HSG Barnstorf/Diepholz erreicht in Bremen ein 25:25 

Lukas Brenning vergibt per Tempogegenstoß den Sieg

Warf trotz Schulterproblemen am Sonnabend in Bremen fünf Tore für die HSG Barnstorf/Diepholz: Kreisläufer Andrius Gervé (l.).

Bremen - Die Abwehrleistung stimmte, aber vorn haperte es: In einem intensiven Spiel der Handball-Oberliga erreichte die HSG Barnstorf/Diepholz am Sonnabend vor 200 Zuschauern beim ambitionierten Aufsteiger SG HC Bremen/Hastedt ein 25:25 (13:12). „Das Unentschieden ist das gerechte Ergebnis“, urteilte Barnstorfs Trainer Dag Rieken.

24 Sekunden vor dem Abpfiff hatte der Tabellendritte bei einem Tempogegenstoß noch die Chance auf den Sieg, doch Lukas Brenning scheiterte an Bremens Torhüter Florian Bartsch. „Wir haben vorn kein gutes Spiel gemacht, zu wenig über die Außen gespielt“, monierte Rieken. Rückraumakteur Kamil Chylinski war zwar mit neun „Buden“ erneut bester Torschütze, aber der Pole hatte auch noch einige Fehlversuche. Kreisläufer Andrius Gervé und Rechtsaußen Laurynas Palevicius brachten es jeweils auf fünf Treffer.

Die Defensivarbeit mit einem starken Martin Golenia stimmte. „Die Bremer haben sich an unserem Abwehrriegel festgebissen“, unterstrich der 47-jährige HSG-Coach. Bitter: Die Gäste verloren bereits in der 16. Minute Bastian Carsten-Frerichs mit einer Roten Karte. Er hatte bei einem Gegenstoß Yannick Schäfer gefoult. Vier Minuten später bekam auf der anderen Seite Bremens Mittelmann Marten Franke (7/2) bei einem ähnlichen Foul an Gervé nur eine Zwei-Minuten-Strafe.

Die Barnstorfer knüpften in der Abwehr an die Leistung von der Auftaktpartie an, deckten aggressiv und liefen Gegenstöße. Palevicius traf zum 3:1 (4.) und Steffen Brüggemann zum 5:3 (12.). Kai Peter Wiezorrek glich erstmals zum 5:5 (15.) aus. Anschließend kassierte Carsten-Frerichs eingangs geschilderte Rote Karte. Seinen Part in der Spitze der 3:2:1-Abwehr übernahm erst Gervé und später Kevin Heemann. Den Ausfall von Carsten-Frerichs steckte die HSG zunächst nicht weg. „Wir waren verunsichert“, sagte Rieken. Der Neuling nutzte die Überzahl, lag nach Toren von Wiezorrek und Schäfer mit 7:5 (18.) vorn. Die Barnstorfer fingen sich wieder, schafften durch Gervé den Ausgleich (8:8/22.).

Kurz vor der Pause sorgten Chylinski (Siebenmeter verwandelt) und Palevicius mit einem Doppelpack für eine 13:11-Führung, ehe Malte Thalmann mit einem 13-Meter-Schlagwurf zum 12:13 verkürzte.

Nicht ins Spiel gekommen war in der ersten Halbzeit Arunas Srederis. Heemann löste den Litauer im halbrechten Rückraum ab.

Ausgeglichen ging es nach dem Wechsel weiter. Palevicius erhöhte zwar noch einmal auf 15:13 (34.), doch die Gastgeber egalisierten durch Felix Fietze zum 15:15 (37.). Anschließend wechselten die Führungen. In der Endphase, in der Heemann Franke in Manndeckung nahm, drehte Srederis mit einem Doppelpack den Spieß zum 24:23 (54.) um. Spannend ging’s weiter. Für die Punkteteilung sorgte schließlich Palevicius mit dem Tor zum 25:25-Endstand (57.).

mbo

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