HSG Barnstorf/Diepholz II in der Verbandsliga ohne Lenkevicius

Nils Mosel gibt Gas: „Ich bin ein Fan vom Tempospiel“

Haben sich für die Handball-Verbandsliga-Saison 2016/2017 einiges vorgenommen (v.l.): Finn Richter, Jan-Eric Rechtern, Spielertrainer Nils Mosel und Torhüter Manuel Pauli von der HSG Barnstorf/Diepholz II. - Foto: Borchardt

Barnstorf/Diepholz - Von Matthias Borchardt. Mit 275/55 Toren hatte Nils Mosel maßgeblichen Anteil daran, dass die HSG Barnstorf/Diepholz II als Landesliga-Vizemeister in die Handball-Verbandsliga aufstieg. Jetzt ist der Diplomsportwissenschaftler in neuer Funktion tätig, und zwar als Spielertrainer. Der 34-Jährige lobt seinen Vorgänger: „Malte Helmerking hat mir ein intaktes Team hinterlassen – die Spieler sind Freunde geworden.“

Personell hat sich bei der Zweiten etwas getan: Abwehrspezialist Tomas Lenkevicius (aufgehört), Mittelmann Mateusz Chylinski (massive Rückenprobleme) und der deckungsstarke Christian Vinke (berufliche Gründe) stehen nicht mehr zur Verfügung. Neu dabei sind Linksaußen Finn Richter und Torhüter Manuel Pauli, die aus der Oberliga-Mannschaft kommen. Und nach fast zweijähriger Pause greift Jan-Eric Rechtern wieder voll an. Auch er bringt Oberliga-Erfahrung mit, hatte zuletzt beim SV „Jura“ Eydelstedt Fußball gespielt. Der 28-Jährige ist bei der HSG Barnstorf/Diepholz II als Mittelmann eine feste Größe und deckt in der 3:2:1-Abwehr in der Spitze. „Er hat eine gute Beinarbeit und fängt als Spitze viele Bälle ab“, lobt Mosel den Allrounder.

Die 6:0-Deckung mit Tomas Lenkevicius in der Mitte war in der vergangenen Saison das Prunkstück der Landesliga-Mannschaft. Doch jetzt ist der Litauer nicht mehr dabei. Die Barnstorfer decken nun 3:2:1, der zweikampfstarke Malte Helmerking hat in der Mitte das Sagen. Mosel und Richter nehmen die Halbpositionen ein. Es gibt aber in Person von Dennis Wulf, Constantin Pasenau und Sören Richter Alternativen. „Unsere Abwehr steht schon gut“, urteilt Mosel, der seit dem 1. Juli seine Mannschaft auf die Serie 2016/2017 vorbereitet.

Am linken Flügel spielen der neue Mannschaftskapitän Tobias Mundhenke und Arne Thiemann. Auf der anderen Seite dürfte Linkshänder Matthias Andreßen erste Wahl sein. Auch der schnelle Sascha Recht kann die Rechtsaußenposition einnehmen. Am Kreis genießt Dennis Wulf das Vertrauen. Er muss allerdings noch an seinem Wurfbild arbeiten.

Im Tor fällt Frederik Hohnstedt noch mit einem Bänderriss mit Knochenabsplitterung im rechten Sprunggelenk aus. Derzeit bilden Routinier Maik Schwenker und Manuel Pauli das Torhüter-Gespann. Sie haben sich bei Tests und Turnieren abgewechselt. Mosel ist durchaus zufrieden mit der Vorbereitung: „Wir haben ordentliche Ergebnisse erzielt, ich habe aber in den Spielen viel gewechselt.“

Helmerking hatte in der Vergangenheit besonderen Wert auf die Abwehr gelegt. Das soll sich unter dem neuen HSG-Spielertrainer ändern: „Ich bin ein Fan vom Tempospiel.“ Wichtig sind ihm außerdem „Spielwitz, Tempo im Passpiel und schnelles Rückzugsverhalten“. Die Deckungsarbeit vernachlässigt der gebürtige Bohmter nicht: „Wir wollen den Gegner früh stören, müssen aber in Eins-gegen-Eins-Situationen noch mehr zupacken.“

Für die HSG Barnstorf/Diepholz II geht es am Sonntag in Cloppenburg mit der ersten HVN/BHV-Pokalrunde los. Gegner um 14 Uhr ist Landesligist TV Dinklage. Sollten sich die Barnstorfer durchsetzen, dann müssten sie um 16 Uhr noch einmal ran, würden auf den Sieger der Partie zwischen dem TV Cloppenburg II und SFN Vechta treffen. Angeschlagen sind bei den Gästen Rechtern, Richter (beide Leistenprobleme), Mosel (rechte Schulter lädiert) und Helmerking (rechter Ellbogen schmerzt).

Mosel gibt als Saisonziel den Klassenverbleib aus. Das sollte eigentlich kein Problem sein. Der 31-jährige Helmerking traut der Mannschaft einiges zu, gibt allerdings auch zu verstehen: „Wichtig ist, dass alle das Niveau annehmen. Denn eines ist klar: Das Hauen, Kratzen und Beißen wird deutlich mehr in dieser Liga.“

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