Offensivmann des TuS Sulingen II vergibt in der 91. Minute Siegtreffer gegen Stuhr

Kölge hat es auf dem Fuß – 2:2

Auch Sulingens Sebastian Elvers – hier rechts gegen Stuhrs Kapitän Jan-Hendrik Schwirz – vergab kurz vor Schluss eine Riesenchance zum 3:2-Siegtreffer. - Foto: Flügge

Sulingen - Von Arne Flügge. Als Ali Kölge den Ball in der 91. Minute mutterseelenallein aus zehn Metern über das Tor geschaufelt hatte, zog sich der Offensivmann von Fußball-Bezirksligist TuS Sulingen II das Trikot von vorn über das Gesicht und stieß einen Schrei des Entsetzens aus. Er wäre in diesem Moment am liebsten im Erdboden versunken. Der 21-Jährige, in Minute 66 eingewechselt, hätte als Joker der Held des Tages werden können. So aber vergab er den Siegtreffer, und seine Mannschaft musste sich im Heimspiel gegen den TV Stuhr mit einem 2:2 (1:1) begnügen. Ein für die Gäste schmeichelhafter Punktgewinn.

„Ich bin sehr, sehr traurig, dass ich nicht getroffen habe. Das Ding muss ich machen“, seufzte Kölge nach dem Abpfiff: „Und dann gewinnen wir dieses Spiel auch hochverdient.“ Trost spendete ihm sein Kollege Sebastian Elvers, der den Pass zur Großchance gegeben hatte. „Für Ali ist das natürlich ganz bitter. Vielleicht hat er vor dem Tor zu lange überlegt.“ Elvers konnte die Enttäuschung bei Kölge nachempfinden. Er weiß, wie es ist, eine dicke Chance liegen zu lassen. Denn in der 87. Minute hatte auch der Linksfuß den 3:2-Siegtreffer auf dem Schlappen gehabt, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Stuhrs Torwart Kevin Keßler. „Der Ball kam zu mir, ich wollte gleich mit rechts abschließen, habe das Ding aber nicht richtig getroffen“, analysierte der 25-Jährige sein Missgeschick: „Und dann ist der Torwart irgendwie noch mit dem Fuß rangekommen.“

Die vergebenen Großchancen der Sulinger waren die finalen Highlights in einem Spiel, das eigentlich nur einen Sieger hätte sehen dürfen: den TuS Sulingen II. „Stuhr kann glücklich sein über das Remis. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit eine Vielzahl an Chancen“, sagte Sulingens Trainer Sascha Jäger: „Gegen so eine starke Mannschaft wie Stuhr wollten wir risikoreicher spielen. Das hat gut geklappt. Die zweite Halbzeit war das Beste, was ich von meiner Mannschaft in dieser Saison gesehen habe.“ Für Stuhrs Trainer Christian Meyer war es „ein gebrauchter Tag. Bei uns hat nicht viel geklappt. Außerdem haben sich auch noch Torben Drawert und Fynn Rusche eine Zerrung zugezogen. Natürlich ist der Punkt glücklich, und wir können sehr gut damit leben.“

In der ersten Halbzeit fand Stuhr überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel und hatte Glück, dass Elvers zweimal verzog (8./12.). Fünf Minuten später fiel aber doch das 1:0: Nach einem Freistoß des starken Philipp-Rene Meier drückte der aufgerückte Christian Cordes den Ball über die Linie (17.). Sulingen dominierte weiter, ehe Stuhr in der 44. Minute einen Freistoß bekam. Und den nagelte Daniel Horeis aus 18 Metern in den Knick – 1:1. „Ein tolles Tor“, freute sich TVS-Coach Meyer. Keine Frage.

Der Spielverlauf war damit allerdings auf den Kopf gestellt. Doch nur vier Minuten nach dem Wechsel die erneute Sulinger Führung: Nach einem langgezogenen Freistoß von Maurice Krüger bugsierte Janik Troue den Ball – von Felix Klare bedrängt – ins eigene Tor. Schon in Heiligenfelde war Stuhrs Innenverteidiger ein Eigentor unterlaufen. „Janik haut sich immer in jeden Ball. Da kann so etwas passieren“, meinte Trainer Stephan Stindt: „Er muss das jetzt nur nicht jede Woche machen . . .“ Dass der Coach Humor bewies, war auch der Tatsache geschuldet, dass Adrian Herrmann nach einem Traumpass von Horeis in der 55. Minute mit einem starken Heber das 2:2 erzielte. Zwei Chancen, zwei Tore – Stuhrer Effizienz. Mit einem Lattenknaller (69.) leitete Maximilian Meyer dann Sulingens Schlussoffensive ein, die kämpfende Stuhrer mit Geschick und viel Glück überstanden.

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