Bremen-Liga: 1:2-Niederlage gegen Geestemünde 

„Pomadig“ – Melchiorshausen erwischt gebrauchten Tag

Ein Melchiorshauser beim Torabschluss – das war am Samstagnachmittag ein Bild mit Seltenheitswert. Hier zieht Nico Zumbruch mal ab, doch sein Schuss fliegt abfälscht über das Geestemünder Tor. - Foto: Wiechert

Melchiorshausen - Von Daniel Wiechert. Wilco Freund war nach dem Schlusspfiff angesäuert. Zum einen, weil der Schiedsrichter seiner Meinung nach eine zu kurze Nachspielzeit gegeben hatte, weshalb seine Mannschaft um die Chance auf einen Lucky Punch gebracht worden sei. Zum anderen, weil seine Kicker vom TSV Melchiorshausen beim 1:2 (0:2) gegen den ESC Geestemünde Fußball zum Angewöhnen geboten hatten. „Das war pomadig, teilweise sogar überheblich“, schimpfte Freund: „Das ging heute gar nicht. Da erwarte ich am Freitag eine Reaktion.“

Nur geht es dann zum Bremer SV, der Übermannschaft der Bremen-Liga. Und nach der Leistung von Samstagnachmittag dürfte allen Melchiorshauser Anhängern Böses schwanen. Gegen Geestemünde waren die Gastgeber von Beginn an nicht auf dem Platz gewesen. Kaum ein Ball kam an, der Gegner hatte viel zu viel Zeit zum Kombinieren. Und die Nicht-Leistung der Melchiorshauser wurde dementsprechend früh bestraft. Geestemündes Flemming Sager verlängerte einen Ball per Kopf in den Fuß von Eduard Kimmel, der zentral freistehend vor TSV-Keeper Jens Ruscher aus acht Metern zum 1:0 (11.) traf. Fünf Minuten später hatten die Gastgeber ihren ersten Torschuss, doch ESC-Keeper Hannes Krüger hatte mit dem mittigplatzierten Freistoß von Nico Zumbruch keine Probleme.

Aus dem Spiel heraus waren nur die Gäste gefährlich. Eine Rechtsflanke von Nils Petzke köpfte Phil Hasselbring am zweiten Pfosten stehend auf das kurze Eck, doch Ruscher klärte (19.). Eine Minute später tauchte Kimmel erneut vor dem TSV-Torwart auf, doch sein Schuss verfehlte den linken Pfosten um ein paar Zentimeter. Nach einer knappen halben Stunde durfte Geestemünde aber wieder jubeln. Fatih Arslan durfte ungestört über den halben Platz marschieren, bevor er überlegt mit links in die linke Ecke abschloss – 2:0 (29.). „Wir sind in den ersten 45 Minuten nur hinterhergelaufen“, haderte Freund: „Von vorne bis hinten haben wir keinen Zugriff bekommen. Da hat mir komplett die Bereitschaft gefehlt.“

Richtig gefährlich wurde es in der ersten Halbzeit nur einmal für Geestemünde. Zumbruch nahm sich ein Herz, ließ fünf Gegenspieler stehen, doch sein Schuss aus 15 Metern flog abgefälscht über das ESC-Tor (34.). Nach Wiederbeginn machte die erste Szene Mut auf eine Melchiorshauser Steigerung: Lucas Chwolka zog aus 17 Metern ab, Krüger wehrte den Flatterball jedoch ab (47.). Nach knapp einer Stunde spielte erneut Lucas Chwolka mit einem klugen Pass Matthias Kastens im Strafraum frei, doch auch der Melchiorshauser Kapitän fand in Krüger seinen Meister. Auf der anderen Seite verpassten Arslan (75.) und Kimmel (81.) das 3:0, so dass es in der Nachspielzeit noch einmal spannend wurde. Zunächst scheiterte Dennis Dörgeloh per Strafstoß an Krüger, doch beim Nachschuss rannte Manuel Öhlerking Melchiorshausens Verteidiger in die Hacken, erneuter Elfer. Diesen verwandelte Kastens sicher – 1:2 (90.+2). Kurz danach war Schluss, und Freund gestand ein, dass seine Mannschaft verdient ohne Punkte dastand: „Wenn ich heute Schulnoten verteilen müsste, wären viele Vieren und Fünfen dabei.“

Somit war es kein schöner Abgang für Ruslan Arify (27). Den defensiven Mittelfeldspieler zieht es zum Medizinstudium nach Lübeck, weshalb es am Samstagnachmittag sein letzter Auftritt vor heimischer Kulisse war.

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