Viererpack für Landesligist erzielt

Stürmer Oliver Ihnken blüht in Wetschen regelrecht auf

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Traf beim 5:2 vierfach: Wetschens Stürmer Oliver Ihnken (r.). Er kommt mittlerweile auf zwölf Landesliga-Tore.

Wetschen - Von Matthias Borchardt. Keine Frage: Es war sein Spiel – Oliver Ihnken, Stürmer beim Fußball-Landesligisten TSV Wetschen, hatte maßgeblichen Anteil am 5:2-Erfolg des Aufsteigers beim TSV Burgdorf. Gleich viermal traf er. Der 22-Jährige ist im Kampf gegen den Abstieg ein Hoffnungsträger. Auch beim Last-Minute-Sieg über den TSV Barsinghausen avancierte er mit dem Tor zum 2:1 zum Matchwinner.

In Burgdorf lagen die Gäste nach einer Viertelstunde mit 0:2 zurück, doch danach drehte Oliver Ihnken auf, schaffte mit zwei „Buden“ bis zur Pause den Ausgleich und legte nach dem Wechsel gleich zwei Treffer nach. „Nach dem ersten Tor ist bei Oliver der Knoten geplatzt. Er rackert und kämpft für die Mannschaft“, lobt Wetschens Trainer Friedel Holle den Akteur mit der Nummer 17. Auch Ihnken selbst freute sich über seinen ersten Viererpack: „Das wichtigste Tor war der Alleingang zum 3:2, denn das hat dem Gegner das Genick gebrochen.“

Der gebürtige Lohner glaubt fünf Partien vor Saisonschluss an den Klassenverbleib: „Der unerwartete Sieg in Burgdorf kann noch ganz wichtig sein. Wir haben alles selbst in der Hand.“ Am kommenden Sonnabend sollen im nächsten Kellerduell daheim gegen den MTV Almstedt weitere drei Punkte auf dem Weg zum Landesliga-Verbleib eingefahren werden.

Wie geht’s mit Ihnken nach der Saison weiter? „Es ist noch nicht sicher, ob ich beim TSV Wetschen bleibe, es werden noch Gespräche geführt“, sagt der zwölffache Torschütze. Ihnken studiert in Enschede im fünften Semester International Business and Management Studies (IBMS), wohnt in Gronau und fährt dann mit dem Zug nach Holland. Während des Studiums trainiert er freitags beim TSV Wetschen mit und geht am Wochenende für den Neuling auf Torejagd. Derzeit absolviert er bei einem Unternehmen in Wetschen ein Praktikum.

Holle hält große Stücke auf den „Knipser“: „Oliver ist fußballerisch gut ausgebildet.“ Sein Können hat sich der 1,79 Meter große Angreifer in seiner Jugendzeit erarbeitet. Ihnken stieg mit vier Jahren in der „Pampersliga“ bei BW Lohne ein, kickte in seinem ersten C-Jugend-Jahr in der Regionalliga, wechselte danach zum SV Werder Bremen. Er spielte unter dem heutigen Erstliga-Trainer Viktor Skripnik in der B-Jugend-Bundesliga und hatte auch in der A-Jugend-Bundesliga in Mirko Votava einen prominenten Coach. „Am meisten habe ich bei Viktor Skripnik gelernt, denn er hat viele technische Übungen mit Ball gemacht“, sagt der Student rückblickend.

Da Ihnken nach der A-Jugend seine Zelte in Bremen abgebrochen hatte und andere Offerten nicht klappten, stand er zunächst ohne Verein da. Zwischenzeitlich wohnte er in Osnabrück, hielt sich beim Oberligisten VfL Osnabrück II unter Trainer Joe Enochs fit. Anschließend nahm der Stürmer sein Studium in Holland auf. Ihnken versuchte noch eine Spielzeit beim Kreisligisten SV Kroge-Ehrendorf sein Glück, ehe er zur Serie 2015/2016 zum TSV Wetschen wechselte.

Beim Landesligisten blüht der Stürmer regelrecht auf. Seine Stärken: Er kann den Ball halten, will immer die Zweikämpfe gewinnen und ist torgefährlich. Ihnken nennt eine Schwäche: „Manchmal bin ich zu ballverliebt.“ Im Saisonendspurt will er noch einmal alles geben. Eines versichert Wetschens Leistungsträger: „Ich bin noch nie abgestiegen. Das ist mir wichtig und soll auch so bleiben.“

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