Stuhrs Trainer hofft, dass sein Kollektiv die Pause des Stuhrer Abwehrchefs kompensiert

Jendrik Wetjens Sabbatjahr tut weh – doch Stindt vertraut dem Team

Stuhrs Trainer Stephan Stindt (Mitte) freut sich über folgende Neuzugänge beim Bezirksligisten (v.l.): Jan-Hendrik Schwirz, Mirco Müller, Bjarne Voigt und Robin Verzagt. - Foto: Töbelmann

Stuhr - Von Carsten Drösemeyer. Zwei Jahre ist das Trainerduo Christian Meyer/Stephan Stindt bereits gemeinsam für den Fußball-Bezirksligisten TV Stuhr zuständig, doch von Amtsmüdigkeit kann noch keine Rede sein. Im Gegenteil: In der vergangenen Saison landete der TVS sogar erstmalig auf Rang vier und würde laut Stindt die Platzierung zu gerne bestätigen: „Bei uns ist eine Entwicklung zu sehen. Die Jungs sind reifer geworden. Natürlich möchten wir wieder vorne mitmischen.“

Sicherlich kein unrealistisches Ziel, da Stuhr lediglich zwei Abgänge zu verzeichnen hat. Pascal Nordmann zieht es nach Habenhausen und Jendrik Wetjen legt aus privaten Gründen eine schöpferische Pause ein. Zwar dürfte gerade das „Sabbatjahr“ von Abwehrchef Wetjen beim TVS eine schmerzhafte Lücke hinterlassen, aber Stindt lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen: „Jendrik hat in der letzten Spielzeit schon häufiger gefehlt und wurde dabei von Jenno Bülders exzellent vertreten. Wir werden den Verlust von Jendrik gemeinsam als Team kompensieren.“

Zumal den Abgängen vielversprechende Neuzugänge gegenüber stehen. Vom Kreisligisten SV Bruchhausen-Vilsen eiste Stuhr die Mittelfeld-Abräumer Jan-Hendrik Schwirz sowie Mirco Müller los, und aus der eigenen A-Jugend rücken Stürmer Alexandros Delis und Mittelfeld-Hoffnung Bjarne Voigt auf. Zudem verpflichtete der TVS in Robin Verzagt (SC Weyhe/A-Jugend) einen hochtalentierten Angreifer, der den Konkurrenzkampf im Sturm weiter anheizen soll.

Wobei die Stuhrer in diesem Bereich ohnehin bereits exquisit besetzt sind. Riccardo Azzarello zerbombt seit Jahren die Bezirksliga-Tornetze, und auch Timo Wetjen sowie Daniel Horeis stellen zuverlässige Konstanten dar. Darüber hinaus verfügt der letztjährige Vierte in Rene Rogalla sowie Torben Drawert über pfeilschnelle Außen, die ebenfalls Torgefahr ausstrahlen.

Kein Wunder, dass sich Stindt über die Offensive keine Sorgen macht: „Da sehe ich uns gut aufgestellt.“ Und sicherlich nicht nur dort. Auch „Leuchtturm“ Janik Troue als Innenverteidiger oder Mittelfeld-Motor Adrian Herrmann verrichten ihr Geschäft überdurchschnittlich gut, so dass Stuhr völlig zu Recht in der Vergangenheit fast immer in den „Top Five“ einlief.

Trotzdem warnt Stindt davor, daraus eine Selbstverständlichkeit abzuleiten: „Die Klasse ist jedes Jahr super ausgeglichen. Man kann bei Schwächephasen auch schnell ganz unten reinrutschen.“

Bei regelmäßig guten Leistungen jedoch auch ziemlich weit oben, wie Stindt zugibt: „Es wird immer die konstanteste Mannschaft Meister. Das hat uns in der Vergangenheit oftmals gefehlt. Wir hatten stets einige Dellen im Laufe der Saison drin. Aber der Aufstieg ist ja gar nicht unser Ziel. Für mich sind Landesliga-Absteiger Eilvese, Vizemeister SV Heiligenfelde und der SC Uchte die Favoriten. Platz vier wie im Vorjahr würde ich sofort unterschreiben. Schließlich wollen Sudweyhe oder Diepholz bestimmt auch in diese Regionen.“

Wehren würde sich Stindt gegen den Aufstieg aber nicht: „Natürlich würden wir dann nicht freiwillig verzichten. Und wir haben auch eine gute Truppe, gerade in der Breite. Wenn die anderen Teams also schwächeln, versuchen wir, da zu sein. Auch wenn ich mir das momentan eher nicht vorstellen.“

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