Melchiorshausens Kampf beim 2:3 gegen Grolland nicht belohnt

Das Lehrgeld des Aufsteigers

Melchiorshausen Steffen Röpke (re.) erzielte gestern Abend den Anschlusstreffer zum 1:2 für seine Mannschaft. - Foto: Flügge

Melchiorshausen - Von Arne Flügge. Trainer Wilco Freund entfuhr nach dem Abpfiff ein lautes „Scheiße“, während seine Spieler geknickt und mit hängenden Köpfen vom Platz schlichen. Wie schon bei der 2:3-Niederlage zum Saisonauftakt gegen Aumund-Vegesack kassierte Fußball-Bremen-Ligist TSV Melchiorshausen auch gestern Abend gegen den TSV Grolland vor eigenem Publikum eine 2:3 (0:2)-Pleite. Wiederum eine vermeidbare.

„Unverdient“, nannte Freund den Sieg des Gegners, „wir hatten mehr Spielanteile und haben auch mehr für das Spiel getan.“ Allerdings leistete sich Melchiorshausen erneut einige kapitale individuelle Patzer, die wie schon gegen Aumund-Vegesack zu Gegentoren führten. „Und diese Fehler wurden wieder gnadenlos bestraft. Unsere junge Mannschaft ist in manchen Situationen einfach noch zu grün. Wir zahlen noch Lehrgeld“, so der Trainer. Allerdings hatten die Hausherren vor allem im Angriff einen erheblichen personellen Aderlass. Denn gleich vier Stürmer fehlten. „Und Spieler wie Lars Behrens und Tim Cohrs kannst du mal nicht einfach so ersetzen. Da hat uns auch ein bisschen die Qialität gefehlt“, meinte Freund.

Die erste Halbzeit verlief noch sehr fahrig. Und wie aus dem Nichts ging Grolland in der 22. Minute mit 1:0 in Führung: Karim Jahjah wurde an der Strafraumgrenze einfach nicht attackiert und traf zum Führungstor der Gäste. Ein vermeidbares Gegentor. Melchiorshausen hatte fortan zwar mehr Ballbesitz, aber auch kaum Zugriff auf das Spiel, weil die Gastgeber es zumeist mit langen Bällen probierten, anstatt die Situationen auch mal auszuspielen. „Das hat mir nicht gefallen“, monierte Freund. Noch weniger gefiel dem TSV-Coach allerdings die Entstehung des 0:2: Völlig ohne Not spielte Philipp Zabywalski einen zu kurzen Rückpass auf seinen Keeper Florian Aschoff, Grollands Bashkim Toski preschte dazwischen, spielte den Torwart aus und schob ein (42.). „Das Tor haben wir dem Gegner aufgelegt. Das darf nicht passieren“, ärgerte sich Freund.

Mannschaft kam mit viel Elan aus der Kabine

Doch so einfach geschlagen geben wollte sich der TSV Melchiorshausen nicht. Die Mannschaft kam mit viel Elan aus der Kabine, wobei sich die Einwechslung von Julio-Cesar Martin-Hinze in der Offensive gleich bemerkbar machte. „Er bringt richtig Schwung rein“, sagte Freund bereits während des Spiels.

Und nur vier Minuten nach Wiederanpfiff verkürzten die Hausherren auf 1:2: Nach einem Pass von Yannick Chwolka traf Bruder Lucas nur den Innenpfosten, Steffen Röpke war zur Stelle und staubte ab (49.). Und als dann Matthias Kastens in der 60. Minute nach einem Foul an Lucas Chwolka den Strafstoß sicher zum 2:2 verwandelte, war die Partie wieder offen. „Die Moral stimmt bei den Jungs, wir sind wieder zurückgekommen“, freute sich Freund.

Jetzt wollte Melchiorshausen noch mehr, kassierte aber per direktem Freistoß durch Jahjah das 2:3 (71.). Freund: „Der war gut geschossen. Das war bitter.“

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