heyer vor dem Heimspiel morgen (15.00 Uhr) gegen den OSV Hannover, „das trifft uns richtig hart. Und unser Kader ist nicht so groß, dass wir das mal eben so kompensieren können.“

Immer wieder fallen Spieler aus. Und diejenigen, die zurückkehren, sind oft noch nicht wieder ganz fit, haben wenig trainiert. „Und ich habe den Eindruck, dass sie dann auch mit angezogener Handbremse spielen, weil sie nicht wissen, ob die Kraft auch für die gesamte Spielzeit reicht“, vermutet der TSV-Coach. Das sei allerdings „irgendwo auch ein bisschen zu verstehen“.

Dennoch: Auch wenn durch Personalmangel das Spielerische auf der Strecke bleibt, so muss der TSV Wetschen den Anspruch haben, den Kampf anzunehmen. Ohne Wenn und Aber. Zuletzt beim 0:5 gegen Pattensen und davor beim 0:2 in Bad Pyrmont „hat die Mannschaft nicht mehr richtig dagegengehalten“, moniert Heyer. Das sei sicher auch ein Stück weit der Situation geschuldet. Andererseits aber müsse sein Team nun endlich auch mal die Köpfe freibekommen, um sich auf die wichtigsten Tugenden des Fußballs zu besinnen: Einsatz und Leidenschaft. „Wir müssen diese Blockade aus den Köpfen bekommen und wieder den Kampf annehmen“, fordert Heyer.

Als Tabellenelfter ist der OSV Hannover zwar ein Gegner, gegen den es nicht einfach wird. Die Gäste sind aber auch keine Übermannschaft. „Wir müssen punkten“, fordert Heyer. Klar, bei fünf Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz gibt es noch keinen Grund, die weiße Fahne zu hissen. „Und wir werden jetzt auch nicht die Segel streichen“, sagt Wetschens Trainer. Doch auch er weiß: Mit jeder Niederlage wächst der Rückstand, mit jeder Niederlage gehen die Köpfe seiner Mannschaft noch weiter runter.

Und daher erwartet Heyer, dass morgen gegen den OSV Hannover ein Ruck durch die Mannschaft geht: „Wir müssen wieder die Einstellung zu Spiel und Gegner finden, hellwach und bissig in den Zweikämpfen sein.“ Das könne man aber nur, wenn seine Spieler auch hauteng am Mann stehen. „Zuletzt standen wir zumeist einen halben Meter weg und haben den Gegner spielen lassen. Das darf sich nicht wiederholen“, stellt Heyer klar: „Jeder muss zeigen, dass er bereit ist, alles zu geben.“ Und das gehe nur über bedingungslosen Einsatz. Heyer: „Gegen eine Mannschaft mit 70 Prozent Ballbesitz kannst du gewinnen. Gegen ein Team, das 51 Prozent seiner Zweikämpfe für sich entschieden hat, verlierst zu häufig. Wir müssen kämpfen, den Abschluss suchen und unsere Chancen nutzen.“

Allerdings sind die personellen Sorgen beim TSV Wetschen nicht geringer geworden. Cristian Bauer-Nasui ist gelbgesperrt, Philipp Nüßmann (Rückenschmerzen) und Marwin Meyer (Oberschenkelprobleme) fallen aus. Fragezeichen stehen noch hinter Kapitän Nils Unger, Oliver Ihnken und Marcel Heyer.

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