HSG Barnstorf/Diepholz Samstag mit Rumpfkader bei SG Achim/Baden antreten

Sieben Grippekranke – da muss Rieken viel improvisieren

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Saulius Liutikas (Mitte) von der HSG Barnstorf/Diepholz ist derzeit zwar im Studienstress – doch für das morgige Auswärtsspiel bei der SG Achim/Baden überlegt sein Trainer Dag Rieken, den Rückraumakteur zu reaktivieren.

Diepholz - Bei der zweiten Welle der HSG Barnstorf/Diepholz ziehen fast alle mit – zum Bedauern von Dag Rieken aber nur bei der zweiten Grippewelle: Der Trainer des Handball-Oberligisten hat zwar seinen Infekt aus den Knochen, „aber ich habe offenbar alle angesteckt“, gesteht der Trainer mit Blick auf seine lange Ausfall-Liste. Keine guten Voraussetzungen für das Auswärtsspiel am Samstag um 19.30 Uhr beim Tabellenachten SG Achim-Baden.

Sieben Mann lagen noch am Mittwochabend flach: Allrounder Bastian Carsten-Frerichs fehlte schon bei der achtbaren 32:33-Niederlage am Freitagabend gegen die verlustpunktfreie Übermannschaft vom SV Beckdorf, danach raffte das Fieber die Außenspieler Raul Ferent, Laurynas Palevicius und Lukas Brenning, die Rückraum-Kräfte Kamil Chylinski und Tobias Meyer sowie Torhüter Jakob Kasperlik dahin. Ob sie sich die Viren allesamt bei ihrem Coach eingefangen haben, lässt sich nicht mehr zurückverfolgen. Doch wenn es so wäre, liefere dies laut Rieken den Beweis, „wie nah ich bei der Mannschaft bin . . .“

Anleihen aus der zweiten Mannschaft kommen nicht infrage, denn die Mannschaft von Spielertrainer Malte Helmerking braucht morgen beim TuS Bramsche alle Kräfte, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. „Es wäre natürlich schön für uns, jemanden wie Nils Mosel dabei zu haben“, sagt Rieken mit Blick auf den torgefährlichen Routinier. Doch seine Treffer, ein Aufstieg und damit ein künftiger Verbandsligist als Reserve der Oberliga-Männer „wären natürlich gut für uns alle“, stellt er mit Blick auf das große Ganze und das Werben um Perspektivspieler klar.

Vor zwei Wochen hatte Rieken Kevin Heemann ans Landesliga-Team abgestellt, um dessen Meisterschaftsziel zu unterstützen. „Wie wir es diesmal handhaben, wissen wir noch nicht“, sagt der HSG-Coach. Immerhin gäbe es auf Heemanns Rechtsaußenposition noch eher Alternativen als auf dem linken Flügel, auf dem der vielleicht am ehesten wieder fit zu bekommende Ferent wirbeln könnte. Finn Richter, so viel steht fest, wird dort in dieser Saison wegen seines Meniskus-Einrisses nicht mehr ins Geschehen eingreifen.

Saulius Liutikas vor dem Comeback?

Also Ferent als Linksaußen. „Dann fehlt er mir aber wieder in der Rückraum-Mitte, wo er das gegen Beckdorf gut gemacht hat“, seufzt Rieken: „Diese Lücke muss ich dann anderweitig füllen.“ Allerdings nicht in Gestalt von Youngster Bernd Pundt, denn der A-Jugendliche fehlt wegen seiner Abitur-Vorbereitungen. „Wir müssen also improvisieren – wie gegen Bremervörde. Aber da haben wir das super gelöst“, erinnert sich der B-Lizenz-Inhaber an das 29:26 von Mitte Februar.

Auch das Hinspiel gegen Achim-Baden hatte die HSG erfolgreich gestaltet. Doch Rieken warnt: „Diese Mannschaft hat zwei Gesichter: zu Hause hui und auswärts weniger gut.“ Nun muss der Tabellendritte also beim heimstarken Ex-Drittligisten antreten, bei dem Rückraum-Regisseur Florian Block-Osmers noch immer herausragt. Zusammen mit Marvin Pfeiffer in der Mitte und Dennis Summa auf der linken Seite bedeutet dies eine brandgefährliche Rückraum-Achse. Vielleicht wäre es da ein probates Mittel, Kraftklotz Saulius Liutikas zu reaktivieren. Der Lehrer hängt derzeit in Oldenburg noch ein Studium zur weiteren beruflichen Qualifiaktion an, wäre aber im HSG-Rumpfkader bestimmt eine Hilfe.

ck

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