Handballer des TuS Sulingen verwandelt beim 36:33 gegen Achim/Baden II zehn Siebenmeter 

Knieling – Mann mit dem eiskalten Händchen

Augen zu und durch: Jan Mohrmann feierte mit dem TuS Sulingen ein gelungenes Heimdebüt. Beim 36:33 gegen die SG Achim/Baden II warf der Rückraumspieler acht Tore. - Fotos (2): Flügge

Sulingen - Von Arne Flügge. Und wieder ballt Jannik Knieling die Faust, bevor es mit Tempo zurück geht. Erneut hat der Handballer von Landesligist TuS Sulingen kalt wie eine Hundeschnauze einen Siebenmeter verwandelt. Es ist die Führung zum 33:31 in der 54. Minute. Die Vorentscheidung wohl. Einer sollte noch folgen. In Minute 58, sein zehnter Strafwurf insgesamt. Alle drin. Sulingen gewinnt am Ende mit 36:33 (17:18) gegen die SG Achim/Baden II . Auch dank Knieling, der insgesamt 14 Tore erzielt an diesem Abend – und sich damit den Titel des Matchwinners verdient.

Während die gut 200 Zuschauer in der Edensporthalle noch klatschen und jubeln, verrät Knieling das Geheimnis seiner Nervenstärke. „Einfach nicht aufs Ergebnis schauen. Ball schnappen – und rein damit. Groß nachdenken hilft nicht. Dann geht alles nur schief.“ Sein Trainer musste später zugeben, nicht einen Siebenmeter seines Spielers gesehen zu haben. „Ich habe mir jedes Mal meine Flasche Wasser geschnappt, nach unten geguckt oder irgendwie an meinen Schuhen rumgefummelt“, schmunzelte Hartmut Engelke, „von daher weiß ich also nicht, wie Jannik die reingemacht hat. Es freut mich aber riesig , dass er heute „Mr. Cool war“.

Das war auch bitter nötig, denn die Sulinger zeigten in der ersten Halbzeit ein ganz schwaches Defensivverhalten. „In der Abwehr passte überhaupt nichts“, räumte Knieling ein. Und Engelke monierte zudem, „dass wir die ersten 40 Minuten überhaupt kein Torwartspiel hatten“. Gerrit Uhlhorn und Daniel Kramer wirkten über weite Strecken tatsächlich indisponiert. Doch das sollte sich später noch ändern. Beim 17:18 zur Pause war zwar längst nichts verloren, doch Engelke war überhaupt nicht zufrieden. So hat es in der Kabine auch ein Donnerwetter gegeben. „Verteidigung ist reine Willenssache“, merkte der Coach an. Doch der habe gefehlt.

Wobei es nach dem Wechsel nicht besser wurde. Achim/Baden II war weiterhin effektiv im Torabschluss, Sulingen nicht. Zudem wurde weiterhin nicht energisch zugepackt. Die Quittung: Beim 24:28 (44.) lagen die Sulinger mit vier Toren zurück. Engelke reagierte, stellte von der 6:0-Deckung auf 5:1 um, Julian Wilkens kümmerte sich fortan hautnah um Achims Mittelmann Max Schirmacher (6). Der richtige Schachzug. Schirmacher wurde fast aus dem Spiel genommen, die Gäste konnten nicht mehr so viel kreuzen – Sulingen hatte die Angriffstaktik des Gegners ausgehebelt. Und weil nun auch Gerrit Uhlhorn immer besser zu seinem Torwartspiel fand und einige Bälle von Achims Rechtsaußen parierte, holten die Hausherren Tor um Tor auf, gingen in der 51. Minute durch Jan Scharf erstmals wieder in Führung (31:30), und warfen am Ende einen 36:33-Sieg heraus.

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