Vilsens Trainer steht zum fünften Mal in Folge im Finale

Meyers besonderer Ausstand

Steht mit dem SV Bruchhausen-Vilsen zum fünften Mal in Folge im Finale: Trainer Jörn Meyer, der nach der Saison aufhört. - Foto: wie

Sulingen/Vilsen - Von Matthias Borchardt. Es ist sein Abschiedsspiel und dann auch noch ein Finale: Jörn Meyer, Trainer beim SV Bruchhausen-Vilsen, trifft morgen um 18 Uhr auf der Anlage des FC Sulingen mit seiner Mannschaft im Kreispokal-Endspiel auf Fußball-Kreisliga-Meister TuS Sulingen II.

Bemerkenswert: Der 48-Jährige steht mit dem SV Bruchhausen-Vilsen zum fünften Mal in Folge im Finale, hat zweimal den Cup geholt. Im Winter 2015 hatte er seinen Ausstieg angekündigt. „Ich bin stolz auf meine Truppe. Sie hat sich nicht hängen lassen und die Saison bis zum Schluss mit dem vierten Platz anständig zu Ende gespielt“, sagt Jörn Meyer. Eines kündigt er bereits an: „Wir machen Party, sind nicht der Favorit. Diese Rolle schiebe ich dem TuS Sulingen II zu.“ Er rechnet sich trotzdem etwas aus: „Auf Naturrasen haben wir eine Chance. Wir wollen als Underdog dem Favoriten eins auswischen. Das macht richtig Bock.“

Auf Kunstrasen hatten die Vilser beim TuS Sulingen II in der Rückrunde nur mit 0:1 verloren. In der Hinrunde – da lief es bei ihnen noch nicht – unterlagen sie daheim mit 1:4. Die Vilser wollen sich morgen nicht verstecken. „Wir müssen in der Defensive gut stehen, wollen lange ein 0:0 halten und immer wieder Nadelstiche setzen“, nennt Meyer seine Marschroute. Er weiß, dass in der Viererkette die Innenverteidiger Jan-Hendrik Schwirz und Marcel Schröder gefordert sind, denn die Sulestädter verfügen in Niklas Klare und Maurice Krüger über zwei starke Offensivkräfte. Im Angriff genießt Nico Schröder das Vertrauen.

Meyer lobt den Meister: „Die Sulinger sind technisch die beste Mannschaft, haben ein Abwehrbollwerk.“ Das stimmt: In 30 Partien kassierten die Sulestädter nur 23 Gegentore, schossen selbst satte 120 „Buden“.

Hofft auf das Double und freut sich auf das Kreispokal-Endspiel: Sulingens Trainer Sascha Jäger. - Foto: Borchardt

Sascha Jäger, Coach beim TuS Sulingen II, blickt dem Finale hoffnungsvoll entgegen: „Wir können aus einer herausragenden noch eine perfekte Saison machen. Ein Double wäre super. Wir nehmen die Favoritenrolle an.“ Der Lehramtsstudent hat aber Respekt vor den Vilsern: „Das ist eine Pokalmannschaft.“ Personell haben die Sulestädter keine Sorgen. Mit einer taktischen Überraschung rechnet Jäger nicht: „Die Mannschaften kennen sich doch.“ Im Angriff setzt der 32-Jährige auf den 22-fachen Torschützen Niklas Klare. Für Jäger ist es das zweite Kreispokal-Endspiel in Folge. 2015 hatte er den Cup als Trainer noch mit dem SV Lessen gewonnen. Nach Ablauf der Spielzeit stand es gegen den SV Bruchhausen-Vilsen 1:1, das nervenaufreibende Elfmeterschießen entschieden die Lessener mit 5:4 für sich.

Meyer, der bis auf Kai Schiffbach (Bänderriss im Knöchel) alle Mann an Bord hat, würde diesmal gern den Spieß umdrehen. Er würde sich gern mit dem Gewinn des Cups von den Vilsern verabschieden. Und wie geht’s mit ihm weiter? „Ich bin jetzt zwölf Jahre im Trainergeschäft, habe Angebote gehabt, lege nun aber eine Pause ein.“

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