„Württemberg-Cup“: Bremer SV mit Tor zum 3:2 in der 90. Minute Turniersieger

Stuhr kratzt an der Sensation

In dieser Szene hat Bremens Ole Laabs (re.) im Finale mal freie Bahn. Ansonsten war Stuhrs Mirco Müller meist hautnah dran. - Foto: töb

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Die 17. Auflage des Ristedter Fußball-Turniers um den „Württemberg-Cup“ ist schon wieder Geschichte. Favorit Bremer SV setzte sich dabei im Finale vor 550 Zuschauern erst mit einem Tor in der 90. Minute mit 3:2 gegen den Überraschungs-Finalisten TV Stuhr durch und sackte 500 Euro Siegprämie ein. Titelverteidiger Brinkumer SV enttäuschte auch gestern und mühte sich durch ein 6:5 (1:1) nach Elfmeterschießen gegen Underdog Seckenhausen zu Platz drei.

Spiel um Platz drei, Brinkumer SV - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst n.E. 6:5 (1:1): Was ist nur mit diesen Brinkumern los? Auch gestern wirkte das Team von Co-Trainer Jörg Bender (Chef Kristian Arambasic weilt beim Gothia-Cup in Schweden) blutleer und konnte sich bei den Seckenhausern in Sachen Einsatz zwei Scheiben abschneiden. Bender wirkte ziemlich ratlos: „Das war nicht unser Turnier. Einmal mehr war derjenige bei uns, der den Ball hatte, die ärmste Sau auf dem Platz. Kaum ein Spieler hat in den Tagen von Ristedt Normalform gebracht. Alle waren ziemlich verunsichert.“

Genau die entgegengesetzten Eindrücke vernahm Kollege Dirk Hofmann von seinen Mannen: „Wir haben Seckenhausen würdig vertreten, auch wenn wir gern Dritter geworden wären. Aber einem guten Bremen-Ligisten 70 Minuten Paroli zu bieten, ist schon toll. Aber auch ein Lob an den Veranstalter, der wirklich mit Herzblut hinter diesem Turnier steht, das es hoffentlich noch lange gibt.“

Der Underdog ging sogar mit 1:0 (25.) in Führung, denn nach einem Steilpass behielt Torjäger Nico Kiesewetter die Nerven. Die viel zu umständlich agierenden Brinkumer hatten erst in der 54. Minute so etwas wie eine Chance, doch Jannik Benders Freistoß zischte über den Balken. 60 Sekunden später aber war es so weit: Nach feiner Rechtsflanke erzielte Neuzugang Royhat Kaya das 1:1. Im Elfmeterschießen hatte Brinkum knapp die Nase vorn.

Finale, Bremer SV - TV Stuhr 3:2 (1:1): Man hätte den Stuhrern den Sieg wirklich gegönnt. Das Team des Trainer-Duos Stephan Stindt/Christian Meyer warf alle (fairen) kämpferischen Mittel in die Waagschale und setzte nach vorn sogar einige Nadelstiche gegen den Bremer Double-Gewinner. Und einer dieser Stiche an einem herrlichen Sommerabend saß: Nach Steilpass behielt Philipp Tonak die Nerven und überwand BSV-Keeper Christian Ahlers-Ceglarek mit einem Schuss ins kurze Eck. Unter den Augen einer großen Delegation des SC Weyhe (am Sonntag Pokal-Gastgeber für die Bremer) war der Favorit natürlich feldüberlegen und kam in der 35. Minute durch Maciej Kwiatkowski (aus fünf Metern) auch zum 1:1.

Stuhr jedoch brach nach dem Wechsel keineswegs in sich zusammen. Vafing Jabateh brachte den BSV zwar in Front (66.), aber in der 80. Minute schaffte Robin Verzagt nach Pass von Torben Drawert tatsächlich das 2:2. Als sich Spieler und Zuschauer schon auf ein Kräftemessen vom Punkt eingestellt hatten, schlug Christian Schwarz zu und erzielte in der 90. Minute noch den 3:2-Siegtreffer für den Bremer SV.

Die erste Reaktion der Verlierer war natürlich pure Enttäuschung: „Wenn man ein Finale erst in der 90. Minute verliert, dann ist das bitter. Im Elferschießen wäre alles möglich gewesen. Aber auch so bin ich stolz auf die Jungs. Und Sonntag werden die es wohl genauso sehen. Wir haben ein tolles Turnier gespielt“, sagte Stindt nach Abpfiff. Kollege Klaus Gelsdorf atmete tief durch: „Auf der Zielgeraden ist es noch einmal eng geworden. Stuhrs kompakte Deckung stand wirklich sehr gut.“

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