Trainer des TuS Sulingen will Super-Vorsaison toppen

Schops spürt keinen Druck – und sieht sich gut gerüstet

Trainer Maarten Schops, sein Co-Trainer Piotr Skitek (v.l.) und Torwarttrainer Bernd Meyer (r.) freuen sich über die „Neuen“ des TuS Sulingen: Christian Hegerfeld (3.v.l.), Chris Brüggemann (4.v.l.) und Jonas Wangler (2.v.r.) verstärken nun den Landesligisten. - Foto: Krüger

Sulingen - Von Cord Krüger. Was war das für eine Saison für den TuS Sulingen! Platz drei in der Landesliga, Gewinn des Bezirkspokals – besser geht es nicht. Jedenfalls nicht in dieser sechsthöchsten Klasse. Auch Maarten Schops hat schon Stimmen im Sportpark vernommen, in denen euphorisch das Wort Aufstieg mitschwang. Doch der Trainer bleibt entspannt.

„Gewisse Ansprüche sind immer da, aber ich empfinde keinen Druck“, sagt der 40-Jährige und blickt über den Trainingsplatz, auf dem sich seine Spieler gerade einlaufen: „Wir werden jetzt einfach hart arbeiten, um so erfolgreich wie möglich zu sein.“

Dafür steht ihm fast derselbe Kader wie vor einem Jahr zur Verfügung, als Schops seine Schuhe nach mehr als 21 Jahren im Profi- und Leistungsfußball an den Nagel hängte und den nahtlosen Übergang vom Mittelfeld-Antreiber zum Trainer vollzog. Dieses Umschalten von der Rolle des Teamkollegen auf die des „Chefs“ gelang glänzend. Die Platzierungen in Liga und Poka sowie die geringe Fluktuation sprechen auch für Schops.

Verlassen haben die „Grünen“ nur die Offensivspieler Erdal Ölge und Salam Garaf sowie die Mittelfeldakteure Tim Rieckhoff und Bogdan Golgot. Allesamt Verluste, keine Frage. Doch Ölge kam in der abgelaufenen Serie verletzungsbedingt kaum noch zum Zuge und versucht es nun bei Liga-Konkurrent TSV Wetschen. Garaf hatte es seit April nicht mehr in den Kader geschafft.

Golgot zieht es zum TuS Lemförde in die 1. Kreisklasse, aber Rieckhof reißt die größte Lücke: Während seiner zwei Sulinger Jahre stand der 22-Jährige fast immer in der Startelf und kam so auf imposante 54 Landesliga-Spiele – als Linksverteidiger, im linken oder auch mal defensiven Mittelfeld. Nie gesperrt, selten verletzt. Nun versucht es die Allzweckwaffe zusammen mit Garaf bei Bremen-Ligist Bremer SV. Doch für diese beiden haben Teammanager Thorsten Neumann und das Trainerteam zwei Männer mit reichlich Erfahrung aus der Regional- und Oberliga an die Sule gelotst.

Erstens Christian Hegerfeld, seit der Jugend bis vor zwei Jahren beim BSV Rehden, danach für eine Serie beim BV Cloppenburg und zuletzt bei Weser-Ems-Landesligst BW Lohne. Der 27-Jährige ist der neue schnelle Mann für die linke Seite – vorwiegend als Außenverteidiger, aber auch im Mittelfeld einsetzbar.

Zweite namhafte Verstärkung: Jonas Wangler vom BV Cloppenburg, ein 28-Jähriger mit der Empfehlung von 121 Regionalliga- und Oberligaspielen für den BVC und VfB Oldenburg. Sulingens Stürmer Mehmet Koc hatte den Kontakt zu seinem einstigen Oldenburger Mannschaftskollegen eingefädelt. „Jonas wollte nicht mehr höherklassig spielen, und wir sind sehr froh, dass ihn unser Konzept überzeugt hat“, stellt Schops heraus: „Das ist ein Glücksfall für uns.“ Sein Co-Trainer Piotr Skitek nickt zustimmend: „Wenn man sich seine Leistungen in Cloppenburg angesehen hat, war das schon stark. Jonas hat fast immer gespielt – und wie!“

Der dritte Neuzugang des TuS ist gleichzeitig der Jüngste: Chris Brüggemann, 17-facher Torschütze für die A-Junioren des JFV RWD Rehden in der abgelaufenen Landesliga-Saison, will nun den Sprung in Sulingens Erste schaffen. Eine weitere Option für ganz vorn wäre neben Torjäger Koc allerdings auch Atsushi Waki. Richtig, jener Waki, der eigentlich schon weg war. Der Japaner wollte es höherklassig in der Regionalliga Südwest versuchen, doch das klappte nicht, so dass der Stürmer zum Trainingsauftakt wieder im Sportpark auftauchte.

„An Qualität haben wir nicht viel eingebüßt“, meint Schops: „Was wir verloren haben, konnten wir sicherlich wieder ersetzen.“ Mindestens ebenso wichtig ist ihm aber die Erkenntnis, dass sie ins Gefüge passen: „Man sieht, dass alle Jungs wieder Bock haben.“ Bock auf Arbeit, um erfolgreich zu sein.

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