Richard Sikut hat ganz besondere Qualitäten

Malocher und Einwurf-Monster

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Sulingens Richard Sikut (re.) gratuliert Atsushi Waki (M.) zu dessen Tor. Pierre Neuse freut sich mit den beiden.

Wetschen - Wenn Richard Sikut sich den Ball in der gegnerischen Hälfte an der Außenlinie schnappt, lassen sich seine Kollege schon mal tief in den Strafraum fallen. Sie wissen: Gleich kommt wieder eines dieser weiten, mächtigen Einwurfgeschosse. Scharf und punktgenau. Und meistens sorgt der Rechtsverteidiger von Fußball-Landesligist TuS Sulingen damit auch für mächtig Gefahr im Sechzehner des Gegners. Immer wieder erzielen die Sulinger aus diesen Situationen auch ein Tor. Wie im Bezirkspokalfinale in Bad Pyrmont, wie vergangenen Dienstag im Bezirkspokalspiel in Steimbke – wie auch jetzt im Landesliga-Derby beim TSV Wetschen. „Ja, ich denke, dass meine Einwürfe schon eine Waffen sein können“, schmunzelt Sikut.

Wie weit er den Ball werfen kann, das hat der Rechtsverteidiger noch nicht ausgemessen. „Ehrlich nicht“, beteuert er, „das ist mir auch egal, solange wir dadurch Chancen bekommen und auch Tore erzielen. Wir haben sehr viele kopfballstarke Spieler in unserer Mannschaft. Und es ist doch schön, wenn sie von meinen Einwürfen profitieren können.“ Einer, dem Sikut den Ball gern entgegenschmettert, ist Pierre Neuse, ein wahres Kopfball-Ungeheuer in der Sulinger Mannschaft. „Und entweder Pierre macht das Tor dann direkt oder er verlängert den Ball zum Mitspieler“, sagt Sikut.

In Wetschen hatte Jona Hardt den weiten Einwurf des 24-Jährigen auf Youngster Chris Brüggemann abgelegt, der in der 28. Minute eiskalt zum 2:0 vollstreckte.

Woher Sikut die Kraft und die Präzision nimmt, um die Bälle so wuchtig in den Strafraum zu schleudern, weiß er selbst nicht so recht. „Früher“, sagt er lächelnd, „konnte ich nie richtig weit werfen. Mittlerweile scheine ich die richtige Technik gefunden zu haben.“ Als Rechtsverteidiger ist Sikut dagegen nicht gerade das feine Füßchen in der Mannschaft. Er ist robust, zweikampf- und kopfballstark, darüber hinaus sehr schnell, beackert 90 Minuten lang seine Bahn. Sikut – der Malocher. „Wir brauchen keine elf Ballkünstler auf dem Platz“, betont Sulingens Trainer Maarten Schops, „jeder muss seine Qualitäten einbringen, damit wir eine gute Einheit auf dem Platz haben.“

Die Einwurfqualitäten von Richard Sikut sind in Sulingen schon lange bekannt. Dass jetzt häufiger daraus Tore fallen, freut Schops natürlich. Er sagt aber auch: „So etwas geht nur, wenn wir uns alle in dem Moment an die Ordnung und das halten, was wir vorher besprochen haben.“

In der zweiten Halbzeit kam Einwerfer Sikut kaum noch zum Zug. Er rückte für den verletzten Dennis Neumann in die Innenverteidigung – und warf auch da seine Malocher-Qualitäten fürs Team in die Waagschale. 

flü

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