Start des Ristedter Fußball-Turniers 

„Württemberg-Cup“: Keiner, der sich nicht freut

Der größte Außenseiter kommt aus Seckenhausen (hier mit Torjäger Nico Kiesewetter). Heute geht es gleich gegen den Bremer SV.

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Dienstag ist es wieder soweit: Der bei Spielern und Zuschauern gleichfalls beliebte Vergleich von Fußball-Teams aus Bremen und Niedersachsen geht in seine 17. Auflage. Mittlerweile ist der „Württemberg-Cup“ in Ristedt zu einer echten Marke geworden, bei dem auch in diesem Jahr wieder 1 300 Euro (500 für den Sieger) ausgespielt werden. Die Finalspiele steigen dann am 22. Juli.

Bernd Schebitz, für den sportlichen Bereich beim Veranstalter Fußball-Förderkreis GW 92 Ristedt verantwortlich, ist mit dem Teilnehmerfeld mehr als zufrieden: „Wir haben drei Bremen-Ligisten, einen Oberligisten und vier Bezirksligisten. In der Breite war das Turnier noch nie besser besetzt.“ Klar, dass sich Schebitz darüber gefreut hat, „dass Melchiorshausen in die Bremen-Liga aufgestiegen ist, und Uphusen die Oberliga Niedersachsen in letzter Sekunde noch gehalten hat. Aber auch die Tatsache, dass Bremen-Liga-Meister Bremer SV wieder dabei ist, wird dem Turnier sehr gut tun.“ Und Förderkreis-Chef Henry Stöver, der an den sieben Spieltagen mit insgesamt mindestens 1 500 Zuschauern rechnet, ergänzt: „Mittlerweile rufen uns gute Vereine schon im Winter an, ob sie kommen dürfen. Das ist wirklich eine tolle Sache.“

Nach einjähriger Abstinenz gibt auch wieder der Bremer SV seine Visitenkarte auf dem Ristedter Sportplatz ab. Die Bremer wären auch im Falle eines Regionalliga-Aufstiegs gekommen, blieben aber nun schon zum dritten Mal in Folge in der Relegation hängen. „Der Stachel der Enttäuschung saß wirklich tief, dass wir es wieder nicht geschafft haben. Wir hatten uns wirklich viel ausgerechnet. Aber das ist nun vergessen und wir geben mit kaum verändertem Kader wieder Gas“, erklärt Trainer Klaus Gelsdorf, der sich mit seinem

Team abermals für den DFB-Pokal qualifiziert hat und dort in der Zeit vom 19. bis 21. August den Bundesligisten Darmstedt 98 empfängt. Die Zusage für Ristedt ist für ihn fast selbstverständlich: „Das Turnier passt hervorragend in unsere Vorbereitung. Letztes Jahr waren wir wegen organisatorischer Probleme nicht dabei.“ Und was rechnet sich Gelsdorf aus: „Ich werde viel probieren, aber den Finaltag wollen wir schon erreichen.“

Mit in der Gruppe A ist auch Oberligist TB Uphusen, der nur drin geblieben ist, weil ein anderes Team zurückgezogen hatte. Unter Neu-Trainer Benedetto Muzzicato (kam vom Bremer Landesliga-Meister FC Oberneuland) soll es sportlich besser laufen und ein Platz im Mittelfeld herausspringen. Uphusen dürfte ein echter BSV-Konkurrent um den Gruppensieg und Finaleinzug sein.

Erster Außenseiter in der Gruppe ist Bezirksligist TuS Sudweyhe. Trainer Uwe Behrens stapelt erst einmal tief: „Ich habe zwar nur wenige Urlauber, aber die Gegner sind schon bärenstark. Für mich steht aber der Testcharakter im Vordergrund.“

Ein noch krasserer Außenseiter ist Bezirksliga-Aufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst. Dessen Trainer Dirk Hofmann meint: „Wir freuen uns, dass wir überhaupt dabei sind und werden bestimmt von vielen unserer Fans unterstützt. Gleich nach dem Aufstieg haben die Jungs sich schon gefreut, dass sie nun in Ristedt mitspielen dürfen. Ich selbst habe das Ambiente bisher noch nicht genießen dürfen. Das Abschneiden ist dabei nicht so wichtig, aber abschießen lassen wollen wir uns natürlich auch nicht.“

In der Gruppe B führt der Weg zum Finaleinzug natürlich wieder über Titelverteidiger Brinkumer SV. Trainer Kristian Arambasic erinnert sich aber noch genau an das Chaos aus dem Vorjahr, als den Brinkumern am ersten Ristedt-Spieltag vom Verband mitgeteilt wurde, dass es keine Bremen-Liga-Lizenz geben soll. „Das war schon chaotisch damals. Umso mehr haben wir den späteren Turniersieg dann genossen.“ In der zweiten Instanz bekamen die Brinkumer dann doch die Lizenz zugesprochen. Arambasic sieht sein Team nicht als Topfavoriten: „Ich muss viele Urlauber ersetzen und werde natürlich auch experimentieren. Aber ins Finale würde ich schon gern kommen.“

Davon war der TSV Melchiorshausen in den vergangenen Jahren meilenweit entfernt. „Doch der Aufstieg in die Bremen-Liga hat uns neues Selbstvertrauen gegeben. Ich möchte nach dem schlechten letzten Jahr nun zumindest am Finaltag noch ein Spiel haben“, sagt Spartenleiter Heiner Böttcher.

Einen Platz zumindest im Spiel um Platz drei ist auch dem Bezirksliga-Zweiten SV Heiligenfelde zuzutrauen. SVH-Coach Walter Brinkmann spürt schon seit Tagen eine Vorfreude in seiner Mannschaft: „Die Jungs sind heiß und wollen alle spielen.“ Nicht dabei ist allerdings Torjäger Joshua Brandhoff (Urlaub).

Als Außenseiter auf die Finalspiele geht Bezirksligist TV Stuhr ins Rennen. „Das Erreichen des Finaltages wäre wirklich ein toller Erfolg. Aber auf alle Fälle wollen wir guten Fußball bieten“, sagt Trainer Stephan Stindt, der sich unter anderem auf das tolle Ambiente in Ristedt freut.

Heute startet das Turnier mit der Gruppe A. Zunächst bekommt es um 18.45 Uhr Uphusen mit Sudweyhe zu tun. Um 20.15 Uhr folgt dann das Match der Seckenhauser gegen den Bremer SV.

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